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28.09.2016 | Übersicht | Ausgabe 4/2016

Forensische Psychiatrie, Psychologie, Kriminologie 4/2016

Gewalttaten psychisch Kranker

Ist die Allgemeinpsychiatrie zuständig oder die forensische Psychiatrie?

Zeitschrift:
Forensische Psychiatrie, Psychologie, Kriminologie > Ausgabe 4/2016
Autor:
Univ.-Prof. Dr. med. Hans-Ludwig Kröber

Zusammenfassung

Nur eine Minderheit psychisch Kranker fällt durch gewalttätige Handlungen auf. Gleichwohl besteht seit Urzeiten eine gewisse Angst vor der vermeintlichen Unberechenbarkeit psychisch Kranker, insbesondere vor Menschen, die unter einer Psychose leiden. Die Schaffung der Psychiatrie als eigenständiges, medizinisches Fach diente von Anfang an in besonderem Maße dem Ziel, für gefährlich erachtete Kranke von der Gesellschaft zu separieren und sie in Anstalten zu verwahren, um sie dort entweder zu heilen oder relevant zu bessern oder aber dauerhaft zu behalten. Die Bewegung der Enthospitalisierung seit den 1970er-Jahren, die wiederum eine Folge der Revolutionierung der Behandlungsmöglichkeiten durch die modernen Neuroleptika und Antidepressiva war, führte zu einer markanten Auftrennung zwischen Allgemeinpsychiatrie und forensischer Psychiatrie, sowohl institutionell (allgemeinpsychiatrische Kliniken mit Verweildauern von wenigen Wochen, psychiatrischer Maßregelvollzug mit Verweildauer von vielen Jahren) als auch zunehmend in den wissenschaftlichen Diskursen. Erforderlich ist aber für eine Krankenversorgung, die den Patienten und auch der öffentlichen Sicherheit gerecht wird, eine enge Kooperation, bei der die Allgemeinpsychiatrie nach wie vor erhebliche Sicherheitsaufgaben zu übernehmen hat, wobei sie von der Forensik lernen kann, während sich der Maßregelvollzug rascher die Therapieerfahrungen der Allgemeinpsychiatrie aneignen muss.

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