Interdisziplinarität in der Herzmedizin – anästhesiologische Perspektive
- 28.01.2026
- Herzchirurgie
- Leitthema
- Verfasst von
- Prof. Dr. med. Matthias Heringlake
- Prof. Dr. med. Jörg Ender
- Dr. med. Marit Habicher
- Stefan Henkel
- Prof. Dr. med. Ragnar Huhn-Wientgen
- Prof. Dr. med. Sascha Treskatsch
- Prof. Dr. med. Vera von Dossow
- Univ.-Prof. Dr. med. M. Sander, FESAIC
- Arbeitskreis Kardioanästhesie der Deutschen Gesellschaft für Anästhesiologie und Intensivmedizin (DGAI)
- Erschienen in
- Zeitschrift für Herz-,Thorax- und Gefäßchirurgie | Ausgabe 1/2026
Zusammenfassung
Interdisziplinarität ist in der Herzmedizin keine Option mehr, sondern Conditio sine qua non für Qualität und Patientensicherheit. Der vorliegende Beitrag zeichnet den Weg von den historischen Anfängen hin zu heutigen Kooperationsstrukturen aus anästhesiologischer Perspektive nach: vom Heart-Team über Hybridoperation und Herzkatheterlabor bis zu den Pfaden der Enhanced Recovery after Surgery (ERAS)/Enhanced Recovery after Cardiac Surgery (ERACS), Post-anaesthesia-care-unit(PACU)-Konzepten und intensivmedizinischer Weiterbehandlung. Im Fokus stehen die Beiträge der Anästhesiologie zu Delirprävention, Patient Blood Management und echokardiographisch gestützter intraoperativer Steuerung, flankiert durch strukturierte Qualifizierung (z. B. Zertifikate der Deutschen Gesellschaft für Anästhesiologie und Intensivmedizin, DGAI) und gemeinsame S3-Leitlinien. Die Qualitätsentwicklung erfolgt systematisch im Verfahren des Instituts für Qualitätssicherung und Transparenz im Gesundheitswesen (IQTIG) mit indikatorbasierter Auswertung und kollegialem Stellungnahmeprozess. Der Ausblick skizziert den weiteren Ausbau eines gemeinsamen, interprofessionellen Leitlinienökosystems und dessen Künstliche-Intelligenz(KI)-gestützte Implementierung in die Routineversorgung – einschließlich Large-Language-Models(LLM)-basierter Entscheidungsunterstützung, prädiktiver Modelle für Komplikationen und Fortschritte in der KI-gestützten Echokardiographie. Die zentrale Botschaft lautet: Wenn Herzchirurgie, Kardiologie und Anästhesiologie Standards und Kompetenzen gemeinsam weiterentwickeln, bleiben Ergebnisse nicht nur stabil, sondern werden messbar besser – mit höherer Sicherheit, besserem Patientenerlebnis und resilienteren Versorgungsstrukturen.
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- Titel
- Interdisziplinarität in der Herzmedizin – anästhesiologische Perspektive
- Verfasst von
-
Prof. Dr. med. Matthias Heringlake
Prof. Dr. med. Jörg Ender
Dr. med. Marit Habicher
Stefan Henkel
Prof. Dr. med. Ragnar Huhn-Wientgen
Prof. Dr. med. Sascha Treskatsch
Prof. Dr. med. Vera von Dossow
Univ.-Prof. Dr. med. M. Sander, FESAIC
Arbeitskreis Kardioanästhesie der Deutschen Gesellschaft für Anästhesiologie und Intensivmedizin (DGAI)
- Publikationsdatum
- 28.01.2026
- Verlag
- Springer Medizin
- Schlagwörter
-
Herzchirurgie
Herzchirurgie
Künstliche Intelligenz - Erschienen in
-
Zeitschrift für Herz-,Thorax- und Gefäßchirurgie / Ausgabe 1/2026
Print ISSN: 0930-9225
Elektronische ISSN: 1435-1277 - DOI
- https://doi.org/10.1007/s00398-025-00753-7
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