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18.08.2021 | Hämangiom | Leitthema | Ausgabe 10/2021

Der Ophthalmologe 10/2021

Therapie und Versorgung von orbitalen Tumoren

Zeitschrift:
Der Ophthalmologe > Ausgabe 10/2021
Autoren:
Michael Zimbelmann, Birte Neppert, Roya Piria, Neele Babst, Katharina A. Ponto, Salvatore Grisanti, Ludwig M. Heindl, Vinodh Kakkassery
Wichtige Hinweise
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Zusammenfassung

Hintergrund

Für die Behandlung häufiger orbitaler Tumoren stehen verschiedene konservative Therapien zur Verfügung. Diese können das häufig komplikationsbehaftete chirurgische Vorgehen hinauszögern, ergänzen oder diesem überlegen sein.

Fragestellung

Es erfolgt eine Zusammenfassung der möglichen Behandlungsoptionen der häufigen orbitalen Tumoren im Kindes- und Erwachsenenalter.

Methoden

Eine Literaturrecherche und Darstellung der Behandlungspfade werden vorgenommen.

Ergebnisse

1. Häufige orbitale Tumoren im Kindesalter: Beim kapillären Hämangiom der Orbita ist eine systemische Behandlung mit nichtkardioselektiven β‑Blockern die Therapie der Wahl. Bei Nichtansprechen können Steroide, Interferon‑α oder Cyclophosphamid zum Einsatz kommen. Kleinere Dermoidzysten können beobachtet werden, bei Progression sollte eine Exzision erfolgen. Auch asymptomatische Optikusgliome werden beobachtet, bei Progression stehen Chemotherapie, mTOR/MEK-Inhibitoren oder eine Strahlentherapie (Kinder > 5 Jahre) zur Verfügung. Rhabdomyosarkome werden biopsiert und anschließend mit Strahlen- und Chemotherapie behandelt. 2. Häufige orbitale Tumoren im Erwachsenenalter: Kavernöse Hämangiome der Orbita werden in asymptomatischen Fällen beobachtet. Symptomatische Kavernome können chirurgisch entfernt oder strahlentherapeutisch behandelt werden. Bei Optikusscheidenmeningeomen steht mit der Strahlentherapie ein effektives Therapeutikum zur Verfügung. Eine chirurgische Entfernung sollte Fällen ohne Visusprognose vorbehalten bleiben. Zudem besteht eine mögliche Therapie in der Gabe von Antiprogesteron. Orbitale Lymphome können bei reiner orbitaler Beteiligung mittels Strahlentherapie, Chemotherapie oder Rituximab-Gabe behandelt werden

Schlussfolgerung

Es stehen mittlerweile für viele orbitale Tumoren sehr effektive konservative Therapiemöglichkeiten zur Verfügung. Ein chirurgisches Vorgehen kann hierdurch in einigen Fällen verhindert werden und eine gute Sehfunktion erhalten bleiben.

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