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10.10.2019 | Leitthema | Ausgabe 11/2019

Bundesgesundheitsblatt - Gesundheitsforschung - Gesundheitsschutz 11/2019

Giftinformationszentren in Deutschland – Historie, Arbeitsweise und Bedeutung

Zeitschrift:
Bundesgesundheitsblatt - Gesundheitsforschung - Gesundheitsschutz > Ausgabe 11/2019
Autoren:
Dr. Dr. Axel Hahn, Kathrin Begemann
Wichtige Hinweise
Der Originalbetrag wurde korrigiert. Abbildung 3 war fehlerhaft und wurde ausgetauscht.
Zu diesem Beitrag ist ein Erratum online unter https://​doi.​org/​10.​1007/​s00103-019-03046-1 zu finden.

Zusammenfassung

Im Jahr 1963 entstanden die ersten Giftinformationszentren (GIZ) in der damaligen Bundesrepublik Deutschland (BRD) wie auch in der Deutschen Demokratischen Republik (DDR). In den 1980er-Jahren zentralisierte die DDR die Giftinformation in nur einem Zentrum, während in der BRD aufgrund der föderalen Struktur insgesamt 19 Zentren gegründet wurden. Heute gibt es nur noch 8 GIZ in Verantwortung der deutschen Bundesländer, die Teil von Universitätskliniken sind oder sich dort angesiedelt haben. In diesem Beitrag werden Geschichte, Arbeitsweise und Bedeutung der deutschen GIZ dargestellt.
GIZ beraten zu ca. 255.000 Humanexpositionen pro Jahr in einem 24-Stunden-Dienst. Sie sind eine wichtige Einrichtung zur therapeutischen Notfallversorgung, die zum großen Teil bei kindlichen Vergiftungen in Anspruch genommen wird. Die wissenschaftlichen Beiträge der deutschen GIZ sind bei internationalen Kongressen viel beachtet. Zwei Standardlehrbücher zur Vergiftungsbehandlung bei Kindern und Erwachsenen wurden herausgegeben. Der Wert der GIZ bei der adäquaten Gesundheitsversorgung und ihr monetärer Nutzen werden derzeit noch verkannt, obwohl sie bereits 1991 in ersten systematischen Auswertungen nachgewiesen werden konnten.
In Deutschland liegen für eine Risikofrüherkennung bei Vergiftungen bisher keine ausreichend repräsentativen Daten vor. Die GIZ können zusammen mit dem Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) diese Daten bereitstellen, benötigen aber dazu noch eine bessere technische und personelle Ausstattung. Der bestehende politische Auftrag, ein nationales Monitoring zum Vergiftungsgeschehen zu errichten, wird hier wegweisend sein, um die Vergiftungsunfälle beim Menschen zukünftig wissenschaftlich besser bewerten und behandeln zu können.

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