Zum Inhalt

Ernährungskonzepte für Säuglinge, Kinder und Jugendliche: Entwicklung und Bedeutung

Erschienen in:

Zusammenfassung

Eine gesunde Ernährung von Anfang an ist eine wichtige Voraussetzung für Gesundheit, Wachstum, Entwicklung und Leistungsfähigkeit. Gesunde Ernährung im Kindes- und Jugendalter kann darüber hinaus zur Prävention weit verbreiteter Krankheiten im Erwachsenenalter beitragen. Mit den am Forschungsdepartment für Kinderernährung (FKE) entwickelten lebensmittel- und mahlzeitenbasierten Ernährungskonzepten, dem Ernährungsplan für das 1. Lebensjahr und der sich nahtlos anschließenden Optimierten Mischkost für Kinder und Jugendliche (einschließlich entsprechender Speisepläne), liegen wissenschaftlich basierte, international publizierte, praktisch bewährte, einfach vermittelbare und nachhaltige Ernährungskonzepte für das gesamte Wachstumsalter vor. Die leicht verständlichen semiquantitativen Empfehlungen und grafischen Darstellungen der Ernährungskonzepte erleichtern den Transfer der Empfehlungen in die Bevölkerung; darüber hinaus richten die Konzepte sich an Entscheidungsträger. Diese Konzepte bilden die Grundlage zur Beratung der Familien durch Kinder- und Jugendärzt:innen und Ernährungsfachkräfte.

Redaktion

Thomas Lücke, Bochum
Ertan Mayatepek, Düsseldorf
Ute Spiekerkötter, Freiburg
Norbert Wagner, Aachen
Stefan Wirth, Wuppertal
QR-Code scannen & Beitrag online lesen

Hinweis des Verlags

Der Verlag bleibt in Hinblick auf geografische Zuordnungen und Gebietsbezeichnungen in veröffentlichten Karten und Institutsadressen neutral.
Ausgangsbasis für die gesunde Ernährung von Kindern sind wissenschaftlich fundierte, in der Realität bewährte, einfach vermittelbare, lebensmittel- und mahlzeitenbasierte Empfehlungen. In Deutschland sind das der „Ernährungsplan für das erste Lebensjahr“ und die „Optimierte Mischkost“ für Kinder und Jugendliche. Diese Konzepte vereinen das präventive Potenzial einer realitätsnahen, nachhaltigen Kost mit der Sicherheit einer ausreichenden Nährstoffversorgung.

Historie

Moderne Ernährungswissenschaft ist relativ jung. Als Reaktion auf die unzureichende Nahrungsversorgung der Bevölkerung ging es vor etwa 100 Jahren zunächst um die Mangelvermeidung, zunächst von Energie und in der Folge von einzelnen Nährstoffen. In den weiteren Jahrzehnten sind daraus differenzierte Empfehlungen für Mengen einzelner Nährstoffe in den verschiedenen Altersstufen entstanden [1]. Institutionalisierte Empfehlungen für die Zufuhr von Nährstoffen wurden erstmals 1943 in den USA als „Recommended Dietary Allowances“ veröffentlicht [2]. Diese Werte sind Durchschnittswerte aus laborexperimentellen, biochemischen bzw. klinischen Daten; sie können auch pragmatisch aus rein empirischen Befunden abgeleitet sein. Daher können die Referenzwerte verschiedener nationaler und internationaler Institutionen auch voneinander abweichen. Empfehlungen für die Nährstoffzufuhr sind dynamisch und erfahren im Laufe der Zeit Veränderungen, weil neue Daten und Erkenntnisse zu berücksichtigen sind [3].
Mit zunehmender Bedeutung ernährungsmitbedingter Zivilisationskrankheiten und vermehrt aufkommenden restriktiven Spezialdiäten rückte in den letzten Jahrzehnten das präventive Potenzial von Ernährung zunehmend in den Fokus. Nach diesem Verständnis kann und sollte eine gesunde Ernährung im Kindesalter auch zur Prävention weit verbreiteter ernährungsmitbedingter Krankheiten im Erwachsenenalter beitragen, wie etwa Herz-Kreislauf-Krankheiten, Typ-2-Diabetes und einiger Karzinome [4].
Gegen Ende des letzten Jahrhunderts wuchs insbesondere in der Public Health die Erkenntnis, dass wissenschaftliche Empfehlungen für die Nährstoffzufuhr in praktische, lebensmittelbezogene Empfehlungen umgesetzt werden müssen, damit sie für die Bevölkerung verständlich und anwendbar werden und so in der Breite wirksam werden können. Diese sog. lebensmittelbezogenen Ernährungsempfehlungen (Food Based Dietary Guidelines, FBDG) berücksichtigen tradierte und kulturelle Ernährungsgewohnheiten, um gesunde Ernährungsgewohnheiten zu erleichtern (Infobox 1). Die wirksame Anwendung erfordert die Umsetzung wissenschaftlicher Informationen in praktische Konzepte, die greifbare und messbare Auswirkungen sowohl auf individueller als auch auf Bevölkerungsebene haben (Infobox 2; [5]).
Infobox 1 Kriterien für die Formulierung lebensmittelbezogener Ernährungsempfehlungen
  • Übersetzung von nährstoffbezogenen Richtlinien in Lebensmittel
  • Berücksichtigung existierender Ernährungsgewohnheiten und Gesundheitsprobleme
  • Berücksichtigung traditionell-kulturell geprägter Gewohnheiten
  • Für die Gesamtbevölkerung, bedarfsorientiert
  • Für die Gesamternährung, nicht nur einzelne Lebensmittel
Infobox 2 Kriterien für den effektiven Transfer in die Bevölkerung
  • Praktische, leicht verständliche Formulierung
  • Übersetzung in visualisierte Kurzbotschaften
  • Effektive Verbreitung

Anwendung in der Kinderernährung in Deutschland

Mit den am Forschungsdepartment für Kinderernährung (FKE) entwickelten lebensmittel- und mahlzeitenbasierten Ernährungskonzepten, dem „Ernährungsplan für das 1. Lebensjahr“ (Ernährungsplan) und der sich nahtlos anschließenden „Optimierten Mischkost“ (OMK) für omnivor ernährte Kinder und Jugendliche, liegen wissenschaftlich basierte, praktisch bewährte Ernährungskonzepte für das gesamte Wachstumsalter vor (Abb. 1a, b). Diese Konzepte hatten den Übergang von nährstoffbasierten zu lebensmittelbasierten Empfehlungen bereits vorweggenommen [6], bevor FBDG international entstanden sind [7].
Abb. 1
Das Ernährungskontinuum. a Mutter, Kind, Jugendliche:r; b schematische Darstellung
Bild vergrößern

Semiquantitative Empfehlungen

Üblicherweise sind Ernährungsbotschaften für die Bevölkerung semiquantitative Empfehlungen. Diese Empfehlungen sollten leicht verständlich und gut erinnerlich sein [7, 8]. Für eine erfolgreiche Ernährungskommunikation können verschiedene Perspektiven aktiviert werden [9]. Beispielsweise werden Ernährungsempfehlungen oft über mehrere Kommunikationsebenen vermittelt, etwa als einfache Botschaften, kombiniert mit Abbildungen (etwa Tellerdarstellung „MyPlate“) oder Modellen (etwa Ernährungspyramiden; [10]).
Die semiquantitativen Empfehlungen für die Kinderernährung in Deutschland sind in Abb. 2 dargestellt. Für die Säuglingsernährung gilt der Ernährungsplan für das erste Lebensjahr (Abb. 2a; [11]). Er zeigt, in welchem Zeitraum welche Beikostmahlzeiten neben dem Stillen eingeführt werden, und ermöglicht dann einen nahtlosen Übergang von der Säuglingsernährung in die Kinderernährung als Teil der Familienkost. Der Plan ist auf die Meilensteine in der Essentwicklung abgestimmt. Anschließend gilt die Optimierte Mischkost für Kinder und Jugendliche von einem bis 18 Jahren. Hier sind die 3 einfachen Regeln für die Lebensmittelauswahl als visualisierte Kurzbotschaften dargestellt (Abb. 2b; [13]).
Abb. 2
Ernährungsplan für das erste Lebensjahr (a) und Regeln für die optimierte Mischkost (b)
Bild vergrößern

Detaillierte Empfehlungen

Lebensmittel(-mengen), 7-Tage-Speisepläne

Zur wissenschaftlichen Rechtfertigung müssen diese vereinfachten, lebensmittelbasierten Empfehlungen immer wieder durch Detailrechnungen evaluiert werden, um sicherzustellen, dass die tatsächlichen Nährstoffbedarfe für die verschiedenen Altersgruppen gedeckt werden. Dazu müssen die verwendeten Lebensmittel und deren Mengen genau bekannt sein. Diese Anforderung wird in den FKE-Konzepten in Form von Speiseplänen erfüllt, die auch auf die Entwicklungsschritte der Ess-Entwicklung abgestimmt sind [14]. Dafür sind in der Regel 7‑Tage-Speisepläne erforderlich, damit einerseits die Vielfalt der Lebensmittel abgebildet wird, und weil andererseits die Referenzwerte für die Nährstoffzufuhr bei gemischter Kost über 7 Tage erreicht werden sollen.
Die genaue Erfassung von Art und Menge der Lebensmittel über Speisepläne beginnt bereits bei der Beikost im 2. Lebenshalbjahr (Abb. 3a) und setzt sich in den Speiseplänen der Optimierten Mischkost fort (Abb. 3b).
Abb. 3
a Speisepläne für Beikost im Ernährungsplan. b Beispieltag aus dem 7‑Tage-Speiseplan der Optimierten Mischkost
Bild vergrößern

Evaluation: Kontrolle der Nährstoffzufuhr

Die detaillierten vom Forschungsdepartment für Kinderernährung entwickelten Speisepläne erlauben den Vergleich mit nationalen und internationalen Referenzwerten für die Nährstoffzufuhr [15, 16]. Für den Ernährungsplan ergänzen sich die Beikostmahlzeiten mit der Muttermilch zu einer ausgewogenen täglichen Nährstoffzufuhr (Abb. 4). Über die Evaluation werden insbesondere auch die kritisch niedrigen Nährstoffe Eisen und Jod erkennbar [12].
Abb. 4
Tägliche Zufuhr ausgewählter Nährstoffe nach dem Ernährungsplan für das 1. Lebensjahr (Säugling von 8 Monaten) und Bezug auf die nationalen Referenzwerte (Milchanteil: Muttermilch bzw. Formula)
Bild vergrößern

Bedeutung von Mahlzeiten

Die Menschen orientieren sich für ihre Ernährung nicht an den Nährstoffgehalten verschiedener Speisen, sondern sie essen Lebensmittel, meist als Bestandteile der täglichen Mahlzeiten. Das gilt besonders für Kinder und Jugendliche. Angepasst an dieses intuitive Ernährungsverständnis ergänzen sich die Mahlzeiten des Tages mit ihren unterschiedlichen Lebensmittel- und Nährstoffprofilen (Abb. 5) in der Beikost des Ernährungsplans und in der Optimierten Mischkost im Sinne eines Baukastensystems zu einer Tageszufuhr von Nährstoffen, die den aktuellen wissenschaftlichen Referenzwerten für die Nährstoffzufuhr entspricht [17].
Abb. 5
Nährstoffprofil einer durchschnittlichen warmen Hauptmahlzeit in der optimierten Mischkost. (Modifiziert nach Kersting et al. [17])
Bild vergrößern

Anwendbarkeit: Konzepte auf sicherer Grundlage

Mit dem Transfer der wissenschaftlich basierten Empfehlungen für die Nährstoffzufuhr in leicht verständliche Botschaften für die Lebensmittelauswahl und weiter vereinfachte visuelle Darstellungen ist eine wesentliche Bedingung für die breite Anwendung der FKE-Konzepte im Sinne der „Public Health“ erfüllt [18].
Dabei gilt, dass auch lebensmittelbasierte Empfehlungen als Orientierungswerte zu verstehen sind. Für die Beratung müssen diese generellen Vorgaben im Einzelfall sinnvoll und pragmatisch angepasst werden. Für die Umsetzung der Empfehlungen können Kompromisse mit Augenmaß notwendig sein. In der Optimierten Mischkost sind die „tolerierten Süßigkeiten“ (besonders fett- und zuckerreiche Lebensmittel) beispielsweise schon als Kompromiss an die Lebenswirklichkeit eingearbeitet (damit im Einklang mit aktuellen Empfehlungen zur Begrenzung der Zuckerzufuhr [19]). Über wiederholte Evaluationen stellt das FKE sicher, dass die semiquantitativen Empfehlungen für die Lebensmittelauswahl stets auf einer soliden wissenschaftlichen Basis stehen [12, 17].
Die Ernährungskonzepte bilden die Grundlage für die Beratung in den Praxen der Kinder- u. Jugendärzt:innen [20, 21] wie auch für die Beratung über Ernährungsfachkräfte und Diätberater:innen [22] und finden sich überdies in einschlägigen Lehrbüchern der Pädiatrie. Sie bieten einen Rahmen für Leitlinien [23], zur Bewertung von Ernährungserhebungen [24, 25], zur individuellen Einschätzung selbstgewählter restriktiver (etwa vegetarischer bzw. veganer) Diäten [26, 27], zur Quantifizierung der Aufnahme von Begleitsubstanzen in Lebensmitteln [28] und sie sind Grundlage zur Ermittlung der Kosten medizinisch indizierter Diäten sowie der Bewertung von Ernährungsregelsätzen in der Sozialgesetzgebung [29].

Aktuelle Entwicklung: Nachhaltigkeit

Der globale Klimawandel erfordert Verhaltensanpassungen in der Gesellschaft, auch seitens der Ernährungsgewohnheiten. Ernährungsempfehlungen beziehen sich somit nicht mehr nur auf die adäquate Nährstoffzufuhr, sondern sollten auch nachhaltige Aspekte berücksichtigen, wie von der EAT-Lancet Commission global empfohlen [30]. Dabei ist aber gerade für Kinder besonders auf einen Kompromiss zwischen der planetaren Gesundheit der Ernährung und einer ausreichenden Nährstoffzufuhr zu achten [31].
Aufbauend auf den Empfehlungen für eine nachhaltige Ernährung wurde der detaillierte Planetary Health Diet Index (PHDI) entwickelt, der Nährwert und Nachhaltigkeit einer Kost einstuft [32]. Bei Anwendung auf die Optimierte Mischkost lag dieser PHDI bereits für die ursprüngliche OMK bei etwa der Hälfte des Maximalwertes (die OMK hatte schon immer reichlich pflanzliche und nur mäßig tierische Lebensmittel empfohlen). Durch gezielte, praktisch mögliche Modifikationen in den 7‑Tage-Speiseplänen konnte die Nachhaltigkeit der OMK noch weiter erhöht werden, ohne Nachteile für die Sicherheit der Nährstoffzufuhr [33].
In einem international publizierten Übersichtsartikel zu lebensmittelbasierten Ernährungsempfehlungen (FBDG) in Europa wird 2018 angemerkt, dass für die Weiterentwicklung dieser Empfehlungen Aspekte wie Nachhaltigkeit, gezielte Zuschneidung auf Teilgruppen, Quantifizierung der Aufnahme von Lebensmittelkontaminanten und die Individualisierung stärker berücksichtigt werden sollten [34]. Mit der Möglichkeit zur Berücksichtigung der Energie- und Nährstoffbedürfnisse verschiedener Altersstufen, der Möglichkeit zur genauen Berechnung der Nährstoffzufuhr (und damit auch der Zufuhr möglicher Kontaminanten) und der aktuellen Berücksichtigung und weiteren Optimierung der Nachhaltigkeit erfüllt die Optimierte Mischkost heute schon wesentliche anvisierte Entwicklungsziele für lebensmittelbasierte Ernährungsempfehlungen in Europa. Die Grundlage hierfür wurde bereits mit dem Ernährungsplan für das 1. Lebensjahr gelegt.

Fazit für die Praxis

  • Eine gesunde Ernährung von Anfang an ist eine wichtige Voraussetzung für Gesundheit, Wachstum, Entwicklung und Leistungsfähigkeit. Gesunde Ernährung im Kindesalter leistet einen wesentlichen Beitrag zur Prävention weit verbreiteter Krankheiten im Erwachsenenalter und ist daher auch volkswirtschaftlich von hoher Relevanz.
  • Mit den am FKE entwickelten lebensmittel- und mahlzeitenbasierten Ernährungskonzepten, dem Ernährungsplan für das 1. Lebensjahr und der sich nahtlos anschließenden Optimierten Mischkost für Kinder und Jugendliche liegen wissenschaftlich basierte, praktisch bewährte und nachhaltige Ernährungskonzepte für das gesamte Wachstumsalter vor.
  • In der Kinderernährung bilden die Ernährungskonzepte die Grundlage zur Beratung der Familien durch Kinder- und Jugendärzt:innen und Ernährungsfachkräfte.
  • Ernährungskonzepte unterliegen dem Wandel der Zeit und erfordern eine Anpassung an Änderungen der Ernährungsgewohnheiten oder der Umwelt.

Einhaltung ethischer Richtlinien

Interessenkonflikt

Die Angaben zum Interessenkonflikt orientieren sich am Formular des International Committee of Medical Journal Editors (ICMJE). H. Kalhoff hat keinerlei Unterstützung für das vorliegende Manuskript erhalten. In den letzten 36 Monaten erhielt er Honorare für Referententätigkeit beim DGKJ-Ernährungskurs und Bezahlung für Sachverständigengutachten als Gutachter für Sozialgerichte. Er ist Mitglied der Ernährungskommission der DGKJ und Vorsitzender im Verein zur Förderung der biomedizinischen und klinischen Forschung e. V., Dortmund. M. Kersting hat keinerlei Unterstützung für das vorliegende Manuskript erhalten. Sie erklärt, dass für die letzten 36 Monate keinerlei Beziehungen, Tätigkeiten und Interessen, die mit dem Inhalt des Manuskripts im Zusammenhang stehen, offenzulegen sind. T. Lücke hat keinerlei Unterstützung für das vorliegende Manuskript erhalten. In den letzten 36 Monaten erhielt er Honorare für Referententätigkeit beim DGKJ-Ernährungskurs sowie Vortragshonorare von Nestle Nutricia und Milupa. Er erhielt eine Bezahlung für Sachverständigengutachten von RA Meyer-Köring in Berlin (Gutachten Vit.-B12-Mangel). Er ist Vorsitzender der Ernährungskommission der DGKJ, Rubrikherausgeber der MoKi, Herausgeber der NiKuP und Vorstandsmitglied der GNP.
Für diesen Beitrag wurden von den Autor/-innen keine Studien an Menschen oder Tieren durchgeführt. Für die aufgeführten Studien gelten die jeweils dort angegebenen ethischen Richtlinien.
Open Access Dieser Artikel wird unter der Creative Commons Namensnennung 4.0 International Lizenz veröffentlicht, welche die Nutzung, Vervielfältigung, Bearbeitung, Verbreitung und Wiedergabe in jeglichem Medium und Format erlaubt, sofern Sie den/die ursprünglichen Autor(en) und die Quelle ordnungsgemäß nennen, einen Link zur Creative Commons Lizenz beifügen und angeben, ob Änderungen vorgenommen wurden. Die in diesem Artikel enthaltenen Bilder und sonstiges Drittmaterial unterliegen ebenfalls der genannten Creative Commons Lizenz, sofern sich aus der Abbildungslegende nichts anderes ergibt. Sofern das betreffende Material nicht unter der genannten Creative Commons Lizenz steht und die betreffende Handlung nicht nach gesetzlichen Vorschriften erlaubt ist, ist für die oben aufgeführten Weiterverwendungen des Materials die Einwilligung des jeweiligen Rechteinhabers einzuholen. Weitere Details zur Lizenz entnehmen Sie bitte der Lizenzinformation auf http://creativecommons.org/licenses/by/4.0/deed.de.

Hinweis des Verlags

Der Verlag bleibt in Hinblick auf geografische Zuordnungen und Gebietsbezeichnungen in veröffentlichten Karten und Institutsadressen neutral.
Download
Titel
Ernährungskonzepte für Säuglinge, Kinder und Jugendliche: Entwicklung und Bedeutung
Verfasst von
Prof. Dr. Hermann Kalhoff
Mathilde Kersting
Thomas Lücke
Publikationsdatum
20.02.2025
Verlag
Springer Medizin
Erschienen in
Monatsschrift Kinderheilkunde / Ausgabe 2/2026
Print ISSN: 0026-9298
Elektronische ISSN: 1433-0474
DOI
https://doi.org/10.1007/s00112-025-02137-5
1.
Zurück zum Zitat Mozaffarian D, Rosenberg I, Uauy R (2018) History of modern nutrition science-implications for current research, dietary guidelines, and food policy. BMJ 361:k2392. https://doi.org/10.1136/bmj.k2392CrossRefPubMedPubMedCentral
2.
Zurück zum Zitat Recommended Dietary Allowances, Nutrition Reviews, Volume 1, Issue 6, April 1943, Pages 164–168, https://doi.org/10.1111/j.1753-4887.1943.tb08024.x
3.
Zurück zum Zitat EFSA Panel on Dietetic Products, Nutrition, and Allergies (NDA) (2010) Scientific opinion on principles for deriving and applying dietary reference values. EFSA J 8(3):1458. https://doi.org/10.2903/j.efsa.2010.1458CrossRef
4.
Zurück zum Zitat Global Burden of Disease (2018) Disease and Injury Incidence and Prevalence Collaborators. Global, regional, and national incidence, prevalence, and years lived with disability for 354 diseases and injuries for 195 countries and territories, 1990–2017: a systematic analysis for the Global Burden of Disease Study 2017. Lancet 392(10159):1789–1858. https://doi.org/10.1016/S0140-6736(18)32279-7CrossRef
5.
Zurück zum Zitat Magni P, Bier DM, Pecorelli S, Agostoni C, Astrup A et al (2017) Perspective: improving nutritional guidelines for sustainable health policies: current status and perspectives. Adv Nutr 8(4):532–545. https://doi.org/10.3945/an.116.014738CrossRefPubMedPubMedCentral
6.
Zurück zum Zitat Kersting M, Chahda C, Schöch G (1993) Die Optimierte Mischkost als Präventionsernährung für Kinder und Jugendliche. Teil 1: Lebensmittelauswahl, Teil 2: Nährstoffzufuhr, Teil 3: Speisepläne. ErnaehrungsUmschau 40:164–169 (204–209; B17–B19)
7.
Zurück zum Zitat Preparation and use of food-based dietary guidelines (1998) Report of a joint FAO/WHO consultation. FAO/WHO. World Health Organ Tech Rep Ser. 880:i–vi, 1–108. PMID: 9795598.
8.
9.
Zurück zum Zitat Gavaravarapu SM (2019) Nutrition communication—Rhetoric & reality. Indian J Med Res 149(3):333–344. https://doi.org/10.4103/ijmr.IJMR_1772_18CrossRefPubMedPubMedCentral
10.
Zurück zum Zitat Kong HK, Zainab F, Turner AM, Bekemeier B, Backonja U (2024) Trends in and effectiveness of infographics for health communication: a scoping review. Health Commun. https://doi.org/10.1080/10410236.2024.2342595CrossRefPubMed
11.
Zurück zum Zitat Kersting M, Kalhoff H, Voss S, Jansen K, Lücke T (2020) Translating European child nutrition guidelines into practice—the German dietary scheme for the first year of life. J Pediatr Gastroenterol Nutr 71(4):550–556CrossRefPubMed
12.
Zurück zum Zitat Kersting M, Kalhoff H, Voss S, Jansen K, Lücke T (2021) Empfehlungen für die Säuglingsernährung in Deutschland – der aktualisierte Ernährungsplan für das 1. Lebensjahr. Ernahr Umsch 68(6):110–116
13.
Zurück zum Zitat Kersting M, Kalhoff H, Lücke T (2017) Von Nährstoffen zu Lebensmitteln und Mahlzeiten. Das Konzept der Optimierten Mischkost für Kinder und Jugendliche in Deutschland. Aktuel Ernahrungsmed 42:304–315CrossRef
14.
Zurück zum Zitat Kalhoff H, Kersting M, Sinningen K, Lücke T (2024) Development of eating skills in infants and toddlers from a neuropediatric perspective. Ital J Pediatr 50(1):110. https://doi.org/10.1186/s13052-024-01683-0CrossRefPubMedPubMedCentral
15.
Zurück zum Zitat Deutsche Gesellschaft für Ernährung, Österreichische Gesellschaft für Ernährung (2024) Referenzwerte für die Nährstoffzufuhr. https://www.dge.de/wissenschaft/referenzwerte/. Zugegriffen: 30. Sept. 2024
16.
Zurück zum Zitat European Food Safety Authority (2024) Dietary reference values. https://www.dge.de/wissenschaft/referenzwerte/. Zugegriffen: 30. Sept. 2024
17.
Zurück zum Zitat Kersting M, Kalhoff H, Sinningen K, Lücke T (2022) A new perspective on meals as part of an Optimized Mixed Diet for children and adolescents. Front Nutr 9:981587. https://doi.org/10.3389/fnut.2022.981587CrossRefPubMedPubMedCentral
18.
Zurück zum Zitat EFSA Panel on Dietetic Products, Nutrition, and Allergies (NDA) (2010) Scientific opinion on establishing food-based dietary guidelines. EFSA J 8(3):1460. https://doi.org/10.2903/j.efsa.2010.1460CrossRef
19.
Zurück zum Zitat Ernst JB, Arens-Azevêdo U, Bitzer B, Bosy-Westphal A, de Zwaan M et al (2018) Quantitative Empfehlung zur Zuckerzufuhr in Deutschland. Deutsche Adipositas-Gesellschaft, Deutsche Diabetes Gesellschaft und Deutsche Gesellschaft für Ernährung, Bonn
20.
Zurück zum Zitat Kalhoff H, Lücke T, Voss S, Jansen K, Kersting M (2020) Vegetarische und vegane Ernährung bei Säuglingen. Ein Beispiel/Modell für selbstgewählte Exklusionsdiäten. Kinder Jugendarzt 51(6):408–413
21.
Zurück zum Zitat Kersting M, Lücke T, Voss S, Jansen K, Kalhoff H (2020) Vegetarische und vegane Ernährung bei Kindern, Jugendlichen und in der Schwangerschaft. Kinder Jugendarzt 51(7):471–474
22.
Zurück zum Zitat Kalhoff H, Lücke GT, Sinningen K (2024) Kinderernährung: Empfehlungen und kritisch knappe Nährstoffe in der Lebenswirklichkeit. VFEDaktuell Plus 202:43–48
23.
Zurück zum Zitat (2019) S3-Leitlinie zur Prävention und Therapie der Adipositas bei Kindern und Jugendlichen. https://www.awmf.org/leitlinien/detail/ll/050-002.html. Zugegriffen: 27. Sept. 2024
25.
Zurück zum Zitat Burgard L, Jansen S, Spiegler C, Brettschneider A‑K, Straßburg A et al (2024) Unfavorable nutrient intakes in children up to school entry age: results from the nationwide German KiESEL study. Front Nutr 10:1302323. https://doi.org/10.3389/fnut.2023.1302323CrossRefPubMedPubMedCentral
26.
Zurück zum Zitat Kalhoff H, Lücke T, Kersting M (2019) Praktische Beratung und Betreuung bei vegetarischer Kinderernährung. Monatsschr Kinderheilkd 167:803–812CrossRef
27.
Zurück zum Zitat Kalhoff H, Kersting M, Sinningen K, Lücke T (2024) A sustainable mixed diet for children without compromising nutritional needs: the vitamin B12 issue. Food Sci Nutr 00:1–8
28.
Zurück zum Zitat Kersting M, Kalhoff H, Honermeier B, Sinningen K, Lücke T (2022) Erucic acid exposure during the first year of life—Scenarios with precise food-based dietary guidelines. Food Sci Nutr 10(1):115–121. https://doi.org/10.1002/fsn3.2652CrossRefPubMed
29.
Zurück zum Zitat Belgardt A, Kersting M, Sinningen K, Schmidt-Choudhury A, Jochum F, Claßen M, Lücke T (2024) Kann das Bürgergeld die Lebensmittelkosten einer gesunden Ernährung von Kindern- und Jugendlichen decken? Bundesgesundheitblatt 68:160–166
30.
Zurück zum Zitat Willett W, Rockström J, Loken B, Springmann M, Lang T et al (2019) Food in the Anthropocene: the EAT-lancet commission on healthy diets from sustainable food systems. Lancet 393(10170):447–492. https://doi.org/10.1016/S0140-6736(18)31788-4CrossRefPubMed
31.
Zurück zum Zitat Moreno LA, Meyer R, Donovan SM, Goulet O, Haines J, Kok FJ, Van’t Veer P (2022) Perspective: striking a balance between planetary and human health—is there a path forward? Adv Nutr 13(2):355–375CrossRefPubMed
32.
Zurück zum Zitat Cacau LT, De Carli E, de Carvalho AM, Lotufo PA, Moreno LA, Bensenor IM, Marchioni DM (2021) Development and validation of an index based on EAT-lancet recommendations: the planetary health diet index. Nutrients 13(5):1698. https://doi.org/10.3390/nu13051698CrossRefPubMedPubMedCentral
33.
Zurück zum Zitat Kersting M, Kalhoff H, Zahn K, Belgardt A, Cacau LT, Moreno LA, Sinningen K, Lücke T (2024) How to improve sustainability of nutrient dense diets for children and adolescents: an exemplary assessment in Germany. Eur J Nutr 64(1):11. https://doi.org/10.1007/s00394-024-03530-8CrossRefPubMedPubMedCentral
34.
Zurück zum Zitat Bechthold A, Boeing H, Tetens I, Schwingshackl L, Nothlings U (2018) Perspective: food-based dietary guidelines in europe. Scientific concepts, current status, and perspectives. Adv Nutr 9:544–560CrossRefPubMedPubMedCentral

Passend zum Thema

ANZEIGE

Aktuelle Empfehlungen: Expertenkonsensus zum B12-Mangel

Vitamin-B12-Mangel kann schwerwiegende Folgen haben, wenn er nicht rechtzeitig wirksam behandelt wird. Ein internationales Experten-Gremium hat daher ein Konsensus-Statement mit aktuellen Empfehlungen für das Management des Mangels in der Praxis erarbeitet.

Erfahren Sie mehr.

ANZEIGE

Unterschätztes Risiko: Vitamin-B12-Mangel durch Metfomin & PPI

Medikamente wie Metformin und Protonenpumpeninhibitoren (PPI) können einen folgenschweren Mangel an Vitamin B12 verursachen.

Lesen Sie hier, worauf bei der Langzeitmedikation zu achten ist.

ANZEIGE

Vitamin-B12-Mangel: Fatal verkannt!

Ein Vitamin-B12-Mangel wird aufgrund der vielfältigen Symptome oftmals erst nach Jahren diagnostiziert. Durch eine späte Therapie steigt das Risiko für schwerwiegende, teils irreversible Schäden.

Erfahren Sie hier, wie Sie den Mangel erkennen und wirksam behandeln können.

Passend zum Thema

ANZEIGE

Immunsystem unterstützen: Welche Rolle spielt Zink?

Zinkmangel kann die Anfälligkeit für Atemwegsinfekte und für Allergien erhöhen. Lesen Sie hier, was eine Zinktherapie leisten kann und was in der Praxis zu beachten ist. 

WÖRWAG Pharma GmbH & Co. KG
ANZEIGE

Bei Risikogruppen: Impf- und Zinkstatus im Blick

Ältere und chronisch kranke Menschen sind häufig von Zinkmangel betroffen. Gleichzeitig zählen sie zu den Risikogruppen für schwere Atemwegsinfekte. Lesen Sie hier, warum Impfstatus und Zinkstatus so relevant sind.

ANZEIGE

Ernährungsfallen: Wann die Zinkversorgung knapp werden könnte

Selbst bei ausreichender Aufnahme von Zink über die Nahrung kann es aufgrund von bestimmten Ernährungsvorlieben zu einem Mangel kommen. Erfahren Sie mehr. 

Passend zum Thema

ANZEIGE

Mikrobiom und Darmgesundheit im Fokus

Das Darmmikrobiom gewinnt zunehmend an Bedeutung– sowohl in der Forschung als auch in der ärztlichen Praxis. Erfahren Sie mehr über das Mikrobiom, mit Dysbiosen assoziierte Erkrankungen wie das Reizdarmsyndrom und Nahrungsmittelunverträglichkeiten sowie Ansätze zur Verbesserung der Darmgesundheit – für mehr Lebensqualität.

ANZEIGE

Postbiotika: Wie sie die Darmgesundheit fördern können

Bei der Fermentation zur Herstellung von Postbiotika werden In­haltsstoffe wie Vitamine, Polyphenole und andere sekundäre Pflanzenstoffe für den Körper besser verfügbar gemacht, während Antinährstoffe abgebaut werden. Zudem werden biogene Amine wie Spermin und Spermidin gebildet sowie wichtige kurzkettige Fettsäuren (SCFA) produziert.

ANZEIGE

Darmgesundheit – neu gedacht: Das Medibiom®-Programm

Medice hat einen besonderen Ansatz entwickelt, um Darmgesundheit zu fördern: Sie bietet Personen mit darmassoziierten Beschwerden, gereiztem Darm und Nahrungsmittelunverträglichkeiten ein ursachenorientiertes, synergistisches Programm zur praktischen Umsetzung einer gezielt darmgesunden Lebensweise an.

Passend zum Thema

ANZEIGE

Positive Effekte von STW 5 bei Reizdarmsyndrom

Neue klinische Daten zeigen, dass STW 5 einen positiven Effekt auf die Wahrnehmung gasbedingter abdomineller Beschwerden wie Blähungen haben kann. Hier finden Sie die Ergebnisse einer placebo-kontrollierten Studie.

ANZEIGE

Grünes Rezept: Mehr Aufmerksamkeit nötig – aktuelle Umfrage

Bekannt oder noch ein Geheimtipp? Eine aktuelle, repräsentative Umfrage zeigt, dass das Grüne Rezept noch nicht weit verbreitet ist, obwohl das Interesse groß ist.

ANZEIGE

Digitale Gesundheitsanwendungen: Vorteile für Betroffene und Praxis

Digitale Gesundheitsanwendungen (DiGA) bieten zahlreiche Vorteile für Patientinnen und Patienten sowie für die behandelnden Ärzt*innen. Sie unterstützen bei der Aufklärung, Therapie und im Krankheitsmanagement, was zu einer verbesserten Patient*innenversorgung und effizienteren Abläufen in der Praxis führt.

ANZEIGE

Ob jung, ob alt, Reizdarm und -magen gezielt therapieren

Erfahren Sie mehr über die gezielte Behandlung von Reizdarm und Reizmagen. Mit Expertenwissen von Prof. Dr. Madisch, Prof. Dr. Gerner und Prof. Dr. Labenz zu biopsychosozialen Konzepten und spezifischen Therapieansätzen auch für Kinder, Jugendliche und geriatrische Patienten.

Bayer Vital GmbH

Die CME App von Springer Medizin

CME-Punkte sammeln leicht gemacht – Fortbildung, wann und wo Sie wollen

Die CME-App bietet einen schnellen Zugang zu über 500 zertifizierten medizinischen Fortbildungen aus Springer-Publikationen und deckt über 35 Fachbereiche ab. Sie gibt einen perfekten Überblick über das Kursangebot, ermöglicht einfaches Vormerken, Teilnehmen und CME-Punkte-Sammeln.
 

Laden im App Store        Laden bei Google Play

Mehr Infos
Bildnachweise
Kind im Hochstuhl mit Löffel im Mund vor Breigläschen/© Oksana Kuzmina / stock.adobe.com (Symbolbild mit Fotomodell), Person schreibt Vitamin B12/© Adobe Stock, Bunte Tabletten/© stock.adobe.com , Neuer Inhalt/© DimaSobko/ Colourbox.de, Grafische Darstellung: Schutzschild umgeben von Viren, generiert mit KI/© Tondone | AdobeStock, Ältere Frau putzt sich die Nase in Arztpraxis/© Wörwag Pharma | KI-generiert, Zinkhaltige Lebensmittel von oben/© artemidovna | AdobeStock, Teaserbild Content Hub Mediom/© mi-viri | iStock , Teaserbild: Postbiotika: Wie die Darmgesundheit gefördert werden kann/© Sebastian Kaulitzki / fotolia.c, Person mit virtuellem Darm/© mi-viri | iStock, Illustration des Magen-Darm-Traktes im Körper/© Bayer Vital GmbH, Arzt übergibt Patientin grünes Rezept (Symbolbild mit Fotomodellen)/© Kzenon | Adobe Stock, Bayer Vital GmbH, Ärztin zeigt Patientin etwas auf einem Smartphone/© Hero Images Inc. | Getty Images, Neuer Inhalt/© Bayer Vital GmbH (Iberogast®), CME App