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01.03.2012 | Originalien | Ausgabe 3/2012

Der Ophthalmologe 3/2012

Glaukomerkrankungen in Rheinland-Pfalz 2010

Epidemiologie und Inanspruchnahme der Versorgung

Zeitschrift:
Der Ophthalmologe > Ausgabe 3/2012
Autoren:
MPH Dr. C. Wolfram, N. Pfeiffer
Wichtige Hinweise
Dieses Manuskript basiert auf einem Vortrag, der auf dem Kongress der Deutschen Ophthalmologischen Gesellschaft 2009 gehalten wurde.

Zusammenfassung

Hintergrund und Ziel

Die Glaukomerkrankungen gehören zu den häufigsten Ursachen irreversibler Erblindung. Über ihre Verbreitung in Deutschland liegen bislang nur wenige epidemiologische Daten vor. Fallzahlanalysen aus den Kassenärztlichen Vereinigungen können zur Abschätzung der Prävalenz verschiedener Glaukomformen und zur Illustration der Inanspruchnahme der Glaukomversorgung beitragen.

Methoden

Analyse der Häufigkeit von Verdachtsfällen sowie von Offenwinkel-, Engwinkel-, Sekundär- und sonstigen Glaukomen nach Geschlecht sowie für verschiedene Altersgruppen anhand von Fallzahlen der Kassenärztlichen Vereinigung Rheinland-Pfalz für das Jahr 2010. Herangezogen werden die quartalsweise erfassten Fälle nach ICD-10-Klassifikation mit der Codierung H40.0 bis H40.9. Zur Abschätzung der Prävalenz werden die Daten an die Bevölkerungszusammensetzung von Rheinland-Pfalz im Jahr 2010 adjustiert.

Ergebnisse

Die geschätzte Prävalenz für Fälle mit Glaukomverdacht, Offenwinkel-, Engwinkel-, Sekundär- und sonstigen Glaukomen beträgt 0,55/0,97/0,06/0,10 und 0,64% mit einer höheren Prävalenz bei höherem Lebensalter sowie bei Frauen. Die meisten Glaukomdiagnosen wurden für die Altersgruppe der 70- bis 79-Jährigen gestellt. Bis zu 15% der Bevölkerung dieser Altersgruppe nahmen die Glaukomversorgung in Anspruch. Bei über 50% aller Diagnosen wurde eine unscharfe Diagnose gestellt (Glaukomverdacht, sonstige/nicht näher bestimmte Glaukome).

Schlussfolgerungen

Die Daten der Kassenärztlichen Vereinigungen geben Auskunft über die Inanspruchnahme der ophthalmologischen Versorgung und lassen Rückschlüsse auf die Prävalenz von Glaukomerkrankungen in der Bevölkerung zu. Die Versorgungsdaten illustrieren Unschärfen der praktischen Glaukomdiagnostik und unterstreichen den Mangel einer etablierten Glaukomdefinition.

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