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Interdisziplinarität in der Herzmedizin – gefäßchirurgische Perspektive

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Zusammenfassung

Herz- und Gefäßchirurgie haben sich aus gemeinsamen historischen Wurzeln zu eigenständigen, hochspezialisierten Disziplinen entwickelt, rücken im klinischen Alltag aber zunehmend wieder enger zusammen. Interdisziplinarität ist essenziell, um komplexe kardiovaskuläre Erkrankungen ganzheitlich zu diagnostizieren und multimodal zu behandeln. Gemeinsame Strukturen wie zertifizierte Aortenzentren, interdisziplinäre Aorten-Boards und Hybrid-OP verbessern Ergebnisqualität, Patientensicherheit und Effizienz. Am Beispiel universitärer Zentren zeigt sich, dass ein strukturiertes Miteinander beider Fächer – ergänzt durch Kardiologie, Radiologie, Anästhesie, Intensiv- und Rehabilitationsmedizin – entscheidend für eine moderne Versorgung ist. Historische Entwicklungen, aktuelle strukturelle Unterschiede, gesundheitspolitische Rahmenbedingungen und Kernherausforderungen wie Zentralisierung, Technologisierung und Nachwuchsgewinnung prägen die zukünftige Zusammenarbeit. Der Beitrag beleuchtet aus gefäßchirurgischer Perspektive Chancen, Grenzen und notwendige Voraussetzungen einer erfolgreichen interdisziplinären Herz- und Gefäßmedizin.
Titel
Interdisziplinarität in der Herzmedizin – gefäßchirurgische Perspektive
Verfasst von
Prof. Dr. med. Dittmar Böckler
Matthias Karck
Farzin Adili
Publikationsdatum
14.01.2026
Verlag
Springer Medizin
Erschienen in
Zeitschrift für Herz-,Thorax- und Gefäßchirurgie / Ausgabe 1/2026
Print ISSN: 0930-9225
Elektronische ISSN: 1435-1277
DOI
https://doi.org/10.1007/s00398-025-00752-8
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Infusionstropf im Krankenhaus /© Amornrat Phuchom / Getty Images / iStock, Kardiologen beim Kathetereingriff /© BVMed.de, Team operiert/© HealthyShot / stock.adobe.com (Symbolbild mit Fotomodell)