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17.10.2016 | Leitthema | Ausgabe 12/2016

Der Onkologe 12/2016

Hirntumoren im Kindes- und Jugendalter

Zeitschrift:
Der Onkologe > Ausgabe 12/2016
Autoren:
B.-Ole Juhnke, Dr. Brigitte Bison, Prof. Dr. Dr. Michael C. Frühwald, Prof. Dr. Rolf-D. Kortmann, Dr. Hendrik Witt, Prof. Dr. Stefan Rutkowski

Zusammenfassung

Hintergrund

In den letzten Jahren wurden in vielen Disziplinen der pädiatrischen Neuroonkologie neue Erkenntnisse generiert. Dazu zählen wichtige Fortschritte zum Verständnis der Biologie von Medulloblastom, Ponsgliom, niedrig- und hochgradigem Gliom, Ependymom, embryonalem Tumor mit mehrschichtigen Rosetten (ETMR) und atypischen teratoiden/rhabdoiden Tumoren (AT/RT), die eine neue Ära klinischer und molekularer Diagnostik sowie Therapie eingeläutet haben.

Methoden

Forschungsergebnisse des deutschen Behandlungsnetzwerks HIT sowie eine selektive Literaturübersicht publizierter Studien aus den letzten 40 Jahren sind die Grundlage dieser Arbeit.

Ergebnisse

Moderne Therapiekonzepte werden, basierend auf dem erweiterten Verständnis der Tumorbiologie, schrittweise in klinische Behandlungsempfehlungen integriert. Aktuelle Therapieansätze werden nach klinischem und biologischem Risiko modifiziert, um so die Langzeittoxizität bei Patienten mit guter Prognose zu reduzieren und ungünstige Heilungsraten in Hochrisikogruppen zu verbessern. Neue bildgebende Verfahren wie die Verfügbarkeit von intraoperativem MRT haben neurochirurgische Operationen begünstigt. Verbesserungen in der Radiotherapieplanung und zunehmende Verfügbarkeit der Protonentherapie schüren Hoffnung auf langfristig verminderte Morbidität nach Bestrahlung. Ein besseres Verständnis der Pathophysiologie der Schäden für die Entwicklung des Gehirns und andere therapieassoziierte Spätfolgen rücken zunehmend in den Fokus der Forschung − mit dem Ziel, Schäden zu mildern und den Kindern Bewältigungsmechanismen bieten.

Schlussfolgerungen

Für die Validierung und Weiterentwicklung der aufgezeigten biologischen und klinischen Aspekte sind auch künftig prospektive Studien im Behandlungsnetzwerk HIT erforderlich.

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Literatur
Über diesen Artikel

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