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2017 | Buch

Handbuch Changemanagement im Krankenhaus

20-Punkte Sofortprogramm für Kliniken

herausgegeben von: D. Michael Albrecht, Armin Töpfer

Verlag: Springer Berlin Heidelberg

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Über dieses Buch

Dieses Buch bietet die Lösungen für Ihre Herausforderungen: Schneller verändern, gezielter positionieren, nachhaltiger entwickeln.

Mehr Leistung, bei verbesserter Qualität, mit sinkendem Aufwand. Bestehen werden nur Kliniken, deren Führungspersonal Exzellenz sowohl im medizinischen als auch im ökonomischen Management aufbaut und umsetzt.

Kurzfristig – Mittelfristig – Langfristig

· Denken und Handeln prozessorientiert gestalten

· Neue Konzepte und Instrumente einsetzen

· Veränderungs- und Entwicklungsprozesse anstoßen und steuern

Medizin – Betriebswirtschaft – IT

· Kunden-/Patientenorientierung

· Kooperationen

· Kostenbewusstsein und -einsparungen

· Effizienzsteigerungen in Strukturen und Abläufen

Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

Erhöhte Steuerungsanforderungen an Krankenhäuser – Ganzheitliches Management im Wettbewerberumfeld

Frontmatter
Konsequenzen für das strategische und operative Management von Kliniken bei sich verändernden und verschärfenden Rahmenbedingungen
Zusammenfassung
Nachdem sich lange Zeit im Krankenhausbereich nur wenig bewegt hat, sind in den letzten gut 10 Jahren, nämlich mit der Einführung der DRGs als Fallpauschalen, dort die Anforderungen an ein zielgerichtetes und erfolgreiches Management erheblich gestiegen. Die einzige Konstante ist inzwischen die Veränderung. Maßgeblich sind hierfür neue gesetzliche Grundlagen, deren Sinnhaftigkeit sich für und in Kliniken nicht immer erschließt.
Armin Töpfer, D. Michael Albrecht
Zukünftige Entwicklungslinien der Gesundheitswirtschaft und Krankenhauslandschaft
Zusammenfassung
Gesundheit ist keine Ware, aber Medizin war immer schon ein gigantisches Geschäft. Diese Tatsache ist bis vor wenigen Jahren kollektiv verdrängt worden. Erstmals von Gesundheitswirtschaft als Teil unserer Volkswirtschaft offen zu sprechen, war deshalb zunächst wie ein Sakrileg. Wer das dennoch tat, musste mit Widerspruch, zumindest aber Missachtung rechnen.
Heinz Lohmann

20-Punkte Sofortprogramm für Kliniken

Frontmatter
Umfassende Sichtweise und bessere Akzeptanz durch kooperative Analysen
Zusammenfassung
Die wesentlichen Gründe und Ziele dafür, mit einer kooperativen Analyse vorzugehen, liegen in folgenden Punkten.
Armin Töpfer, D. Michael Albrecht
Strategische Positionierung von Gesundheitseinrichtungen – Entwicklung strategischer Leitlinien und Konzepte für Ziel-Maßnahmen-Pfade
Zusammenfassung
Auch für eine Klinik gilt der klassische Satz von Seneca: »Wer seinen Kurs nicht kennt, für den gibt es keinen günstigen Wind«. Mit anderen Worten bedeutet dies, dass auch für Kliniken die Kursbestimmung durch eine klare Strategieformulierung von essenzieller Bedeutung ist. Je härter der Wettbewerb wird, desto notwendiger ist eine eindeutige Strategie.
Armin Töpfer
Ausrichtung und Steuerung eines Universitätsklinikums (»Universitair Medisch Centrum«) in den Niederlanden
Zusammenfassung
Das Universitair Medisch Centrum Groningen (UMCG) in den Niederlanden ist ein besonderes Krankenhaus und Wissensinstitut. Dieses Krankenhaus hat in den unsicheren Verhältnissen der medizinischen Versorgung in den Niederlanden ein inhaltlich starkes und verbindendes Thema gesucht und gefunden: Gesund und aktiv altern, oder: Healthy Ageing. Dieses strategisch gut gewählte Thema passt sich hervorragend an die eigenen Ambitionen und die innere Kraft der Organisation an.
Arjan Wildeboer, Victor Verrijp, Frans Jaspers
Das Heidelberger Modell: Ganzheitliches Management im Wettbewerberumfeld
Zusammenfassung
Jedes fünfte Krankenhaus in Deutschland schreibt rote Zahlen. Es entsteht ein zunehmender überregionaler Konkurrenzdruck zwischen medizinischen Leistungserbringern. Krankenhäuser fusionieren häufiger oder werden privatisiert. Eine strukturelle Neuorientierung von Krankenhäusern mit zunehmendem Bettenabbau erfordert strategische Neuausrichtungen (vgl. kna/aerzteblatt.de 2010).
Lutz Schneider, Thomas Simon, Moritz von Frankenberg, Markus Büchler
Ökonomischer und nicht-ökonomischer Nutzen des Universitätsklinikums und der Medizinischen Fakultät Dresden
Zusammenfassung
Die Universitätsmedizin in Deutschland ist international beachtet und kompetitiv. Übergeordnetes Ziel ist die wirkungsvolle Kombination der 3 Kernleistungsbereiche Forschung, Lehre und Krankenversorgung, um so exzellente Medizin in jedem Bereich in der Gegenwart und in der Zukunft im Sinne des Medizinischen Fortschritts zu erreichen.
D. Michael Albrecht, Heinz Reichmann, Armin Töpfer, Steffen Silbermann, Anne Maertins
Konzepte zur Kostenanalyse und Kostensteuerung
Zusammenfassung
Wenn in einer Klinik die Kostenstruktur bewusst und konsequent beeinflusst, gestaltet und das heißt fast immer in ihrer Summe reduziert werden soll, dann erfordert dies grundsätzlich eine ausreichende Kostentransparenz. Wie Abbildung 1 verdeutlicht, geht es dabei darum, Kostenarten und Kostenstellen auf Kostenträger, also auf Marktleistungen bzw. Produkte, umzurechnen. Dies wäre in vielen Kliniken schon ein erheblicher Fortschritt.
Armin Töpfer
Kostenträger- und Prozesskostenrechung im Krankenhaus
Zusammenfassung
Eine Prozesskostenrechnung bildet den Prozess ab und bewertet die einzelnen Schritte. Grundlage dafür sind Tätigkeiten und Materialeinsätze, die mit den dadurch verursachten Kosten bewertet werden. Damit wird der Prozess nur einmal abgebildet und es erübrigt sich eine neuerliche Erfassung bei jedem Patienten, da davon ausgegangen wird, dass der Prozess bei vergleichbaren Fällen im Wesentlichen identisch abläuft.
Harald Kothe
Die Einführung der Prozesskostenrechnung: Ein Praxisbericht
Zusammenfassung
Die medizinischen Einrichtungen verfügen häufig über organisatorische Einheiten, die sowohl stationäre als auch ambulante Leistungen anbieten (vgl. Seegenschmiedt 2001). Ein Beispiel dafür ist Strahlentherapie, die gewöhnlich über eine umsatzstarke Ambulanz verfügt, aber auch stationäre Leistungen erbringt.
Irenäus A. Adamietz
Medizinische und ökonomische Bedeutung von Qualität im Krankenhaus: Vermeidung von Fehlerkosten als Wertvernichtung und Wertorientierte Steuerung
Zusammenfassung
Von der Einführung der DRGs sind nicht unerhebliche Auswirkungen, zumindest aber Anforderungen an die Qualität ausgegangen. Qualität ist dabei immer im Dreiklang mit Kosten und Durchlaufzeiten zu sehen. Da Fallpauschalen bzw. DRGs Fixerlöse für die Kliniken darstellen, muss von ihnen i. d. R. ein nachhaltiger Einfluss auf die Kostenstruktur im Krankenhaus ausgehen, um eine Kostenunterdeckung zu vermeiden.
Armin Töpfer
Hochschulmedizin als Unternehmensrisiko
Zusammenfassung
Hochschulmedizin hat den Auftrag Forschung-Lehre-Krankenversorgung. Während Forschung und Lehre im Kooperationsmodell durch die jeweiligen medizinischen Fakultäten sichergestellt wird, ist die Krankenversorgung durch die gesetzlichen und privaten Krankenversicherungen finanziert. Die meisten Universitätskliniken in Deutschland haben neben ihrem allgemeinen Versorgungsauftrag eine Position als Maximalversorger in ihrer Region.
Andreas Tecklenburg
Analyse der Prozesslandschaft und Prozesssteuerung als Erfolgsvoraussetzung
Zusammenfassung
Clinical Pathways sind in amerikanischen Kliniken bereits Standard. Sie kennzeichnen so genannte Indikations- und Behandlungskonzepte, also umfassende Therapiekonzepte, die Verfahrensschritte bei der Behandlung von Patienten enthalten. Das Ergebnis ist eine Standardisierung der Patientenbehandlung im Rahmen von Therapiekonzepten auf einem definierten Normalniveau, also ohne besondere Komplikationen (vgl. Braun 2005, S. 19).
Armin Töpfer
Prozessorientierung – Analyse und Optimierung von Wertschöpfungsprozessen
Zusammenfassung
Die OECD-Daten von 2014 (vgl. OECD Health Statistics 2014) zeigen unvermindert steigende Gesundheitskosten in allen modernen Gesundheitssystemen, i. d. R. deutlich über den landesüblichen Teuerungsraten liegend. Viele Versuche wurden unternommen, die Kostensteigerung zu dämpfen, ohne dass bisher ein durchschlagender Erfolg erreicht wurde.
Thomas Holler, Dieter Conen
Optimierung der Prozessabläufe im Diagnostisch-Internistisch-Neurologischen Zentrum (DINZ) am Universitätsklinikum Dresden
Zusammenfassung
Zum Beginn der Planung des Diagnostisch-Internistisch-Neurologischen Zentrums (DINZ) am Universitätsklinikum Dresden (UKD) standen vor allem Prämissen baulicher Art im Vordergrund. So wurde der gesamte Komplex des DINZ barrierefrei geplant bzw. dem Altbaucharakter des UKD angepasst. Hierin einbezogen wurden die Planung und Sanierung für den benachbarten Altbaukomplex Haus 19, der zugleich denkmalgeschützt ist und zuvor chirurgischen Betten vorbehalten war.
Maria Eberlein-Gonska
Entwicklung eines Klinischen Pfades zur Schlaganfalltherapie – Ein pragmatischer Ansatz im Routinebetrieb einer Neurologischen Abteilung
Zusammenfassung
Die Umstrukturierungen im Gesundheitssystem im Rahmen des GMG und die Umstellung des Entgeltsystems auf DRGs (vgl. Bundesministerium für Gesundheit und Soziales 2005) haben zu einem zunehmenden Wettbewerb zwischen den Krankenhäusern geführt.
Georg Gahn
Integriertes OP-Management im St. Franziskus Hospital in Münster
Zusammenfassung
Ein steigender Altersquotient, der technologische Fortschritt und die Bestimmung des Nachfrageniveaus durch die Leistungsanbieter stellt die Finanzierbarkeit des deutschen Gesundheitswesen vor immer größere Herausforderungen. Verbunden mit der chronischen Ressourcenknappheit der gesetzlichen Krankenkassen und der öffentlichen Haushalte gerät insbesondere der Krankenhaussektor unter immensen Kostendruck, der durch das durchgehend fallpauschalenorientierte Vergütungssystem noch verstärkt wird. Der Leistungs- und Kostendruck wird von einem starken Wettbewerb begleitet, der durch den not-wendigen Abbau von Überkapazitäten ausgelöst wurde.
Michael Möllmann, Björn Büttner
Entwicklung eines Logistikkonzepts für ein Krankenhaus
Zusammenfassung
Die aktuellen Entwicklungen im Gesundheitswesen zwingen die Krankenhäuser weiterhin intensiv über Kostensenkungsstrategien nachzudenken. Derzeit verbringen Krankenhausmitarbeiter 20 % und mehr ihrer Zeit mit logistischen Tätigkeiten. Die zeitliche Beanspruchung der Mitarbeiter in den Gesundheitsberufen mit professions- und »kernfremden« logistischen Aufgaben kostet nicht nur Geld, sondern geht auch direkt zu Lasten der Pflege und Behandlung von Patienten sowie der Mitarbeitermotivation.
Jörg Risse
Konzeption und Messung der Zufriedenheit von Adressaten der Klinikleistung
Zusammenfassung
Eine hohe Kunden- bzw. Adressatenorientierung ist die Fähigkeit, deren Anforderungen besser zu erfüllen, als es andere tun. Dies gilt bezogen auf Patienten und ihre Angehörigen, Einweiser sowie auch Kostenträger. Zu analysieren sind also die Critical to Quality Characteristics (CTQs) der Adressaten; dies sind, wie bereits im Einführungsbeitrag zu Punkt 4 unseres 20-Punkte Sofortprogramms ausgeführt, die wenigen maßgeblichen Kriterien, deren vollständige Erfüllung die Adressaten zufrieden und preisbereit macht.
Armin Töpfer
Kein Automatismus zwischen Zufriedenheit und Bindung – Ergebnisse der Patientenbefragung am Universitätsklinikum Dresden
Zusammenfassung
Die Berücksichtigung und Erfüllung der Anforderungen von Patienten ist für jede Klinik eine zentrale Aufgabe und deshalb ein wesentlicher Bestandteil eines fortschrittlichen und leistungsfähigen Qualitätsmanagements der Klinik.
Jürgen Weitz, Pauline Wimberger, Armin Töpfer, Frank Opitz
Entlassungsmanagement: Eine gesetzliche und organisatorische Herausforderung
Zusammenfassung
Das Entlassungsmanagement hat spätestens seit der Einführung der DRGs (Diagnosis Related Groups) 2004 für deutsche Krankenhäuser eine, wenn auch nicht immer wahrgenommene, wachsende Bedeutung. Die Vergütung der Krankenhausleistung erfolgt nach Fallpauschalen, die abhängig von der Diagnose und dem Aufwand der Behandlung festgelegt werden, aber nicht abhängig von der Aufenthaltsdauer sind. Die Patienten verbringen dadurch immer kürzere Zeiten im Krankenhaus, die Betreuung ist in dieser Zeit intensiviert, aber Teile der Behandlung und der Genesungsprozess werden in den nachstationären Bereich verlagert.
Heike Vogelbusch, Armin Töpfer
Nutzen strategischer und operativer Partnerschaften
Zusammenfassung
Mit zunehmender Fokussierung der Krankenhäuser auf Kernkompetenzen und strategisch bedeutsame Geschäftsfelder steigt der Bedarf an nützlichen und vertrauensvollen Partnerschaften. Diese Tendenz wird noch verstärkt durch den zunehmenden Konkurrenz- und Kostendruck, neue Geschäftsmodelle, das notwendige Schritthalten mit neuen Technologien in der Klinik sowie dabei insgesamt auftretende Finanzierungsprobleme. In den Abbildungen 1a und 1b sind wesentliche Chancen und Risiken vor allem sektorenübergreifender Kooperationen und Partnerschaften skizziert.
Armin Töpfer
Hohe Verbundenheit durch gute Betreuung – Ergebnisse der Einweiserbefragung am Universitätsklinikum Dresden
Zusammenfassung
Neben den Patienten nehmen die Einweiser eine bedeutende Stellung im Management der Kundenbeziehungen des Universitätsklinikums Carl Gustav Carus in Dresden (UKD) ein. Hauptmotive zur Wahl des Krankenhauses sind neben eigenen guten Erfahrungen die Empfehlung des Haus- oder Facharztes, wie die neueste Patientenbefragung wiederum ergab. Die Einweiser spielen also eine wesentliche Rolle als Multiplikatoren für die Prosperität und den Fortbestand des UKD.
Pauline Wimberger, Jürgen Weitz, Armin Töpfer, Britta Gabel
OP der nahen Zukunft
Zusammenfassung
Wenn über den »OP der nahen Zukunft« nachgedacht wird, steht häufig der eigentliche OP-Saal mit seinem unmittelbaren Umfeld im Fokus. Vor allem der kompletten Vernetzung der Technik, sowohl der Medizinprodukte und dort vor allem der bildgebenden Verfahren als auch der sonstigen Krankenhaus-IT, wird höchste Aufmerksamkeit zuteil. Auch die Nutzung diverser Unterstützungssysteme (computergestützte bzw. -navigierte OP-Systeme mit integrierter Bildgebung) wird beschrieben und thematisiert (vgl. Boger et al. 2010; Marescaux et al. 2002; Marescaux u. Soler 2004; Ntziachristos et al. 2010; Buchholz et al. 2011; Kruger u. Tremper 2011; Singh 2011; Spiess 2011).
Jochen Kaiser, Horst Frankenberger, Maic Regner
Entwicklungstendenzen in der stationären Versorgung aus Sicht des GKV-Spitzenverbandes
Zusammenfassung
Das tradierte Krankenhausfinanzierungsrecht ist weitestgehend paternalistisch geprägt: Ein gütiger Landesvater baut Krankenhäuser, wo auch immer die Landeskinder stationäre Hilfe benötigen. Er achtet dabei auf Trägervielfalt, sodass konfessionell gebundene Patienten ein Haus ihres Vertrauens finden und Patienten ohne konfessionelle Bindung ebenfalls. Die laufenden Kosten des Krankenhauses übernimmt die Krankenkasse.
Wulf-Dietrich Leber
Versorgung partnerschaftlich gestalten – Ein Plädoyer für mehr Regionalität
Zusammenfassung
Mit der Fusion der beiden Allgemeinen Ortskrankenkassen (AOK) in Sachsen und Thüringen entstand zum 1. Januar 2008 die AOK PLUS als derzeit siebtgrößte Krankenkasse in Deutschland. Die AOK PLUS versichert 2,6 Millionen Menschen in Sachsen und Thüringen. Das entspricht einem Anteil von 42 % an der Bevölkerung. Die Ausgaben der Gesundheitsversorgung betrugen im Jahr 2013 fast 8,2 Milliarden EUR.
Rolf Steinbronn, Maryan Schemken, Ricardo Kuhrt, Martin Reuter
Kooperationen, Verbundprojekte und strategische Allianzen in der Gesundheitsregion Carus Consilium Sachsen – Best Practice
Zusammenfassung
Die übergreifende Zusammenarbeit und Netzwerkbildung von medizinischen Leistungserbringern wird durch die Politik zunehmend fokussiert in die soziale Gesetzgebung integriert. Die aktuellen Rahmenbedingungen im Gesundheitssystem sind dennoch weiterhin auf die Einrichtungen als Einzelakteur angelegt. Nicht selten bestrafen Zuweiserbeziehungen zwischen Krankenhäusern das verlegende Haus (Verlegungsabschlag in DRG).
Olaf Müller, Frank Penesch, Kerstin Roch, Andrea Morgner-Miehlke
Kernleistungen und IGeL-Angebote
Zusammenfassung
Aus den beiden vorherigen Punkten »Adressatenorientierung und -zufriedenheit« (Punkt 6) sowie »Erreichung strategischer Ziele durch Partnerorientierung« (Punkt 7) wird deutlich, dass das Krankenhaus in ein Beziehungsgeflecht zwischen Patienten, Kunden, Lieferanten und Partnern eingebunden ist und eine erfolgreiche Zusammenarbeit nur durch einen vertrauensvollen Umgang auf hohem fachlichen Niveau mit einem partnerschaftlichen Miteinander möglich ist.
Armin Töpfer, D. Michael Albrecht
Betreuung von Prostatapatienten am Prostatakarzinomzentrum (PCA) des Universitätsklinikums Dresden
Zusammenfassung
Im Rahmen der Qualitätssicherung und zur Verbesserung der Versorgung von Patienten mit Prostatakarzinom wurde von der Deutschen Krebsgesellschaft in Zusammenarbeit mit OnkoZert ein Standard für Prostatakarzinomzentren entwickelt. Diese Zentrenbildung sollte insbesondere eine interdisziplinäre Zusammenarbeit der an der Diagnostik und Therapie beteiligten Fachrichtungen fördern.
Manfred Wirth
Gestaltung medizinischer Produkte als Kernleistung oder IGeL: Ein Praxisbeispiel
Zusammenfassung
Modernes Management in der Radiologie entfernt sich zunehmend von der bloßen Erzeugung von Röntgen- oder Schnittbildern. Es reicht nicht aus, eine radiologische Abteilung oder Praxis nach dem zu beurteilen, was am Jahresende als Gewinn oder auch Verlust/ respektive Kostenblock ausgeworfen wird.
Marc Amler
Der Gesundheitscheck für Manager und Führungskräfte
Zusammenfassung
Gravierende gesundheitliche Probleme von Topmanagern sind nicht nur ein individuelles Problem und Schicksal. Vielmehr resultieren hieraus auch negative Auswirkungen auf das Unternehmen. Bei börsennotierten Unternehmen sind das insbesondere der Aktienkurs und damit auch der Unternehmenswert insgesamt.
Armin Töpfer, Ralph Naumann
Marktorientierte Ausrichtung und Gestaltung aller Klinikaktivitäten
Zusammenfassung
Die entscheidende Basis für die Antwort auf die Frage, ob Marketing und Klinik einen Widerspruch in sich bilden, ist, wie weit der Begriff Marketing gefasst wird. Wenn Marketing lediglich als Aktivität verstanden wird, die darauf abzielt, ein Produkt zu bewerben und zu verkaufen, dann kann ein derartiger Widerspruch gegeben sein.
Armin Töpfer
Marketing und Markenstrategie der Privatklinikgruppe Hirslanden
Zusammenfassung
Hirslanden ist die größte private Klinikgruppe der Schweiz. In den 16 stationären Kliniken, 3 Praxiszentren im Sinne Medizinischer Versorgungszentren sowie 11 Radiologie- und 4 Radiotherapieinstituten und über 100 Kompetenzzentren arbeitet ein Netzwerk von über 2.500 Ärzten mit insgesamt rund 7.800 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern (siehe Abb. 1).
Julien A. Buro, Armin Töpfer, Patricia Leffler
Leitlinien und Konzepte zur Aktivierung der Mitarbeiter
Zusammenfassung
Jedes Krankenhaus ist als Dienstleistungsunternehmen vom Wissen, Können und Wollen seiner Mitarbeiter abhängig. Dies gilt generell für jedes Unternehmen der Wirtschaft, für ein Krankenhaus, in dem kranke Menschen betreut und geheilt werden, aber im besonderen Maße. Denn hier ist neben medizinischem Können sowie schlanken Abläufen für effizienten und guten Service auch ein ausreichendes Maß an Einfühlungsvermögen erforderlich, um die angestrebte Qualität dieser Dienstleistung sicherzustellen.
Armin Töpfer
Aktivierung der Mitarbeiter und Mitarbeiterbefragung in der Krankenhauspraxis: Bericht eines Veränderungsprojektes
Zusammenfassung
Grundlegendes Ziel von universitären medizinischen Einrichtungen ist es, Innovationen aus der Forschung schnell und gezielt in die Krankenversorgung zu integrieren und für die Durchführung dieser Aufgabe vor allem das zukünftige ärztliche und Pflegepersonal auszubilden. Die Anforderungen in der Krankenversorgung nehmen zu, dadurch dass die Ansprüche an die medizinische Qualität, an das nicht-medizinische Leistungsniveau, also die Service-Qualität, und an die wirtschaftliche Qualität der erbrachten Leistung zunehmen.
Thea Koch, Armin Töpfer, Axel R. Heller, Anne Maertins
Motivationseffekte bei den Mitarbeitern durch die Krankenhaus-Kultur
Zusammenfassung
Der vorliegende Beitrag erörtert wesentliche Aspekte der Krankenhaus-Kultur. Er setzt sie in Beziehung zum aktuellen Stand der internationalen Literatur zur werteorientierten Mitarbeiterführung mit dem Ziel guter Arbeitsbedingungen, unternehmerisch denkender und handelnder Mitarbeiter sowie ergebnisorientierter Leistungssteuerung.
Armin Töpfer, Christian Duchmann
Recruiting und Personalentwicklung am Uniklinikum Dresden: Wer sind die richtigen?
Zusammenfassung
In der Vergangenheit haben sich die Personalabteilungen in Krankenhäusern vorwiegend mit der Verwaltung von Personal beschäftigt (vgl. Albrecht u. Töpfer 2006). Zukunftsorientierte Krankenhausführungen nutzen die Ressource Personalabteilung jedoch mehr und mehr als interne Dienstleister im kompletten »Employee lifecycle«.
Axel R. Heller, Kerstin Schaffer
Internes Betriebliches Gesundheitsmanagement für Mitarbeiter
Zusammenfassung
Vor dem Hintergrund des steigenden Kosten- und Wettbewerbsdrucks sowie sich ständig verändernder Rahmenbedingungen im Gesundheitswesen stellt ein modernes und wertschöpfendes Personalmanagement eines der zentralen strategischen Managementfelder in Krankenhäusern dar. Im Mittelpunkt der Personalstrategie des Universitätsklinikums Carl Gustav Carus Dresden (UKD) stehen Mitarbeiterprogramme, die eine Verbindung zwischen Arbeitgeberattraktivität, Mitarbeiterbindung und -entwicklung, Mitarbeitermotivation, Unternehmenskultur und Gesundheitsförderung schaffen.
Cornelia Rabeneck, Thomas Hurlebaus
Transformationale Führung: Beitrag der Führungskompetenz zur nachhaltigen Wertsteigerung
Zusammenfassung
»Die Jungen können sich ihre Jobs aussuchen, die Älteren haben mehr Optionen denn je. Bloß die Arbeitgeber haben das noch nicht gemerkt« (Kloepfer 2013, S. 27) – Gilt diese provokante Zusammenfassung der aktuellen Arbeitsmarktsituation auch spezifisch für das Krankenhaus als Arbeitgeber? Der Fachkräftemangel besonders bezogen auf medizinisches, pflegerisches und medizin-technisches Personal (vgl. z. B. Schmidt et al. 2012; Adler u. Knesebeck 2011; Martin 2010) führt dazu, dass einige Kliniken Maßnahmen im Rahmen der Personal-Rekrutierung ergreifen, die vor einigen Jahren noch undenkbar gewesen wären. Z. B. werben (Universitäts-)Klinika nicht mehr nur auf nationalen Jobmessen um qualifiziertes (Pflege-)Personal, sondern auch in südeuropäischen Ländern (z. B. Deutsches Ärzteblatt 2013; FAZjob.NET 2014).
Armin Töpfer, Anne Maertins
Team Management im Krankenhaus für eine Lernkultur
Zusammenfassung
Gemeinsames Kennzeichen von Hochrisiko-Organisationen (medizinische Versorgung, Reaktorbetrieb, Verkehrsnetze etc.) ist neben einem Anteil von Routineprozeduren auch der ständige Umgang mit neuen multifaktoriellen Risikokonstellationen und das Management von Zwischenfällen (vgl. Weick u. Sutcliffe 2003). Da sich menschliche Fehler nie vollständig ausschließen lassen, ist es eine Schlüsselaufgabe von Führungskräften im Krankenhaus, unter anderem durch multiprofessionelles Team-Management eine entsprechende Systemrobustheit für Fehler zu implementieren und die Mitarbeiter anforderungsgerecht zu trainieren.
Thea Koch, Armin Töpfer, Axel R. Heller
Strukturierung und Steuerung ergebnisverantwortlicher Einheiten
Zusammenfassung
Die knapper werdenden ökonomischen Ressourcen und die Nachfrage nach komplexen medizinischen Leistungen bedingen einen Wandel im Krankenhauswesen. Die Grenzen zwischen den einzelnen Sektoren weichen zunehmend auf, was die Chance für neue Versorgungsmodelle bietet. Gerade hier kann aber die Gefahr eines permanenten Loyalitätskonfliktes zwischen den Interessen des Krankenhauses und den Interessen des Patienten entstehen.
Armin Töpfer
Zentrumsorganisation in einem Haus der Maximalversorgung am Beispiel des Klinikum Stuttgart
Zusammenfassung
Gerade Krankenhäuser der Maximalversorgung mit ihren teilweise recht hohen Vorhaltekosten (Rundum-die-Uhr-Versorgung) und oftmals teuren Behandlungsfällen (Polytraumen, Schwerstkranke, Verbrennungen, Intensivfälle, Langzeitbeatmungen etc.) müssen in Zeiten wirtschaftlichen Drucks auf die Gesundheitseinrichtungen ihre Position im Markt durch strukturelle und organisatorische Veränderungen behaupten. Bei steigenden Personalkosten und weiterhin inadäquat angepassten Erlösstrukturen bei gleichzeitig zunehmendem Konkurrenzkampf gerade in Ballungsräumen, wie z. B. in der Region Stuttgart, sind die Herausforderungen, die Wirtschaftlichkeit bei Beibehaltung der guten Behandlungsqualität zu verbessern, nicht zu unterschätzen.
Jörg Noetzel, Sonja Schmid, Claude Krier
Bildung und Steuerung des Universitäts KrebsCentrum Dresden
Zusammenfassung
Maligne Erkrankungen sind in Deutschland, wie auch in anderen hoch entwickelten Industrienationen, die zweithäufigste Todesursache (vgl. RKI 2015; WHO 2007). In Deutschland erkranken derzeit jährlich ca. 480.000 Menschen neu an einer Krebserkrankung, ca. 221.000 Patienten versterben jährlich daran. Das Risiko, an Krebs zu erkranken, nimmt mit dem Lebensalter signifikant zu. Aufgrund der demografischen Entwicklung ist daher weiterhin mit einem deutlichen Anstieg der absoluten Zahlen von Krebsneuerkrankungen zu rechnen.
Katja Baum, Carolin Jacob, Michael Baumann, Gerhard Ehninger
Medizinische Versorgungszentren: Aktuelle Situation, Chancen, Grenzen und Tendenzen
Zusammenfassung
Mit dem Gesetz zur Modernisierung der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV-Modernisierungsgesetz – GMG) sind medizinische Versorgungszentren (MVZ) als neue Form der Leistungserbringung in die vertragsärztliche Versorgung implementiert worden. Seit dieser vom Gesetzgeber beschlossenen Möglichkeit der Gründung von MVZ ab dem Jahr 2004 gehören sie zu einer fest installierten und wirksamen Versorgungsform im deutschen Gesundheitswesen. Mit der Einführung wurde das Ziel verfolgt, im Bereich der ambulanten Leistungsversorgung stabile Formen der Gesundheitsbetreuung der Bevölkerung zu schaffen.
Patricia Leffler, Thomas Menzel, Armin Töpfer
Anforderungen und Nutzen der Informationstechnologie in der Klinik
Zusammenfassung
Die Kommunikation besitzt im Gesundheitswesen einen zentralen Stellenwert, da es sich hierbei um eine »Dienstleistung am Menschen/ Patienten« handelt. Gerade in diesem sensiblen Bereich muss die Kommunikation ohne Zeitverzögerung, eindeutig und störungsfrei verlaufen. Grundlage dafür ist eine funktionierende IT-Infrastruktur.
Armin Töpfer, D. Michael Albrecht
Teletumorboard – Erfahrungsbericht über die Anwendung der Telemedizin
Zusammenfassung
Die Behandlung von Tumorerkrankungen ist häufig fächerübergreifend, sowohl in der Diagnostik als auch in verschiedenen Therapieschritten, wie zum Beispiel Operation, Bestrahlung und Chemotherapie. Um dieser Entwicklung Rechnung zu tragen, wurde im Universitätsklinikum Dresden 2003 das Universitätskrebszentrum (UCC) gegründet. Die verschiedenen Kliniken koordinieren hier die Behandlung und Diagnostik der Tumorerkrankungen mit Hilfe von abgestimmten Behandlungspfaden für die verschiedenen Tumorerkrankungen, einer interdisziplinären Ambulanz und Tumorboards.
Gunnar Folprecht
Ansatz und Nutzen von Qualitätsinitiativen
Zusammenfassung
Befragungen von Patienten zeigen, dass sie die Qualität der Krankenhausbehandlung als wichtigstes Kriterium für die Auswahl einer Klinik zu Grunde legen (vgl. Mansky 2012). Bei zunehmender Schwere der Erkrankung erhält dies noch mehr Bedeutung. Auswahlkriterien, wie gute Erreichbarkeit der Klinik oder die Essensversorgung spielen dann praktisch keine Rolle mehr. Viele der Befragten wünschen sich gerade bei schweren Erkrankungen messbare Informationen über die betreffende Klinik und bewerten gleichzeitig die Möglichkeiten, Informationen darüber zu bekommen, als unzureichend.
Armin Töpfer
Stellenwert des Peer Review-Verfahrens in der Klinikpraxis am Beispiel der Initiative Qualitätsmedizin (IQM)
Zusammenfassung
Als Krankenhaus der Maximalversorgung bildet das Universitätsklinikum Carl Gustav Carus Dresden (UKD) das gesamte Spektrum moderner Medizin ab. Es vereint 21 Fachkliniken, 6 interdisziplinäre Zentren und 3 Institute, die eng mit den klinischen und theoretischen Instituten der Medizinischen Fakultät zusammenarbeiten.
Maria Eberlein-Gonska
Ziele und Entwicklungsstufen der Qualitäts- und Risikosteuerung
Zusammenfassung
In dem Maße, in dem Qualität nicht nur als Aktivität verstanden wird, um die sich speziell damit beauftragte Fach- und Führungskräfte zu kümmern haben, erweitert sich über die Sichtweise und den ganzheitlichen Ansatz hinaus zugleich auch die Gruppe der Adressaten und Hauptakteure. Hieraus folgt mit anderen Worten, dass Qualität aus patienten- und krankenhausbezogener Sicht immer wichtiger wird, um die Wettbewerbsfähigkeit eines Krankenhauses zu erhalten sowie zusätzlich zu erhöhen. Wenn Business Excellence die Antwort einer Klinik auf einen intensivierten Wettbewerb ist, dann ist das Erreichen und Gestalten dieses Niveaus eine zentrale Aufgabe der Klinikleitung.
Armin Töpfer
Klinisches Risikomanagement im Krankenhaus
Zusammenfassung
Ziel eines Risiko- und Fehlermanagements in der Medizin ist die Vermeidung von Behandlungsfehlern. Dabei ist die von Bereichen des industriellen Qualitätsmanagements geforderte Null-Fehler-Strategie angesichts der großen Bandbreite menschlicher Fehler und des großen Anteils des »Human factor« an den in allen bekannten Fehlermeldesystemen gemeldeten Ereignissen ein irreführender Ansatz. Besser und menschlicher ist es deshalb, vom Ziel der Fehlerreduktion zu sprechen.
Angela Möllemann
Universitäts GefäßCentrum – Wege zur Zertifizierung und daraus resultierende Verbesserungen der Prozesse und der Qualität der Patientenversorgung
Zusammenfassung
Herz- und Kreislauferkrankungen sind weltweit die häufigste Todesursache (vgl. WHO 2012). Die koronare Herzerkrankung mit ihren Manifestationen chronisch-ischämische Herzerkrankung und akuter Myokardinfarkt, der Schlaganfall sowie die Lungenarterienembolie nehmen hierunter die ersten drei Plätze ein (vgl. Statisches Bundesamt 2012). Da alle diese Erkrankungen mit dem Lebensalter an Häufigkeit zunehmen, ist aufgrund der demografischen Entwicklung mit einer weiter zunehmenden Erkrankungshäufigkeit zu rechnen.
Norbert Weiss, Hendrik Bergert
Unternehmensentwicklung bei der Sana Kliniken AG auf Basis des Excellence-Modells der EFQM
Zusammenfassung
Die Sana Kliniken AG ist ein Konzern mit ca. 45 Krankenhäusern als Tochtergesellschaften sowie weiteren Krankenhäusern, die im Rahmen von Managementverträgen betrieben werden, die überwiegend klinische Akutversorgung anbieten. Durch den Erwerb von Krankenhäusern oder den Abschluss von Managementverträgen werden permanent Krankenhäuser neu in den Verbund integriert. Damit ist stets die Aufgabe verbunden, das Managementsystem an die Anforderungen der Sana heranzuführen.
Heidemarie Haeske-Seeberg
Anforderungen, Konzeption und Beispiele für Null-Fehler-Qualität im Krankenhaus durch Six Sigma
Zusammenfassung
Die Frage, ob 99 % Qualität genug sind, was gegenwärtig etwa dem durchschnittlichen Qualitätsniveau in der deutschen Wirtschaft entspricht, ist heutzutage – und gerade auch im Gesundheitswesen – rein rhetorisch. Um sich zu verdeutlichen, wie 99 % Qualität und damit 1 % in Kauf genommenes Fehlerniveau im Vergleich zu praktikabler Null-Fehler-Qualität auf Six Sigma Niveau zu bewerten sind, lässt sich eine Reihe von plastischen Beispielen aus dem täglichen Leben anführen (vgl. Töpfer 2007a, S. 175).
Armin Töpfer, Patricia Leffler
Anwendungsbeispiele für Null-Fehler-Qualität im Krankenhaus: Optimierung der OP-Planung und der Wechselzeiten durch Six Sigma
Zusammenfassung
Im Vergleich zu den bis heute realisierten Six Sigma Anwendungen vor allem in amerikanischen Krankenhäusern sowie einigen europäischen und asiatischen Kliniken steht der Einsatz in deutschen Kliniken noch weitgehend am Anfang. Dies gilt auf jeden Fall, wenn man die Anzahl von in der Fachpresse veröffentlichten und damit dokumentierten Six Sigma Praxisfällen zu Grunde legt.
Armin Töpfer, Stephan B. Sobottka, Axel R. Heller
Ökologische Nachhaltigkeit als notwendige Ergänzung zur Wirtschaftlichkeit
Zusammenfassung
Ökologische Nachhaltigkeit ist auch für ein Krankenhaus eine Pflicht und damit Standardaufgabe. Sie entspringt nicht aus der Zielsetzung, sich darüber strategisch besser positionieren zu können, sondern mehr aus einer Werthaltung der Erhaltung natürlicher Ressourcen und der Verantwortung gegenüber nachfolgenden Generationen.
Armin Töpfer, Patricia Leffler
Nachhaltigkeit und höhere Umweltverträglichkeit im Krankenhaus: Ein Erfahrungsbericht
Zusammenfassung
Krankenhäuser nehmen enorme Ressourcen in Anspruch und haben damit eine beachtliche Relevanz für die Umwelt. Für die Behandlung eines Krankenhauspatienten werden am Tag durchschnittlich 80 kWh Wärmeenergie, bis zu 30 kWh elektrischer Energie und die beachtliche Menge von 500 l Wasser benötigt. Außerdem wird etwa 6 kg Abfall pro Patient und Tag erzeugt. Ein Normalbürger braucht nur ein Sechstel dieser Menge.
Gabriele Mager, Lutz Jatzwauk
Ganzheitliche Steuerung der Klinik
Zusammenfassung
Der zunehmende finanzielle Druck auf die Krankenhäuser und die dadurch bewirkte Forderung nach gesicherter Wirtschaftlichkeit und Qualität hat den Stellenwert des Controlling im Krankenhaus deutlich erhöht. Controlling wird aber häufig missverstanden als Instrument und Abteilung, mit dem/ von der eine verschärfte Kontrolle ausgeübt wird.
Armin Töpfer
Die Anwendung der Balanced Score Card (BSC) in der Klinik
Zusammenfassung
Nicht nur in vielen Unternehmen, sondern auch im Krankenhausbereich stellt sich die Frage, ob die formulierte Vision und Strategie das konkrete Handeln unmittelbar leitet und damit bestimmt. In amerikanischen Unternehmen erbrachte eine Studie das Ergebnis, dass dies in ca. 70 % aller Fälle nicht bzw. höchst unzureichend der Fall ist (vgl. Kaplan u. Norton 1997, S. 184 ff.).
Armin Töpfer
Aufbau eines ganzheitlichen Steuerungssystems in einem christlichen Krankenhausverbund
Zusammenfassung
Voraussetzung für eine erfolgreiche, nachhaltige Unternehmensführung ist für uns, einen christlichen Krankenhausverbund, eine sinnstiftende Ausrichtung der Organisation. Die Mission bringt zum Ausdruck, wofür wir stehen. Sie sollte griffig und verständlich formuliert werden.
Achim Schütz
Analyse der Wettbewerbskräfte und Benchmarking mit Excellence-Kliniken
Zusammenfassung
Systematische Wettbewerbsanalysen beziehen sich auch im Krankenhausbereich auf die aussagefähige Untersuchung des Marktes, der Konkurrenten und der Branchenstruktur. Die Ziele gehen dahin, die Wettbewerbsdynamik aufzudecken und diese dadurch zu beantworten, dass darauf ausgerichtete Wettbewerbsstrategien entwickelt und in konkrete Wertschöpfungsketten umgesetzt werden.
Armin Töpfer
Benchmarking ökonomischer und medizinischer Ergebnisse zwischen europäischen Spitzenklinken – »Learning from the Best«
Zusammenfassung
Der Begriff Benchmarking kommt aus dem Englischen und bedeutet übersetzt so viel wie »Maßstäbe setzen« und »Leistungsvergleich« (vgl. Meyer 1996, S. 4). Benchmarking setzt Zielwerte, die letztendlich Referenzpunkte für Messungen darstellen. Es setzt Standards für Vergleiche, evaluiert Vorgänge, Zahlen und Leistungen (vgl. Rau 1996, S. 27).
D. Michael Albrecht
Prozessphasen und kritische Erfolgsfaktoren beim Zusammenschluss als anorganisches Wachstum von Kliniken
Zusammenfassung
Durch die angespannte wirtschaftliche Lage im Gesundheitswesen geraten immer mehr Kliniken in finanzielle Schwierigkeiten. Nicht selten betrifft die drohende Insolvenzgefahr gerade kleine ländliche Krankenhäuser. Der Zusammenschluss von Krankenhäusern zu einem Klinikverbund eigenständiger Kliniken ist eine Möglichkeit, diese Krise abzuwenden, wie schon in Punkt 12 unseres 20-Punkte Sofortprogramms angesprochen.
Armin Töpfer
Praxiserfahrungen für die erfolgreiche Akquisition und Integration von Kliniken
Zusammenfassung
Der Markt für Krankenhausakquisitionen ist noch vergleichsweise jung. Entsprechend gering sind die Erfahrungen mit der Durchführung solcher Transaktionsprozesse und der Integration von Kliniken. Noch bis zu den 1990er Jahren wurde der Markt von M&A-Experten eher belächelt.
Thomas Lemke, Thomas Rudolf
Prozess des Krisenmanagements und Grundsätze der Krisenkommunikation
Zusammenfassung
Krisenfälle im Gesundheitswesen und vor allem im Krankenhaus finden in der Öffentlichkeit meist eine hohe und emotionalisierte Beachtung. Beispiele finden sich in jüngster Zeit immer wieder. Seien es verschmutztes OP-Besteck in Mannheim (vgl. o. V. 2014), Keime auf der Frühchenstation in Bremen (vgl. o. V. 2012), ein aus dem Ausland eingeschleppter multiresistenter Keim im Uniklinikum Kiel (vgl. Berndt 2015) oder Transplantationsskandale u. a. in Göttingen, Leipzig, München rechts der Isar sowie Münster (vgl. BÄK 2013; Lucius 2012).
Armin Töpfer, Patricia Leffler
Kommunikation und Bewältigung eines Krisenfalls
Zusammenfassung
Im August 2010 hatte die Universitätsmedizin Mainz eine schwere Krise zu bewältigen: Elf Kinder erhielten kontaminierte Infusionen, drei Babys verstarben. Es drohte unabsehbarer Schaden für die Universitätsmedizin Mainz. Die Universitätsmedizin kommunizierte die Geschehnisse aktiv und informierte die Familien der Kinder, Mitarbeiter, Behörden, Staatsanwaltschaft, Hersteller, Ministerien und Öffentlichkeit.
Norbert Pfeiffer

Management des Veränderungsprozesses

Frontmatter
Anforderungen, Schlüsselbereiche und Mitwirkende des Veränderungsmanagements
Zusammenfassung
Seitdem es das Handeln von Menschen in Organisationen gibt, besteht die Anforderung, sich im Zeitablauf weiterzuentwickeln, um sich gegenüber anderen Leistungsanbietern als Wettbewerber behaupten zu können. Changemanagement bzw. das Management des Veränderungsprozesses ist damit ein seit Langem betriebenes Handlungs- und Forschungsgebiet.
Armin Töpfer, D. Michael Albrecht
Checkliste für erfolgreiches Changemanagement im Krankenhaus – 20-Punkte Sofortprogramm für Kliniken
Zusammenfassung
Hier haben Sie die Möglichkeit, auf der Basis der inhaltlichen Ausführungen in den einzelnen Artikeln und Kapiteln den Stand Ihrer Klinik bzw. Ihres Bereiches zu bewerten. Es liegt in der Natur der Sache, dass die einzelnen inhaltlichen Gestaltungsfelder miteinander vernetzt sind, wie es anhand der hier vorangestellten zusammenfassenden Fragen zur 20-Punkte Checkliste auch nochmals deutlich wird (siehe Abb. 1).
Armin Töpfer
Backmatter
Metadaten
Titel
Handbuch Changemanagement im Krankenhaus
herausgegeben von
D. Michael Albrecht
Armin Töpfer
Copyright-Jahr
2017
Verlag
Springer Berlin Heidelberg
Electronic ISBN
978-3-642-20362-6
Print ISBN
978-3-642-20361-9
DOI
https://doi.org/10.1007/978-3-642-20362-6

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