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01.01.2012 | Schwerpunkt | Ausgabe 1/2012

Der Internist 1/2012

Herzfrequenz und Frequenzkontrolle

Prognostische Bedeutung bei kardiovaskulären Erkrankungen

Zeitschrift:
Der Internist > Ausgabe 1/2012
Autoren:
Dr. F. Custodis, J.-C. Reil, U. Laufs, M. Böhm

Zusammenfassung

Die Herzfrequenz ist ein kardiovaskulärer Risikoindikator. Insbesondere bei Patienten mit Herzinsuffizienz und möglicherweise auch bei koronarer Herzerkrankung ist eine erhöhte Ruhe-Herzfrequenz als unabhängiger Risikofaktor anzusehen. Klinische und experimentelle Arbeiten weisen darauf hin, dass die Herzfrequenz selbst direkte Wirkungen auf strukturelle und funktionelle Eigenschaften des Herz-Kreislauf-Systems, v. a. auf das Gefäßsystem, ausübt. Die Daten der SHIFT-Studie belegen den Stellenwert der Herzfrequenz als Risikofaktor und Therapieansatz bei Patienten mit chronischer Herzinsuffizienz: Zusätzlich zu einer leitliniengerechten medikamentösen Therapie reduzierte Ivabradin die Häufigkeit von Klinikeinweisungen aufgrund einer klinischen Verschlechterung und reduzierte zudem herzinsuffizienzbedingte Todesfälle. Die Daten der BEAUTIFUL-Studie zeigen, dass eine Herzfrequenz von ≥70 Schlägen pro Minute bei Patienten mit einer ischämischen Kardiomyopathie das Risiko für koronare Ereignisse erhöht.

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