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Die Gynäkologie

Leihmutterschaft und Eizellspende

Schwierige Abwägung zwischen Fortpflanzungsfreiheit und Ausbeutungsgefahr

Erschienen in:

Zusammenfassung

Hintergrund

Deutschland hat kein Fortpflanzungsmedizingesetz, ein solches wird jedoch zunehmend gefordert. Es soll auch Regelungen zu Leihmutterschaft und Eizellspende umfassen.

Fragestellung

Wie fällt die Abwägung zwischen Fortpflanzungsfreiheit, medizinischen Möglichkeiten und Ausbeutungsgefahr aus? Wie unterscheidet sich dabei die Leihmutterschaft von der Eizellspende?

Methoden

Übersicht medizinischer, rechtlicher, sozialwissenschaftlicher und ethischer Literatur.

Ergebnisse

Leihmutterschaft und Eizellspende eröffnen für viele Paare die einzige Chance, ihren Kinderwunsch zu erfüllen. Systematische Gefährdungen des Kindeswohls sind nicht belegt. Bei Leihmutterschaft ist die Trennung von altruistischen und kommerziellen Motiven schwierig, die Gefahr der Ausbeutung sozialer Ungleichheiten ist erheblich. Leihmutterschaft ist weitaus invasiver als Eizellspende.

Schlussfolgerungen

Es gibt gewichtige Gründe, Leihmutterschaft weiterhin gesetzlich zu verbieten. Die Eizellspende dagegen sollte erlaubt und praxisgerecht geregelt werden.
Titel
Leihmutterschaft und Eizellspende
Schwierige Abwägung zwischen Fortpflanzungsfreiheit und Ausbeutungsgefahr
Verfasst von
Dr. Martin Bujard
Dr. Petra Thorn
Publikationsdatum
10.07.2018
Verlag
Springer Medizin
Erschienen in
Die Gynäkologie / Ausgabe 8/2018
Print ISSN: 2731-7102
Elektronische ISSN: 2731-7110
DOI
https://doi.org/10.1007/s00129-018-4288-3
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