Vor 50 Jahren (Oktober 1964) erschien eine deutschsprachige Publikation, die als ein Meilenstein in der Geschichte der Allergologie bezeichnet werden kann. In der in Leipzig erscheinenden Zeitschrift „Allergie und Asthma“ berichteten Reindert Voorhorst und das Ehepaar Frits T. Spieksma und Marise I. Spieksma-Boezeman — beide Biologen im Labor von Voorhorst — erstmalig, dass Hausstaubmilben die eigentliche Quelle des „Hausstauballergens“ sind [
1]. Sie dokumentierten die Anwesenheit von Hausstaubmilben in Staubproben aus Wohnungen in der Juliana-Straße in Leiden, die zu asthmatischen Symptomen führten. Frau Spieksma-Boezeman konnte zugleich belegen, dass die Zahl der Milben in feuchten Häusern höher als in trockenen war. …