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16.10.2020 | Glaukom | Video plus | Ausgabe 12/2020

Der Ophthalmologe 12/2020

Mikrochirurgische Kürzung des CyPass-Stents

Operationsverfahren der Neubrandenburger Augenklinik. Videobeitrag

Zeitschrift:
Der Ophthalmologe > Ausgabe 12/2020
Autoren:
Ahmed Medra, Mathias Schwanengel, Annegret Weber, Christian Karl Brinkmann
Wichtige Hinweise

Video online

Die Online-Version dieses Beitrags (https://​doi.​org/​10.​1007/​s00347-020-01247-7) enthält ein Video zur mikrochirurgischen Kürzung des CyPass-Stents (ALCON, Forth Worth, TX, USA), die durch Parazentesen und unter gonioskopischer Sicht durchgeführt wird. Beitrag und Video stehen Ihnen auf www.​springermedizin.​de zur Verfügung. Bitte geben Sie dort den Beitragstitel in die Suche ein, das Zusatzmaterial finden Sie beim Beitrag unter „Ergänzende Inhalte“.

Zusammenfassung

Operationsziel

An der Klinik für Augenheilkunde am Dietrich-Bonhoeffer-Klinikum Neubrandenburg werden Stentkürzungen nach einem Standardprotokoll zum endothelialen Schutz indiziert. Der Stent soll dabei so weit gekürzt werden, dass er maximal bis zum Skleralsporn reicht.

Indikationen

Anhand zweier Hauptkriterien wird die Indikation gestellt: die Lage des CyPass-Mikrostents (ALCON, Forth Worth, TX, USA) in Relation zu den Kammerwinkelstrukturen und das Vorliegen einer Endothelzellzahlminderung.

Kontraindikation

Es bestehen keine Kontraindikationen.

Operationstechnik

Der im online verfügbaren Video gezeigte Eingriff erfolgt jeweils in Lokalanästhesie. Die Schnitte werden individuell je nach CyPass-Position angelegt. Durch eine dem Stent gegenüberliegende, 1,2 mm korneale Parazentese wird die Vorderkammer mit einem kohäsiven Viskoelastikum gefüllt. Der Stent wird mit einer 20-Gauge-Glaskörperpinzette stabil gehalten und über eine andere, etwa 3 bis 4 Uhrzeiten vom Stent entfernt liegende, 1,4–1,8 mm Parazentese mit einer 20-Gauge-flächengebogenen Glaskörperschere unter gonioskopischer Sicht durchgeschnitten. In einigen Fällen ist zuvor eine chirurgische Synechiolyse im Bereich des Stents erforderlich. Das anteriore Stentende wird so tief wie möglich abgetrennt. Nach Absaugen des Viskoelastikums wird die Vorderkammer mit BSS („balanced salt solution“) tonisiert, und die Parazentesen werden hydriert. Eine Hornhautnaht ist nicht erforderlich.

Ergebnisse

Bis November 2019 haben wir 65 CyPass-Stents in 64 Augen mit dieser Methode gekürzt. Es ergaben sich bei 1 Auge eine Iridodialyse, bei 12 Augen eine leichte, selbstsistierende Blutung und bei 2 Augen ein Irisdefekt.

Schlussfolgerung

Das gezeigte Verfahren ermöglicht eine sichere, komplikationsarme, mikrochirurgische Kürzung des CyPass-Stents. Die Gefahr einer expulsiven Blutung bzw. einer postoperativen Fistulation wird minimiert.

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