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01.04.2019 | Übersichten | Ausgabe 3/2019 Open Access

Journal für Ästhetische Chirurgie 3/2019

Haartransplantation: Welche Technik für welche Patienten?

Zeitschrift:
Journal für Ästhetische Chirurgie > Ausgabe 3/2019
Autor:
Dr. med. Frank G. Neidel

Zusammenfassung

Während der Transplantationsprozess von Haarwurzeln in ehemals behaarte Kahlstellen weitestgehend standardisiert ist und sich über die Jahre kaum verändert hat, haben sich in den letzten 15 Jahren 2 verschiedene Entnahmetechniken der Haarwurzeln aus dem Haarkranz durchgesetzt: Einmal die renommierte Streifenentnahme mit anschließender mikroskopischer Vereinzelung der „Follicular Units“, zum zweiten die seit 2002 erstmals beschriebene Einzelexzision der „Follicular Units“, FUE-Technik. Beide Techniken bieten Vor- und Nachteile für den Patienten. Durch Marketingstrategien im Internet sind Patienten oft verunsichert und wissen nicht, für welche Entnahmemethode sie sich entscheiden sollen. Aufgrund empirischer Erfahrungen sollte man bei Patienten bis zum 30. Lebensjahr und bei Patienten mit Kurzhaarschnitt (weniger als 1 cm Haarlänge) sowie dünnem und durchscheinendem Haar die FUE-Methode empfehlen. Auch bei Ängsten vor „Schneiden, chirurgischer Naht“ etc. ist die FUE-Technik die Methode der Wahl. Patienten, die aus beruflichen oder persönlichen Gründen niemals ihre Haare kurz rasieren würden, bietet sich die Strip-Entnahmetechnik mit resorbierbarer Naht an. Das trifft natürlich auch auf alle Patienten zu, die immer ihr Haar lang tragen möchten. Dazu zählen in den meisten Fällen auch weibliche Patienten. Wichtig für den Arzt in der Haarsprechstunde: Wird eine Methode schlechtgeredet oder vorrangig Negatives darüber in den Vordergrund gestellt, verunsichert man den Patienten allgemein. Ärzten, die nur eine Entnahmetechnik beherrschen, wird dringend das Erlernen der Alternativmethode empfohlen. Der Patient wird sich immer dort am sichersten und besten fühlen, wo der Arzt alle derzeit gängigen Operationsverfahren beherrscht. Es gehört zur ärztlichen Kunst und ist eine „conditio sine qua non“, die Entnahmetechniken selbst zu beherrschen und anzuwenden und diese nicht an Personal zu delegieren.

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