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12.01.2015 | Gesundheitspolitik | Onlineartikel

Gehaltsreport

Angestellte Ärzte weiter Spitzenverdiener

Autor:
Matthias Wallenfels

Mit einer Arzt-Ausbildung erzielen Angestellte über alle Branchen hinweg am meisten, so eine Erhebung.

Mit einem jährlichen Durchschnittsgehalt von 63.421 Euro gelten Ärzte unter den Angestellten im Branchenvergleich als unangefochtene Spitzenverdiener. Ärztinnen kommen dabei auf einen Schnitt von 55.919 Euro, ihre männlichen Kollegen auf 72.639 Euro.
Das geht aus dem aktuellen Gehaltsreport für Fach- und Führungskräfte der Online-Stellenbörse StepStone hervor.

Diese hat nach eigenen Angaben Ende 2014 die Gehaltsdaten von rund 50.000 Fach- und Führungskräften in Vollzeit ausgewertet, die an einer Online-Befragung teilgenommen hatten. Dabei seien etwa 70 Prozent der Befragten Fachkräfte ohne Personalverantwortung gewesen.
Die angegebenen Durchschnittsgehälter seien Bruttojahresgehälter inklusive aller variablen Bezügen, wie Boni, Prämien oder Weihnachtsgeld.
Der Erhebung zufolge verdienen Ärzte demnach in Firmen mit einem bis 500 Mitarbeitern pro Jahr 58.367 Euro, in Unternehmen mit 501 bis 1000 Mitarbeitern schon 66.814 Euro und in Großunternehmen mit mehr als 1000 Mitarbeitern 77.951 Euro.
Die variablen Gehaltsbestandteile summierten sich dabei auf sechs Prozent. Wer Personalverantwortung habe, verdiene im Schnitt 24 Prozent mehr als seine Kollegen ohne.
Die Kliniktätigkeit ist, so legt die Untersuchung nahe, dabei für angestellte Kollegen finanziell lukrativer als eine Anstellung bei einem niedergelassenen Vertragsarzt. So verdienten angestellte Ärzte in Kliniken mit einer Berufserfahrung von bis zu zwei Jahren im Schnitt 51.122 Euro, ihre Kollegen in der Praxis hingegen nur 40.325 Euro.
Bei einer Berufserfahrung von drei bis fünf Jahren sind es 55.840 Euro im Vergleich zu 43.152 Euro, bei sechs bis zehn Jahren 70.831 Euro zu 61.353 Euro und bei einer mehr als zehnjährigen Berufserfahrung 83.409 Euro zu 71.109 Euro.
Nach Bundesländern sortiert, erzielen angestellte Ärzte laut der Auswertung in Rheinland-Pfalz mit einem jährlichen Gehalt von 67.941 Euro am meisten, gefolgt von Bayern mit 66.932 Euro, Baden-Württemberg mit 66.350 Euro und Bremen mit 65.001 Euro. Die rote Laterne geht an Thüringen mit 55952 Euro vor Sachsen mit 56 977 Euro und Sachsen-Anhalt mit 57678 Euro.
Bei nicht-akademischen Vertretern anderer Gesundheitsdienstleistungen sieht die Gehaltswelt indes nicht so rosig aus. So kommen angestellte Mitarbeiter in Pflege und Therapie im Jahresschnitt auf 32.954 Euro – Frauen auf 31.187 Euro, Männer auf 37.937 Euro. Angestellte Psychotherapeuten mit mehr als zehn Jahren Berufserfahrung sind mit 40.002 Euro hier die Spitzenreiter.

Literatur