Die Onkologie in Deutschland steht vor einem notwendigen Wandel: von Selbsthilfe und punktueller Patientenberatung hin zu echter, strukturierter Patientenbeteiligung. Patientinnen und Patienten sind nicht nur Empfänger medizinischer Leistungen, sondern aktive Nutzerinnen und Nutzer – mit Perspektiven, die Forschung, Versorgung, Digitalisierung und Gesundheitspolitik entscheidend verbessern können. Internationale Modelle zeigen, wie Kokreation zum Standard wird. Auch in Deutschland gibt es erste Fortschritte, etwa im Rahmen der Nationalen Dekade gegen Krebs. Jetzt braucht es flächendeckende Strukturen, Qualifizierung, Ressourcen und die Haltung, Patientinnen und Patienten als gleichwertige Partner ernst zu nehmen. Die Onkologie kann so Vorreiter einer neuen, partizipativen Gesundheitskultur werden.