Wie in vielen medizinischen Bereichen hält die zunehmende Digitalisierung auch Einzug in den Praxisalltag der Inneren Medizin, was sowohl enormes Potenzial wie auch große Herausforderungen mit sich bringt. Als interdisziplinär agierendes Fachgebiet, meist in Kooperation mit Pneumologie, Diabetologie/Endokrinologie und Hämatologie/Onkologie, ergeben sich hier wichtige Fragen zum optimalen Einsatz digitaler Technologien. Diese können von großem Nutzen sein, jedoch nur unter der Voraussetzung, dass sie sich an klar definierten medizinischen Anwendungen und Zielen orientieren und einen erfahrbaren Mehrwert schaffen. Daher ist es wichtig, sie sinnvoll in bestehende Versorgungsstrukturen zu integrieren. Digitalen Konzepte müssen den spezifischen Anforderungen unterschiedlicher Krankheitsbilder, Versorgungssettings und allen Beteiligten gerecht werden. Oberstes Ziel ist es, Diagnostik und Therapie zu verbessern, Ressourcen effizient einzusetzen und Patienten noch enger in Behandlungsprozesse einzubinden.