Update zum perioperativen Umgang mit kardial implantierten elektronischen Geräten
- 09.04.2026
- Herzschrittmacher
- CME-Kurs
- CME-Punkte
- 3
- Für
- Ärzte
- Zertifizierende Institution
- Ärztekammer Nordrhein
- Zertifiziert bis
- 09.04.2027
- Anzahl Versuche
- 2
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Das Fachgebiet der kardial implantierbaren elektronischen Geräte (CIED) hat in den vergangenen Jahren einen kontinuierlichen Zustrom neuartiger Technologien erfahren. Herzschrittmacher werden zunehmend als kabellose Systeme implantiert, die biventrikuläre kardiale Resynchronisationstherapie (CRT) ist fest etabliert, und subkutane und extravaskuläre implantierbare Kardioverter-Defibrillatoren (S-ICD, EV-ICD) stehen inzwischen ebenfalls zur Verfügung. Darüber hinaus widerspiegeln Innovationen wie die direkte Stimulation des kardialen Reizleitungssystems (sog. Conduction-system-pacing-Systeme) sowie sog. Loop Recorder mit Abmessungen kleiner als ein USB-Stick das bemerkenswerte Tempo des technischen Fortschritts in diesem Bereich. Für Anästhesiefachkräfte sind diese Entwicklungen besonders relevant. Die wachsende Prävalenz von Patientinnen und Patienten mit CIED, die sich nichtkardiochirurgischen Eingriffen unterziehen, macht ein fundiertes Verständnis der Gerätefunktionalität, perioperativer Managementstrategien und potenzieller Wechselwirkungen mit anästhesiologischen Verfahren erforderlich. Dieser Artikel bietet einen Überblick über die bedeutendsten technologischen Fortschritte im Bereich der CIED und stellt praxisorientierte Empfehlungen vor, die eine sichere und effektive Anwendung im anästhesiologischen Alltag unterstützen.
Nach der Lektüre dieses Beitrags
- kennen Sie die wichtigen Schritte in der präoperativen Diagnostik bei Trägerinnen und Trägern von kardial implantierbaren elektronischen Geräten (CIED).
- können Sie die anästhesiologisch relevanten Unterschiede zwischen transvenösen und kabellosen Herzschrittmachern benennen.
- identifizieren Sie die Risikofaktoren für elektromagnetische Interferenzen zuverlässig.
- wissen Sie, was bei CIED-Trägerinnen und -Trägern bei der intra- und postoperativen Betreuung beachtet werden muss.
- kennen Sie Notfallmaßnahmen bei Fehlfunktionen des Schrittmachers.
Diese Fortbildungseinheit mit 3 Punkten (Kategorie D) wurde von der Ärztekammer Nordrhein für das „Fortbildungszertifikat der Ärztekammer“ anerkannt und ist damit auch für andere Ärztekammern anerkennungsfähig. Anerkennung in Österreich und Schweiz: Für das Diplom-Fortbildungs-Programm (DFP) werden die von deutschen Landesärztekammern anerkannten Fortbildungspunkte aufgrund der Gleichwertigkeit im gleichen Umfang als DFP-Punkte anerkannt. Die Schweizer Gesellschaft für Anästhesiologie und Perioperative Medizin vergibt 1 Credit für die Zertifizierte Fortbildung in „Die Anästhesiologie“.