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20.09.2019 | Glaukom | Originalien | Ausgabe 5/2020

Der Ophthalmologe 5/2020

Trabekulektomie mit Ologen®-Implantat und Bevacizumab

Zeitschrift:
Der Ophthalmologe > Ausgabe 5/2020
Autoren:
Dr. med. K. Glandorf, C. Lommatzsch, C. Heinz, J. M. Koch

Zusammenfassung

Hintergrund

Durch die subkonjunktivale Platzierung eines Ologen®-Implantats und einer zusätzlichen Applikation von Bevacizumab während einer Trabekulektomie (TE) sollen postoperative Vernarbungsprozesse reduziert und damit eine höhere chirurgische Erfolgsrate erzielt werden.

Methoden

In dieser retrospektiven monozentrischen Studie wurden Glaukompatienten nach TE mit Mitomycin C (MMC) untersucht. Die Operation erfolgte entweder ohne Ologen®-Implantat (Gruppe 1), mit Ologen®-Implantat als Bevacizumab-Depot (Gruppe 2) oder mit Ologen®-Implantat und intrakameraler Bevacizumab-Injektion (Gruppe 3). Über 12 Monate erfolgte die Nachbeobachtung hinsichtlich Augeninnendruck (IOD), Komplikationen, Folgeeingriffen und antiglaukomatöser Therapie.

Ergebnisse

Postoperativ zeigte sich kein signifikanter Unterschied bezüglich Augeninnendruck, Komplikationen, Folgeeingriffen und postoperativer antiglaukomatöser Therapie zwischen den Gruppen. Der größte Therapieerfolg (IOD nach 12 Monaten ≤15 mm Hg ohne Therapie) wurde in Gruppe 1 (77,5 %) erzielt, gefolgt von Gruppe 2 mit 63,6 % und Gruppe 3 mit 57,1 % (p = 0,34, χ2-Test).

Schlussfolgerung

Bei der TE mit MMC ohne Ologen® und Bevacizumab war der Therapieerfolg am größten. Die Ergänzung der TE mit einem Ologen®-Implantat und Bevacizumab-Applikation sind sichere Operationsverfahren, weisen jedoch in unserer Untersuchung keinen zusätzlichen Nutzen auf.

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