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26.10.2017 | Leitthema | Ausgabe 12/2017

Der Ophthalmologe 12/2017

Histopathologische Korrelation epiretinalen Gewebes bei Schichtforamen und Pseudoforamen der Makula

Zeitschrift:
Der Ophthalmologe > Ausgabe 12/2017
Autoren:
PD Dr. R. G. Schumann, D. Vogt, C. Haritoglou, F. Hagenau, J. Siedlecki, A. Wolf, S. G. Priglinger

Zusammenfassung

Hintergrund

Mit Anwendung der hochauflösenden optischen Kohärenztomographie („spectral domain“ OCT [SD-OCT]) lassen sich morphologisch unterschiedlich erscheinende Formen epiretinalen Gewebes bei Makulaschichtforamen (MSF) und Pseudoforamen (PF) der Makula abgrenzen.

Fragestellung

Es erfolgt die Darstellung der Ergebnisse von histopathologischer Charakterisierung und Differenzierung epiretinalen Gewebes bei Augen mit MSF und PF der Makula, basierend auf einer morphologischen Unterscheidung in der SD-OCT.

Material und Methoden

Die Auswertung basiert auf dem aktuellen Stand der Literatur und eigenen Datenauswertungen. Mittels SD-OCT erfolgt eine Unterscheidung in hyporeflektives epiretinales Gewebe und in traktive epiretinale Membranen (ERM). Für eine fluoreszenz- und elektronenmikroskopische Analyse wurde das mittels Pars-plana-Vitrektomie mit ILM(innere Grenzmembran)-Peeling gewonnene epiretinale Gewebe aufgearbeitet.

Ergebnisse

Im SD-OCT erscheint das hyporeflektive Gewebe bei MSF als eine dicke homogene Schicht aus hypodensem Material, die der Netzhautoberfläche direkt aufliegt und keine sichtbaren Anzeichen von Traktion aufweist. Immunzytochemisch dominieren Hyalozyten und Gliazellen, die keine kontraktile Aktivität besitzen. In den traktiven ERM bei PF finden sich hingegen überwiegend Anti-α-SMA-positive Myofibroblasten, die sich aktiv kontrahieren können.

Schlussfolgerung

Die Ergebnisse ultrastruktureller Untersuchungen zeigen, dass morphologische Zellkomponenten des hyporeflektiven, epiretinalen Gewebes von MSF weniger kontraktile Eigenschaften im Vergleich zu Zellen traktiver, epiretinaler Membranen aufweisen. Es ist daher davon auszugehen, dass Unterschiede in der Entstehung dieser verschiedenen epiretinalen Auflagerungen bestehen. Histopathologische Untersuchungen stützen die These, dass es sich bei dem hyporeflektiven, epiretinalen Gewebe um verändertes Material der Glaskörperrinde handelt.

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