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47. Glukokortikoid-induzierte Osteoporose

  • 2021
  • OriginalPaper
  • Buchkapitel
Erschienen in:

Zusammenfassung

  • Alle Medikamente müssen konsequent auf ihre Knochenschädlichkeit abgefragt werden. Bei vorliegenden Interaktionen mit dem Knochen reichen häufig einfache Maßnahmen zur Prävention eines Knochenschadens: knochenfreundliche Ernährung, Rauchen einstellen, körperliche Aktivität und Vitamin D-Gabe.
  • Glukokortikoide (GC) werden immer noch häufig verschrieben: bis zu 5 % der postmenopausalen Frauen nahmen in den letzten 2 Jahren GC ein. Der Glukokortikoid-induzierte Knochenverlust ist die häufigste sekundäre Osteoporose.
  • Bei 30–50 % der Patienten unter Langzeit-GC-Gabe treten Frakturen auf. Eine schwerwiegende Komplikation stellen Osteonekrosen dar.
  • Die Wirkung der Glukokortikoide auf das Knochengewebe ist umfassend. Betroffen sind Osteoblasten, Osteozyten, Osteoklasten, Chondrozyten, Adipozyten und intraossäre Blutgefäße. Glukokortikoide vermindern die Knochenfestigkeit stärker als die Knochenmasse.
  • Prävention und Therapie der Glukokortikoid-induzierten Osteoporose sind effektiv und umfassen körperliche Aktivität, Kalzium und Vitamin D sowie eine antiresorptive oder osteoanabole Substanz. Der Therapiebeginn sollte möglichst früh erfolgen.
Titel
Glukokortikoid-induzierte Osteoporose
Verfasst von
Reiner Bartl
Christoph Bartl
Copyright-Jahr
2021
Verlag
Springer Berlin Heidelberg
DOI
https://doi.org/10.1007/978-3-662-62528-6_47
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Bildnachweise
Arthropedia, Operation an der Hand/© karegg / stock.adobe.com (Symbolbild mit Fotomodellen), Knochensäge im Einsatz bei Knie-TEP/© Issara / stock.adobe.com (Symbolbild mit Fotomodellen), Älterer Mann schaut kritisch auf Tabletten/© Mediteraneo / stock.adobe.com (Symbolbild mit Fotomodell), Speicheldrüsensonographie der Glandula parotis links bei Sjögren-Syndrom/© Zehrfeld N. et al. / all rights reserved Springer Medizin Verlag GmbH