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05.12.2016 | Medizin aktuell | Ausgabe 6/2016

HNO Nachrichten 6/2016

Glukokortikoidtherapie bei Hörsturz?

Zeitschrift:
HNO Nachrichten > Ausgabe 6/2016
Autor:
Springer Medizin
Bei akutem idiopathischem Hörverlust (Hörsturz) gelten systemisch applizierte Steroide weltweit als Standard für die primäre Behandlung. Deren Wirksamkeit wie auch die anderer Therapieoptionen sei jedoch nicht klar belegt, sagte Prof. Dr. Stefan K. Plontke, Universitätsklinik und Poliklinik für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie Halle (Saale). In der deutschen Leitlinie „Hörsturz“ [S1-Leitlinie AWMF-Reg. Nr 017/010] empfohlen und auch routinemäßig angewendet wird eine Hochdosis-Steroidtherapie, auch wenn deren Wirksamkeit und Sicherheit bislang nicht in randomisierten, kontrollierten klinischen Studien nachgewiesen wurde. Diese Evidenzlücke zu schließen und Unsicherheiten bei der Anwendung der Steroidtherapie auszuräumen, ist Ziel der bundesweiten multizentrischen Studie HODOKORT (Studie zur Wirksamkeit und Sicherheit der HOchDOsis-GlukoKORTikoid-Therapie beim akuten, idiopathischen, sensorineuralen Hörverlust), berichtete Studienleiter Plontke. Die Studie wird finanziell durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) getragen und ist eine der beiden ersten Studien des Deutschen Studienzentrums für HNO-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie (DSZ-HNO) Bonn. In einem dreiarmigen Parallelgruppendesign werden eine intravenöse sowie eine orale Hochdosis-Glukokortikoidtherapie (fünf Tage 250 mg Prednisolon intravenös bzw. fünf Tage 40 mg Dexamethason oral) im Vergleich zur international empfohlenen Standarddosistherapie (fünf Tage 60 mg Prednisolon oral plus ausschleichende Dosen) verglichen [Plontke SK et al.: HNO 2016; 64: 227–236; hodokort-studie.hno.org]. ...

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