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01.11.2015 | CME Zertifizierte Fortbildung | Ausgabe 7/2015

Notfall +  Rettungsmedizin 7/2015

Grundlegende Techniken des Wundverschlusses in der Notaufnahme

Zeitschrift:
Notfall + Rettungsmedizin > Ausgabe 7/2015
Autoren:
M.T. Zacher, A.M. Högele, M. Hanschen, F. von Matthey, A.-K. Beer, F. Gebhardt, P. Biberthaler, K.-G. Kanz
Wichtige Hinweise
Ein Erratum zu diesem Beitrag ist unter http://​dx.​doi.​org/​10.​1007/​s10049-016-0209-y zu finden.

Zusammenfassung

Die Versorgung von Wunden stellt einen zentralen Aufgabenbereich für Notaufnahmen dar. Nur die umgebene intakte Haut, nicht die Wunde selbst, sollte vor Beginn der definitiven Wundversorgung desinfiziert werden. Störende Haare im Wundbereich können mit Schere oder Clipper gekürzt werden; eine Rasur ist wegen der Verletzung der Haarfollikel nicht angezeigt. Das Lokalanästhetikum wird direkt durch die freiliegenden Wundränder injiziert. Nach Wundinspektion und Spülung mit Ringer-, Kochsalzlösung oder Aqua dest. bei größeren Wunden erfolgt die definitive Versorgung der Wunde. Stark verschmutztes und devitalisiertes Gewebe erfordert ein sorgfältiges Wund-Débridement. Die Möglichkeiten des definitiven Wundverschlusses und die dafür verwendeten Materialien sind vielfältig. Häufige Anwendung in Notaufnahmen finden Gewebekleber, Wundnahtstreifen, Klammernaht und die verschiedenen Methoden der Wundnaht. Bei gering blutenden Verletzungen der behaarten Kopfhaut können alternative Verfahren der Wundversorgung wie das Verkleben von Haaren zum Einsatz kommen („hair apposition technique“, HAT). Bei stark blutenden Kopfplatzwunden sollte die Galea aponeurotica für die Blutstillung mitgefasst werden. Die Nachsorge variiert je nach Beschaffenheit von Wunde und Patient. In jedem Fall ist auf eine adäquate Analgesie und die Vorbeugung von Infektionen zu achten. Zudem ist es Aufgabe des Arztes, den Patienten über das weitere Vorgehen nach der Wundversorgung zu informieren.

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