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28.09.2017 | Gesundheitspolitik | Nachrichten

Interview

Drehtüreffekte werden künftig vermieden

Autor:
Taina Ebert-Rall


Der neue Rahmenvertrag zum Entlassmanagement bringt laut Thomas Müller, beim AOK-Bundesverband verantwortlich für das Produkt- und Leistungsmanagement, viele Vorteile. Er bedarf aber auch transparenter Standards.


Ärzte Zeitung: Herr Müller, worin sehen Sie den größten Nutzen des Rahmenvertrags?

Thomas Müller: Da sind mehrere Punkte zu nennen. Zum einen werden jetzt Schnittstellen zwischen stationärem und ambulantem Bereich überwunden und Drehtüreffekte vermieden. Zum anderen wird eine bedarfsgerechte und lückenlose Versorgung der Patienten nach einer Krankenhausbehandlung sichergestellt.

Und außerdem erhalten Patienten durch die Weitergabe versorgungsrelevanter Informationen mehr Sicherheit, zur richtigen Zeit genau die Hilfe und Unterstützung zu bekommen, die sie auch benötigen.

Was sind die wichtigsten Eckpunkte für eine erfolgreiche Umsetzung?

Wesentlich ist, dass die Zusammenarbeit zwischen Ärzten, Pflegepersonal, Sozialdienst und weiteren am Entlassmanagement Beteiligten im Krankenhaus gut funktioniert. Ein gutes Entlassmanagement benötigt Standards, die transparent sind und an die sich alle Beteiligten halten. Wichtig ist natürlich auch, dass die weiterbehandelnden Leistungserbringer frühzeitig eingebunden werden.

Und last but not least haben auch die Kranken- und Pflegekassen einen wichtigen Beitrag zu leisten. Zum Beispiel, indem sie das Entlassmanagement aktiv unterstützen und schnelle Genehmigungsprozesse sicherstellen. Gut aufbereitete und aktuelle Informationen über die verschiedenen Versorgungsmöglichkeiten gehören ebenso wie kompetente Ansprechpartner dazu.