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01.06.2014 | Leitthema | Ausgabe 6/2014

Der Hautarzt 6/2014

Hautveränderungen an Händen und Füßen

Wann muss man an die Gene denken?

Zeitschrift:
Der Hautarzt > Ausgabe 6/2014
Autoren:
C. Seebode, S. Schiller, Univ.-Prof. Dr. S. Emmert, PD Dr. K. Giehl
Wichtige Hinweise

___ ___

C. Seebode und S. Schiller teilen sich die Erstautorenschaft.

Zusammenfassung

Hintergrund

Erkrankungen der Hände und Füße kommen häufig vor. Dabei sind nicht nur funktionelle Einschränkungen stark belastend, sondern auch die sichtbaren Hautveränderungen stigmatisierend. Zumeist gehen derartige Erkrankungen mit einer Hyperkeratose an den Handflächen und Fußsohlen einher. Grundsätzlich können palmoplantare Keratosen (PPKs) in erworbene, sporadische und genetisch bedingte PPKs eingeteilt werden.

Fragestellung

Ein nicht unerheblicher Anteil der PPKs entsteht aufgrund genetisch bedingter Ursachen. Da es sich um eine sehr heterogene Gruppe einzelner Entitäten handelt, ist es für den behandelnden Arzt wichtig zu wissen, wann an genetisch bedingte PPKs und an welche Gene gedacht werden muss.

Material und Methode

Wir stellen die häufigsten Ursachen erworbener und genetisch bedingter PPKs anhand einer aktuellen Literaturübersicht dar.

Ergebnisse

Die häufigsten Ursachen erworbener PPKs liegen in entzündlichen Dermatosen wie Psoriasis, Lichen ruber planus oder Hand- und Fußekzemen. Aber auch irritativ toxische PPKs (Vergiftungen mit Arsen oder chlorierten Kohlenwasserstoffen) und infektiöse PPKs (humane Papillomviren, Syphilis, Skabies, Tuberkulose, Lepra und Mykosen) sind nicht selten. Genetisch bedingte PPKs können isoliert, im Rahmen eines Syndroms oder paraneoplastisch auftreten. Die klinische/histologische Klassifikation unterscheidet diffus/flächige, fokal/herdförmige oder punktierte PPKs mit/ohne Epidermolyse. Die Klassifikation nach den zugrunde liegenden Gendefekten löst mehr und mehr die klinische Klassifikation ab.

Schlussfolgerungen

Kenntnisse über die große, jedoch heterogene Gruppe genetisch bedingter PPKs ist wichtig, um den Patienten und seine Familie fundiert beraten und adäquat behandeln zu können.

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