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06.11.2017 | Glaukom | Originalien | Ausgabe 12/2018

Der Ophthalmologe 12/2018

Wer geht wie oft zum Augenarzt in Deutschland? Ergebnisse der Studie zur Gesundheit Erwachsener in Deutschland (DEGS1)

Zeitschrift:
Der Ophthalmologe > Ausgabe 12/2018
Autoren:
A. K. Schuster, C. Wolfram, B. Bertram, N. Pfeiffer

Zusammenfassung

Fragestellung

Sehbeeinträchtigende Augenerkrankungen nehmen in der zweiten Lebenshälfte zu, insbesondere Katarakt, Glaukom und altersassoziierte Makuladegeneration. Im Rahmen dieser Studie analysieren wir die Einflussfaktoren für das Aufsuchen eines niedergelassenen Augenarztes in den letzten 12 Monaten.

Methoden

Das Aufsuchen eines Augenarztes und die Häufigkeit dessen Inanspruchnahme in den vergangenen 12 Monaten wurden in der Studie zur Gesundheit Erwachsener in Deutschland (DEGS1, Basiserhebung 2008 bis 2011, N = 7987, 52,6 % Frauen, Alter 18 bis 79 Jahre) per Selbstauskunft erfasst. Die Inanspruchnahmerate wurde unter Berücksichtigung des Studiendesigns berechnet. Mittels multipler logistischer Regression wurden Faktoren wie Alter, Geschlecht, Sozialstatus, Wohnortgröße, Krankenversicherung (gesetzlich: GKV, privat: PKV ohne und mit Beihilfe) und Vorliegen von Diabetes auf Assoziationen geprüft.

Ergebnisse

Im Alter von 18 bis 79 Jahren suchten 29,3 % der Studienteilnehmer in Deutschland einen Augenarzt in den letzten 12 Monaten auf, ab dem 60. Lebensjahr waren es 50,4 %. In der multivariablen logistischen Regression zeigte sich eine Assoziation der Konsultation mit weiblichem Geschlecht (OR = 1,51, p < 0,001), höherem Alter, der Versicherungsart (Beihilfe-versichert vs. GKV: OR = 1,43; PKV vs. GKV: OR = 0,77; p = 0,006) und dem Vorliegen von Diabetes (OR = 3,84, p < 0,001), jedoch keine Korrelation mit Sozialstatus (p = 0,29) oder Wohnortgröße (p = 0,06).

Diskussion

Fast ein Drittel der Deutschen ab 18 Jahren sucht mindestens 1‑mal im Jahr einen niedergelassenen Augenarzt auf. Insbesondere Diabetiker zeigen eine hohe Inanspruchnahme einer augenärztlichen Untersuchung, was in der interdisziplinären Zusammenarbeit und den Leitlinien zum frühzeitigen Erkennen von diabetischen Augenkomplikationen begründet sein könnte.

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