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17.10.2016 | Herzinsuffizienz | CME | Ausgabe 8/2016

Herz 8/2016

Depression und Herzinsuffizienz – doppeltes Risiko?

Diagnostik, prognostische Bedeutung und Therapie einer unterschätzten Komorbidität

Zeitschrift:
Herz > Ausgabe 8/2016
Autoren:
J. Wallenborn, Prof. Dr. med. C. E. Angermann

Zusammenfassung

Herzinsuffizienz und Depression sind Volkskrankheiten von besonderer klinischer und ökonomischer Relevanz. Verglichen mit der Normalbevölkerung findet sich bei Patienten mit Herzinsuffizienz eine komorbide Depression bis zu 5‑mal häufiger. Dies hat negative Auswirkungen auf die Morbidität, Mortalität, Lebensqualität und Behandlungskosten. Depressive Symptome überlappen mit denen der Herzinsuffizienz, was die Diagnose erschwert. Wenig aufwendige Screening-Instrumente, z. B. der 2‑Item-Gesundheitsfrageborgen für Depression, erleichtern im klinischen Alltag die Erkennung. Bisher gibt es keine Evidenz aus randomisierten kontrollierten Studien, dass Antidepressiva bei Herzinsuffizienz Stimmung und Prognose verbessern können, sodass deren Einsatz eine Einzelfallentscheidung bleiben sollte. Durch körperliches Training, kognitive Verhaltenstherapie und multidisziplinäre ganzheitliche Betreuungskonzepte wurden in einzelnen randomisierten Studien depressive Symptome und/oder Prognose gebessert.

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