Skip to main content
main-content

17.03.2021 | Glaukom | Leitthema | Ausgabe 5/2021

Der Ophthalmologe 5/2021

Bedeutung von Citicolin bei der Glaukomerkrankung

Zeitschrift:
Der Ophthalmologe > Ausgabe 5/2021
Autoren:
F.E.B.O Prof. Dr. med. Anselm G. M. Jünemann, P. Grieb, R. Rejdak
Wichtige Hinweise

Redaktion

C. Erb

Zusammenfassung

Hintergrund

In den letzten Jahren wurde in vielen experimentellen und klinischen Studien gezeigt, dass bei der Glaukomerkrankung die neuronale Degeneration nicht nur auf der Höhe von Netzhaut und Sehnerv, sondern im Verlauf der gesamten Sehbahn und des Gehirns erfolgt.

Fragestellung

Dargestellt werden die neuroprotektive Wirkung und ihre Mechanismen von Citicolin bei der Glaukomerkrankung.

Material und Methode

Vor dem Hintergrund der Neuroanatomie, des Neuroimaging und der Pathogenese der Glaukomerkrankung wird die Relevanz erläutert. Die Daten der experimentellen und klinischen Studien werden dargelegt und ein Fazit für die klinische Anwendung gezogen.

Ergebnisse

Citicolin wirkt neuroprotektiv über glaukomrelevante Mechanismen. Die neuroprotektive Wirkung von Citicolin bei Offenwinkelglaukomen ist funktionell und morphologisch nachweisbar. Sie ist unabhängig vom Glaukomschaden und Augeninnendruck und tritt i. d. R. erst nach einem Jahr auf. Die Effekte von oralem Citicolin treten bei einer Tagesdosis von 500–1000 mg auf. Die Einnahme von Citicolin kann dauerhaft oder in Zyklen erfolgen. In den Studien traten bei der Einnahme von Citicolin keine Nebenwirkungen auf. Citicolin kann kognitive Leistungen und somit Therapieadhärenz sowie die Lebensqualität bei Glaukompatienten verbessern

Schlussfolgerung

Diese relativ alte nootrope Substanz, welche jetzt als Nahrungsergänzungsmittel vertrieben wird, scheint eine wertvolle Ergänzung zur konventionellen Therapie der Glaukomerkrankung und eine rationale Option zur Neuroprotektion und Prophylaxe zu sein.

Bitte loggen Sie sich ein, um Zugang zu diesem Inhalt zu erhalten

★ PREMIUM-INHALT
e.Med Interdisziplinär

Für Ihren Erfolg in Klinik und Praxis - Die beste Hilfe in Ihrem Arbeitsalltag als Mediziner

Mit e.Med Interdisziplinär erhalten Sie Zugang zu allen CME-Fortbildungen und Fachzeitschriften auf SpringerMedizin.de.

Weitere Produktempfehlungen anzeigen
Literatur
Über diesen Artikel

Weitere Artikel der Ausgabe 5/2021

Der Ophthalmologe 5/2021 Zur Ausgabe
  1. Ich möchte die nächsten 3 Hefte kostenlos testen.

    Wenn mir die Zeitschrift gefällt, beziehe ich nach Erhalt der Probeausgaben Der Ophthalmologe 12x pro Jahr für insgesamt 451,00 € im Inland (Abonnementpreis 416,00 € plus Versandkosten 35,00 €) bzw. 491,00 € im Ausland (Abonnementpreis 416,00 € plus Versandkosten 75,00 €).
    Dies entspricht einem Gesamtmonatspreis von 37,58 € im Inland bzw. 40,92 € im Ausland.

    Sollte ich von dieser Zeitschrift nicht überzeugt sein, informiere ich den Leserservice bis spätestens 14 Tage nach Erhalt des 3. Probeheftes.

    Alle genannten Preise verstehen sich inklusive dt. gesetzl. MwSt. In EU-Ländern gilt die jeweilige gesetzliche Mehrwertsteuer. Dadurch kann es ggf. zu Preisabweichungen bei Bestellungen aus dem Ausland kommen.

    Die Abrechnung erfolgt einmal jährlich zu Beginn des Bezugszeitraumes per Rechnung.

    Die Mindestlaufzeit dieses Abonnements beträgt ein Jahr. Das Abonnement verlängert sich automatisch jährlich um jeweils ein weiteres Jahr, wenn es nicht bis spätestens 30 Tage vor Ablauf der Vertragslaufzeit gekündigt wird. Die Kündigung muss in Textform an den Leserservice erfolgen. Es gilt das gesetzliche Mängelhaftungsrecht.
     

    Leserservice
    Springer Nature Customer Service Center
    Tiergartenstr. 15
    69121 Heidelberg
    Tel. 06221 345-4303/Fax: 06221 345-4229
    E-Mail: leserservice@springernature.com
     

Neu im Fachgebiet Augenheilkunde

21.04.2021 | Glaukom | CME | Ausgabe 6/2021

Optische Kohärenztomographie-Angiographie (OCT-A)

Überblick über die Technik und Anwendungsmöglichkeiten in Klinik und Wissenschaft

09.04.2021 | DFP-Fortbildung | Ausgabe 2/2021

Anteriore virale Uveitis

Klinik, diagnostisches Vorgehen und Behandlungsoptionen