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Erschienen in:

29.11.2019 | Gicht | Originalien

Rheuma und Kunst

Max Slevogt. Von Gicht geplagter Genussmensch und Künstler

verfasst von: Prof. Dr. H. Zeidler

Erschienen in: Zeitschrift für Rheumatologie | Ausgabe 5/2020

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Zusammenfassung

Der Maler Max Slevogt (1868–1932) gehört zusammen mit Lovis Corinth und Max Liebermann zu den bedeutendsten Vertretern des „deutschen Impressionismus“. Slevogt, ein Genussmensch, der feine Speisen und gute Weine schätzte, litt an einer akut rezidivierenden Gichtarthritis von seinem 27. Lebensjahr an. Seine Krankengeschichte wird erstmals medizinhistorisch rekonstruiert aus seinen veröffentlichten und bisher nicht veröffentlichten Briefen seines Arztes János Plesch. Nach Gichtanfällen in größeren Abständen in den ersten Krankheitsjahren nahmen die Attacken zu und manifestierten sich ab 1917 in 1‑ bis 2‑jährigen Abständen ohne Hinweise auf eine chronische Gichtarthritis. Vielfach sind seine Gichtanfälle durch Zeichnungen illustriert, die den Befall der Füße und der Knie dokumentieren. Slevogt therapierte die Gichtanfälle in der Regel mit Bettruhe, was ihn daran hinderte zu malen. Eine medikamentöse Therapie mit Colchicum setzte er nur selten ein. Diätetische Maßnahmen, eine Kur zur Gewichtsabnahme und mehrfache Badekuren, in den letzten Lebensjahren in jährlichem Abstand, gehörten zu den weiteren Therapiemaßnahmen. Die Gicht und sein intensives Rauchen führten zu einer koronaren Herzerkrankung, an der er kurz vor seinem 65. Geburtstag stirbt.
Literatur
2.
Zurück zum Zitat Hartje-Grave N (2018) Max Slevogt. Wienand, Köln Hartje-Grave N (2018) Max Slevogt. Wienand, Köln
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Metadaten
Titel
Rheuma und Kunst
Max Slevogt. Von Gicht geplagter Genussmensch und Künstler
verfasst von
Prof. Dr. H. Zeidler
Publikationsdatum
29.11.2019
Verlag
Springer Medizin
Erschienen in
Zeitschrift für Rheumatologie / Ausgabe 5/2020
Print ISSN: 0340-1855
Elektronische ISSN: 1435-1250
DOI
https://doi.org/10.1007/s00393-019-00730-0

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