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12.02.2019 | Leitthema

Hautschäden durch troposphärisches Ozon

Zeitschrift:
Der Hautarzt
Autoren:
K. B. Fuks, B. Woodby, Prof. Dr. G. Valacchi
Wichtige Hinweise
Die englische Version dieses Beitrags ist unter https://​doi.​org/​10.​1007/​s00105-018-4319-y zu finden.

Zusammenfassung

Troposphärisches, das heißt bodennahes Ozon (O3) ist ein sekundärer Schadstoff, der durch Sonnenlicht aus anderen Schadstoffen hervorgeht. Die O3-Exposition ist mit einer erhöhten pulmonalen und kardiovaskulären Mortalität assoziiert und beeinträchtigt die reproduktive Gesundheit sowie das zentrale Nervensystem, dies sowohl akut als auch chronisch. Die Haut könnte ein potenziell verkanntes Zielorgan von O3 aus der Umwelt sein. Experimentelle Daten deuten auf einen positiven Zusammenhang zwischen der O3-Exposition und oxidativen Schäden, einem gestörten antioxidativen Schutz und einer proinflammatorischen Reaktion in der Haut hin. In Zeitreihenanalysen korrelierten akute Anstiege der O3-Konzentration mit medizinischen Konsultationen wegen Hauterkrankungen; ob diese Ergebnisse spezifisch für O3 sind, ist allerdings noch nicht sicher. Es gibt erste epidemiologische Belege dafür, dass die langfristige O3-Exposition mit einer vorzeitigen Hautalterung assoziiert ist. Dieser Befund war unabhängig von der Koexposition gegenüber anderen hautschädigenden Umweltfaktoren, wie etwa ultravioletter Strahlung und Luftverschmutzung mit anderen Schadstoffen. Da die O3-Konzentrationen in vielen Gegenden der Welt ansteigen, sind schädliche Wirkungen von O3 auf die Haut ein relevantes Problem für die öffentliche Gesundheit.

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