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14.11.2016 | Leitthema | Ausgabe 4/2016

Trauma und Berufskrankheit 4/2016

Gutachterliche Aspekte nach Halswirbelsäulenverletzungen

Zeitschrift:
Trauma und Berufskrankheit > Ausgabe 4/2016
Autor:
PD Dr. Andreas Badke
Zusammenfassung
Bei der Begutachtung von Folgezuständen nach Verletzungen der Halswirbelsäule (HWS) werden Funktionsstörungen der HWS im Hinblick auf die Statik, die Beweglichkeit, die Stabilität, die muskuläre Führung und zusätzlich bestehende zugangsbedingte Funktionsstörungen bewertet. Die Einschätzung wird dadurch erschwert, dass die Funktion der HWS nur gering mit dem radiologischen Ergebnis korreliert, sodass eine ausschließlich am radiologischen Ergebnis orientierte Bewertung nicht zielführend ist. Zudem enthalten die MdE (Minderung der Erwerbsfähigkeit)-Tabellen aufgrund der Komplexität der Funktion der HWS keine konkreten Einschätzungsvorgaben. Zusammenhangsfragen ergeben sich im Bereich der HWS bei der Bewertung von Anschlussdegenerationen nach Fusion, bei der Klärung von traumatischen Bandscheibenverletzungen und bei Probanden mit Rückenmarkschädigungen bei vorbestehenden Verschleißveränderungen der HWS. Die immer noch häufig gutachtlich gestellten Fragen zu Folgen nach „HWS-Distorsionen“, also traumaassoziierten Funktionsstörungen ohne morphologisches Korrelat, können unter Berücksichtigung der von den Fachgesellschaften publizierten Leitlinien und den in den Standardwerken niedergelegten Kriterien beantwortet werden.

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