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02.04.2020 | Harnwegsinfektionen in der Urologie | Leitthema | Ausgabe 5/2020

Der Urologe 5/2020

Leitliniengerechte Therapie von Harnwegsinfektionen

Zeitschrift:
Der Urologe > Ausgabe 5/2020
Autoren:
B. Ternes, F. M. E. Wagenlehner

Zusammenfassung

Hintergrund

Harnwegsinfektionen (HWI) zählen zu den häufigsten Infektionen. Speziell komplizierte HWI weisen ein breites Keimspektrum auf, mit teilweise hohen Antibiotikaresistenzraten. Der Verlauf ist stark unterschiedlich und kann von spontaner Heilung bis zur fulminanten Sepsis reichen.

Fragestellung

Welche Initialtherapie ist bei welcher HWI-Entität adäquat und wie sind die Empfehlungen der dementsprechenden Leitlinien?

Material und Methoden

Dies ist ein Review der aktuellen S3-Leitlinie Harnweginfektion, der Leitlinie Parenterale Initialtherapie bakterieller Infektionen der Paul-Ehrlich-Gesellschaft, der Leitlinie Urologische Infektionen der European Association of Urology (EAU) und der Leitlinie rezidivierende unkomplizierte HWI der American Urological Association (AUA).

Ergebnisse

Eine adäquate antibiotische Therapie richtet sich nach der Einteilung in komplizierte und unkomplizierte, sowie obere und untere Infektionen, und nach spezifischen Risikofaktoren, wie Harnwegskatheter etc., die z. B. nach dem ORENUC-System eingeteilt werden können. Anhand der Einteilung wird die Wahl für eine empirische antibiotische Therapie getroffen. Somit sollte das Erregerspektrum eingegrenzt werden, um möglichst Antibiotika mit schmalem Wirkspektrum und geringem Kollateralschaden einzusetzen und damit sowohl Resistenzbildungen als auch komplikativen Verläufen vorzubeugen.

Schlussfolgerungen

Eine adäquate leitliniengerechte empirische antibiotische Therapie und Prophylaxe richtet sich nach der klinischen Einteilung und den Risikofaktoren.

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