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03.07.2017 | Gynäkologische Onkologie | Leitthema | Ausgabe 7/2017

Der Gynäkologe 7/2017

Rekonstruktive Operationen

Möglichkeiten nach Mastektomie

Zeitschrift:
Der Gynäkologe > Ausgabe 7/2017
Autoren:
Dr. med. V. Fink, I. Bekes, E. Leinert, K. Ernst, W. Janni

Zusammenfassung

Mit 75.000 Neuerkrankungen pro Jahr ist das Mammakarzinom die häufigste Krebserkrankung in Deutschland. Operative Therapien, insbesondere rekonstruktive Techniken, sind dabei regelmäßig unvermeidbar. So kann bei einem ungünstigen Verhältnis von Tumorausdehnung und Brustgröße eine Mastektomie notwendig sein. In solchen Fällen sind der Patientin – altersunabhängig – Möglichkeiten der Brustrekonstruktion darzulegen. Entsprechend der AGO-Leitlinien sollte zunächst entschieden werden, ob ein hautsparendes Verfahren angewendet werden kann. Sollte auch die Mamille mit ausreichender Sicherheit erhalten werden können, kann der Patientin eine Sofortrekonstruktion angeboten werden. Dabei wird zwischen heterologen und autologen Operationstechniken unterschieden. Heterologe Verfahren mit Implantaten, mit denen gute Ergebnisse erzielt werden, können durch Verwendung additiver Materialien verbessert werden. Ergänzend zu den gestielten Lappen (TRAM, M. latissimus dorsi) werden zunehmend auch freie Lappen für die Eigengewebsrekonstruktion benutzt. Hier hat sich am besten der DIEP-Lappen aus dem Unterbauch bewährt. Bei unzureichendem Gewebevolumen im Unterbauch kann die Gesäßregion für die Entnahme genutzt werden (FCI). Die Implantatrekonstruktion wird am häufigsten durchgeführt. Bei ästhetisch unzureichendem Ergebnis nach BET (brusterhaltender Therapie) oder Onkoplastik empfiehlt sich eine Korrektur durch minimal-invasive Verfahren mittels freiem Fettgewebstransfer.

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