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01.03.2016 | Gesundheitsschäden und Berufskrankheiten | Originalien | Ausgabe 2/2016

Zentralblatt für Arbeitsmedizin, Arbeitsschutz und Ergonomie 2/2016

Subjektive Beurteilung des Lärms in Kindertagesstätten durch die MitarbeiterInnen

Zeitschrift:
Zentralblatt für Arbeitsmedizin, Arbeitsschutz und Ergonomie > Ausgabe 2/2016
Autor:
D. Losch

Zusammenfassung

Hintergrund

Studien zufolge sind ErzieherInnen in Kindertagesstätten hohen Belastungen durch Lärm ausgesetzt. Es wurde untersucht, welche Meinungen die ErzieherInnen zum Lärm in ihrem Berufsleben entwickelt haben.

Methodik

In dieser quantitativen Untersuchung wurden 53 Fragebögen aus 7 verschiedenen Frankfurter Kindertagesstätten ausgewertet. Die Fragebögen bestanden aus 57 geschlossenen Fragen, die auf der Basis einer vorausgegangenen qualitativen Studie entwickelt wurden. Zum Thema Lärm wurden 20 Fragen gestellt und anschließend deskriptiv ausgewertet.

Ergebnisse

Etwa zwei Drittel der befragten pädagogischen Fachkräfte empfinden den Lärm innerhalb als Belastung. Für 91 % gehört der Kinderlärm zumindest teilweise zum Berufsbild dazu. Die Reduzierung der Gruppengröße ist aus Sicht der ErzieherInnen ein wirksames Mittel, um den Lärmpegel zu senken. Durch Umgebungslärm fühlen sich nur ca. 26 % belästigt. Die Tendenz, Lärm im Privatleben zu vermeiden, besteht bei 86 % der Befragten. Es gaben 60 % an, dass sie sich durch die Ausbildung nicht ausreichend über das Thema „Schutz der eigenen Gesundheit“ informiert fühlen.

Diskussion

Die Mehrheit der ErzieherInnen zeigt eine große Akzeptanz gegenüber dem Lärm der Kinder. Daher besteht die Gefahr, dass die ErzieherInnen ihren eigenen Gesundheitsschutz vernachlässigen. Der Umgebungslärm wird weniger belastend eingeschätzt als der Kinderlärm. Der Schutz der eigenen Gesundheit sollte im Ausbildungsprogramm der pädagogischen Fachkräfte stärker berücksichtigt werden.

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