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14.10.2020 | Herzinsuffizienz | Schwerpunkt: Kardioonkologie | Ausgabe 11/2020

Der Internist 11/2020

Effekte des Tumors auf Herz und Kreislauf

Zeitschrift:
Der Internist > Ausgabe 11/2020
Autoren:
Dr. M. S. Anker, Dr. S. Hadzibegovic, Prof. Dr. S. von Haehling
Wichtige Hinweise

Redaktion

G. Hasenfuß, Göttingen
S. von Haehling, Göttingen
M.S. Anker und S. Hadzibegovic teilen sich die Erstautorenschaft.

Zusammenfassung

Durch eine fortwährende Weiterentwicklung der modernen Krebstherapie können jedes Jahr mehr Patienten mit Tumorerkrankung geheilt werden. Da es bei vielen Patienten jedoch kardiovaskuläre Probleme vor, während und nach ihrer Tumorbehandlung gibt, wird die Kardioonkologie immer wichtiger. Es gibt viele Therapien, die eine Kardiotoxizität verursachen können, so etwa Chemo‑, Immun‑, Antikörper- und Strahlentherapien. Bleiben diese unerkannt, kann der Patient unter anderem eine Herzinsuffizienz oder eine schwerwiegende Schädigung der Herzklappen entwickeln. Für Kardiologen und Onkologen ist das breite Spektrum der kardiovaskulären Komorbiditäten eine immense Herausforderung geworden. Die Kardioonkologie befasst sich daneben auch mit den Effekten der Tumorerkrankung selbst auf das kardiovaskuläre System. Neue Forschungsergebnisse weisen darauf hin, dass es auch direkte negative Einflüsse des Tumors auf das Herz gibt, die durch Botenstoffe vermittelt werden. Es ist daher wichtig zu verstehen, welche Patienten mit Tumorerkrankung ein erhöhtes kardiovaskuläres Risiko haben. So können langfristig neue Therapieansätze entwickelt werden, um Mobilität zu erhalten und die Prognose der Patienten zu verbessern.

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