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05.10.2020 | Harnwegsinfektionen | Leitthema | Ausgabe 12/2020

Der Urologe 12/2020

Komplizierte Harnwegsinfektionen

Zeitschrift:
Der Urologe > Ausgabe 12/2020
Autoren:
FEBU, MHBA Priv.-Doz. Dr. med. J. Kranz, Prof. Dr. med. F. M. E. Wagenlehner, FEBU, MHBA Dr. med. L. Schneidewind

Zusammenfassung

Harnwegsinfektionen (HWI) zählen sowohl im ambulanten als auch im stationären Bereich zu den häufigsten bakteriellen Infektionen in Deutschland. Das klinische Spektrum ist heterogen und reicht von gutartigen, häufig selbst limitierenden, unkomplizierten Infektionen bis hin zu komplizierten HWI mit lebensbedrohlichen Verläufen. Komplizierte HWI haben im Vergleich zu unkomplizierten Infektionen ein höheres Chronifizierungs‑, Rezidiv- und/oder Progressionsrisiko und können mit einem schweren Krankheitsverlauf vergesellschaftet sein. Die Stratifizierung von Patienten mit HWI ist daher äußerst wichtig. Die Pathophysiologie und Therapie von komplizierten HWI und Pyelonephritiden wird eher von Wirtsfaktoren als von Pathogenattributen bestimmt. Komplizierte HWI und Pyelonephritiden sind zudem mit hohen antimikrobiellen Resistenzraten bei den verursachenden Erregern assoziiert, weswegen ihnen ein besonders hoher Stellenwert beigemessen werden sollte.

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