Umwelteinflüsse und Frauengesundheit
- 01.04.2021
- Gynäkologie und Geburtshilfe
- Einführung zum Thema
- Verfasst von
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Prof. Dr. Barbara Sonntag
Korrespondierender Autor Prof. Dr. Barbara Sonntag
- Facharztzentrum für Kinderwunsch, Pränatale Medizin, Endokrinologie und Osteologie, amedes experts, 20095, Hamburg, Deutschland
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Prof. Dr. Günter Emons
Korrespondierender Autor Prof. Dr. Günter Emons
- Klinik für Gynäkologie und Geburtshilfe, Universitätsmedizin Göttingen, 37075, Göttingen, Deutschland
- Erschienen in
- Die Gynäkologie | Ausgabe 4/2021
Auszug
Während unseres gesamten Lebens sind wir vielfältigen äußeren Einflüssen ausgesetzt. Dies waren von jeher natürliche Phänomene, wie extreme Kälte oder Hitze und Sonnenstrahlung, welche auf Menschen einwirken und zu entsprechenden Anpassungen ihres Lebensstils zum Schutz und Erhalt ihrer körperlichen Unversehrtheit veranlassen. Im Zeitalter der Industrialisierung und Urbanisierung nimmt der schädliche Einfluss durch exogene Noxen, wie beispielsweise durch Dioxine, zu – dramatische Ereignisse wie die Giftgaswolke von Seveso (1976) zwingen zu neuen Formen der Auseinandersetzung und werden zu feststehenden Begriffen, die auch nachhaltig den Umgang mit der Thematik nicht nur in der Arbeitswelt, sondern mit Blick auf die gesamte Bevölkerung ändern. Spätestens durch die intensive Diskussion der letzten Jahre, beispielsweise über Feinstaubmesswerte durch Kraftfahrzeugemissionen oder Glyphosat in der Landwirtschaft, ist das Bewusstsein für eine umweltversursachte Gesundheitsgefährdung noch stärker in der breiten Öffentlichkeit angekommen. Als übergeordnete Behörde ist in Deutschland das Umweltbundesamt (UBA) seit 1974 zuständig und definiert seine Rolle wie folgt: „Als Deutschlands zentrale Umweltbehörde kümmern wir uns darum, dass es in Deutschland eine gesunde Umwelt gibt, in der Menschen so weit wie möglich vor schädlichen Umwelteinwirkungen, wie Schadstoffen in Luft oder Wasser, geschützt leben können“ [1]. Als Beispiel für die Bestrebungen des UBA zur Datenerhebung und Erforschung von Zusammenhängen sei das kontinuierliche Biomonitoring im Rahmen des German Environmental Survey (GerES) of Children and Adolescents V 2014–17 beispielsweise für die ubiquitären Phthalate in Urinproben genannt [2]. Neben anderen Chemikalien stehen die Phthalate beispielhaft für ein komplexes Wirkungsgeflecht exogener Substanzen auf das endokrin regulierte System mit Auswirkungen speziell auf metabolische Prozesse, aber auch auf geschlechtsspezifische Hormonsysteme und die kindliche, teils bereits die intrauterine Entwicklung. Aber inwieweit lässt sich der Zusammenhang einzelner Umweltgifte mit bestimmten Erkrankungen oder Veränderungen in der körperlichen Entwicklung tatsächlich auch kausal anhand von Studiendaten belegen? …
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- Titel
- Umwelteinflüsse und Frauengesundheit
- Verfasst von
-
Prof. Dr. Barbara Sonntag
Prof. Dr. Günter Emons
- Publikationsdatum
- 01.04.2021
- Verlag
- Springer Medizin
- Schlagwort
- Gynäkologie und Geburtshilfe
- Erschienen in
-
Die Gynäkologie / Ausgabe 4/2021
Print ISSN: 2731-7102
Elektronische ISSN: 2731-7110 - DOI
- https://doi.org/10.1007/s00129-021-04765-w
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