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20.05.2016 | Leitthema | Ausgabe 7/2016 Open Access

Der Hautarzt 7/2016

Hirnmetastasen des malignen Melanoms

Therapiebesonderheiten

Zeitschrift:
Der Hautarzt > Ausgabe 7/2016
Autoren:
R. Rauschenberg, G. Tabatabai, E. G. C. Troost, M. Garzarolli, S. Beissert, Prof. Dr. F. Meier

Zusammenfassung

Hirnmetastasen treten bei der Mehrheit der Patienten mit metastasiertem Melanom auf und sind die häufigste Todesursache. Bis vor Kurzem war die Lokaltherapie die einzige Option für die Kontrolle von Hirnmetastasen. Inzwischen stehen wirksame systemische Therapieoptionen zur Verfügung. Bei Verdacht auf Hirnmetastasen sind eine Staging-Diagnostik mit Craniale Magnetresonanztomographie (cMRT) sowie eine neurologische Untersuchung indiziert. Für die Therapieplanung sollten prognostische Faktoren wie Anzahl und Symptomatik der zerebralen Metastasen, der LDH- und S100-Wert im Serum, die extrazerebrale Metastasierung sowie der ECOG (Eastern Cooperative Oncology Group)-Status einbezogen werden. Die Therapieentscheidung bzw. -durchführung sollte interdisziplinär bzw. multimodal erfolgen. Bei singulären Hirnmetastasen sind die neurochirurgische Resektion und die stereotaktische Radiatio etabliert. Das Behandlungsspektrum hat sich durch die Neuzulassung von wirksamen Immuntherapien (CTLA-4- und PD-1-Antikörper) sowie zielgerichteten Therapien (BRAF-und MEK-Inhibitoren) erheblich erweitert. Die palliative Ganzhirnradiatio wird bei multiplen symptomatischen Hirnmetastasen eingesetzt, wobei bisher kein signifikanter Vorteil für das Gesamtüberleben gezeigt werden konnte. Bei erhöhtem intrakraniellem Druck und epileptischen Anfällen sind Kortikosteroide und Antikonvulsiva indiziert. In aktuellen klinischen Studien werden für Melanompatienten mit Hirnmetastasen neue Therapieoptionen wie PD-1-Antikörper, Ipilimumab plus Nivolumab, BRAF-Inhibitoren plus MEK-Inhibitoren sowie stereotaktische Radiatio in Kombination mit Immuntherapie bzw. zielgerichteter Therapie untersucht.

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Autoren:
Prof. Dr. med. habil. Sabine G. Plötz, Prof. Dr. med. Rüdiger Hein, Prof. Dr. med. Dr. phil. Johannes Ring

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