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Fieber in der Rheumatologie

Eine (differenzial)diagnostische Herausforderung

Erschienen in:

Auszug

Fieber und Inflammation unklarer Ursache (FUO und IUO) sind ein häufiges Problem in der Rheumatologie. Dabei sind wir als Rheumatologinnen und Rheumatologen nicht nur in der Differenzialdiagnostik ohne vorbekannte entzündlich rheumatische Systemerkrankung gefragt. Wir werden auch immer wieder mit der Frage konfrontiert, ob Fieber und Inflammation bei einer immunsuppressiv behandelten rheumatischen Systemerkrankung durch eine Infektion oder persistierende Krankheitsaktivität bedingt sind. Teilweise kommen auch die eingesetzten Medikamente als Auslöser infrage („drug fever“), dies ist insbesondere für Sulfasalazin, Allopurinol und Azathioprin bekannt [2]. Aktuelle Studien ordnen etwa 20 % aller Fälle von FUO einer rheumatologischen Ursache zu. Am häufigsten tritt Fieber als Krankheitssymptom bei den autoinflammatorischen Erkrankungen auf, insbesondere dem adulten Still-Syndrom (AOSD) und dem Makrophagenaktivierungssyndrom (MAS), wie von A. Pankow und M. Krusche bzw. N. Ruffer et al. dargestellt. Aber auch bei Großgefäßvaskulitiden wird Fieber in ca. einem Drittel der Fälle beschrieben, beim systemischen Lupus erythematodes (SLE) in 41 % der Fälle [1]. Diese Zusammenhänge werden von J. Nies und M. Krusche beleuchtet. …
Titel
Fieber in der Rheumatologie
Eine (differenzial)diagnostische Herausforderung
Verfasst von
Prof. Dr. med. Ina Kötter
Dr. med. Martin Krusche
Publikationsdatum
01.06.2024
Verlag
Springer Medizin
Erschienen in
Zeitschrift für Rheumatologie / Ausgabe 5/2024
Print ISSN: 0340-1855
Elektronische ISSN: 1435-1250
DOI
https://doi.org/10.1007/s00393-024-01513-y
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