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Frauen und Herz-Kreislauf-Erkrankungen – warum ist ein geschlechtersensibler Ansatz unverzichtbar?

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Zusammenfassung

Herz-Kreislauf-Erkrankungen sind weiterhin die führende Todesursache bei Frauen, werden jedoch in Forschung, Diagnostik und Therapie noch immer primär aus einer männlichen Perspektive betrachtet. Dies führt zu verzögerten Diagnosen, atypischen Symptominterpretationen und suboptimalen Behandlungsstrategien. Der geschlechtersensible Ansatz zeigt, dass biologische Unterschiede („sex“) sowie psychosoziale und strukturelle Faktoren (Gender) das Risiko, die Symptomatik, die Versorgungspfade und die klinischen Outcomes von Frauen wesentlich beeinflussen. Frauen weisen im Durchschnitt ein höheres Lebensalter bei Erstmanifestation, mehr Komorbiditäten und längere präklinische Verzögerungszeiten auf; zugleich erhalten sie seltener eine invasive Diagnostik und Therapie. Epidemiologische Daten aus Europa und den USA verdeutlichen trotz rückläufiger Mortalität eine weiterhin bestehende Übersterblichkeit und Unterversorgung von Frauen, insbesondere in der Akutmedizin und Rehabilitation. Der vorliegende Beitrag fasst die aktuelle Evidenz zu Epidemiologie, Risikofaktoren, Symptomatik, Diagnostik und Therapie zusammen und zeigt, dass ein geschlechtersensibler Ansatz konsequent in Forschung, Leitlinien und klinischer Praxis implementiert werden muss, um Versorgungslücken zu schließen und die kardiovaskuläre Gesundheit von Frauen nachhaltig zu verbessern.
Titel
Frauen und Herz-Kreislauf-Erkrankungen – warum ist ein geschlechtersensibler Ansatz unverzichtbar?
Verfasst von
Viyan Sido
Sabine Oertelt-Prigione
Publikationsdatum
11.12.2025
Verlag
Springer Medizin
Erschienen in
Die Innere Medizin / Ausgabe 3/2026
Print ISSN: 2731-7080
Elektronische ISSN: 2731-7099
DOI
https://doi.org/10.1007/s00108-025-02025-w
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