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Update Mechanischer Herzklappenersatz

Erschienen in:

Zusammenfassung

Mehr als 70 Jahre nach der ersten erfolgreichen Implantation einer künstlichen Herzklappe steht der kardiovaskulären Medizin heutzutage eine Vielzahl an therapeutischen Optionen für die Behandlung von Herzklappenerkrankungen zur Verfügung [1, 2]. Ziel ist eine maßgeschneiderte, patientenindividuelle Therapieplanung im interdisziplinären Heart Team unter dem Leitsatz „lifetime management of heart valve disease“, die häufig Anlass intensiver Diskussionen sowohl zwischen den behandelnden Fachdisziplinen als auch mit den Patienten selbst ist [1]. Obwohl mechanische Herzklappenprothesen diesen Leitsatz im Idealfall durch nur eine einzige Operation erfüllen, spielen sie in westlichen Ländern gegenüber biologischen Prothesen und interventionellen Verfahren heutzutage eine eher untergeordnete Rolle. Abwägungen zwischen mechanischer und biologischer Prothese fokussieren schlussendlich meist das individuelle Risiko für gerinnungsassoziierte Komplikationen mechanischer Prothesen gegenüber dem Risiko für und dem Risiko einer Reoperation aufgrund begrenzter Haltbarkeit biologischer Prothesen. In diesem Kontext sollen im Folgenden 1) lebenslange Antikoagulation und gerinnungsassoziierte Komplikationen, 2) Haltbarkeit und hämodynamische Aspekte, 3) das Outcome nach mechanischem und biologischen Klappenersatz und 4) patientenindividuelle Abwägungen und Lifetime management anhand aktueller Leitlinien und Literatur diskutiert werden.
Titel
Update Mechanischer Herzklappenersatz
Verfasst von
Dr. med. Dr. med. univ. Philipp Schnackenburg
Christian Hagl
Christoph S. Mueller
Publikationsdatum
18.03.2025
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Bildnachweise
Infusionstropf im Krankenhaus /© Amornrat Phuchom / Getty Images / iStock, Kardiologen beim Kathetereingriff /© BVMed.de, Team operiert/© HealthyShot / stock.adobe.com (Symbolbild mit Fotomodell)