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Erschienen in: InFo Hämatologie + Onkologie 12/2021

14.12.2021 | HIV | Neues aus der Forschung

kurz notiert

Hautmalignome: Zeitpunkt der ART bei HIV-Positiven relevant?

verfasst von: Moritz Borchers

Erschienen in: InFo Hämatologie + Onkologie | Ausgabe 12/2021

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Auszug

Wie zügig die antiretrovirale Therapie (ART) nach einer HIV-Diagnose durchgeführt wird, hat bei HIV-Patient*innen möglicherweise auch Implikationen für das Risiko, an malignen Haut- und Schleimhautläsionen zu erkranken. Darauf deuten zumindest Daten einer aktuellen Studie aus Österreich hin [Saluzzo S et al. Immunity. 2021;S1074-7613(21)00459-3]. Das HI-Virus befällt CD4-positive T-Zellen nicht nur im Blut, sondern auch in Gewebe wie der Haut (sog. "CD4+ tissue-resident memory T cells" [TRM]), was in beiden Fällen zum Untergang der Immunzellen führt. Obwohl die ART helfen kann, die T-Zell-Zahlen im Blut wieder zu erhöhen, gelingt das bei den TRM offenbar nur, wenn sie rechtzeitig nach Diagnose erfolgt. Kommt die ART zu spät, gehen bestimmte TRM irreversibel verloren, wie die Daten des Teams um Simona Saluzzo, Wien, nahelegen. Dadurch könnte etwa die Abwehr von Tumoren, an deren Genese Viren beteiligt sind, langfristig geschwächt sein. Dazu passt, dass das Team bei HIV-Patient*innen in Biopsien von präkanzerogenen Läsionen, die durch Humane Pappillomaviren (HPV) induziert waren, weniger TRM nachweisbar waren, als bei HIV-Negativen. Insgesamt passen die Befunde also zu einer höheren Prävalenz bzw. Erkrankungsschwere von HPV-positiven Malignomen bei HIV-Patient*innen. …
Metadaten
Titel
kurz notiert
Hautmalignome: Zeitpunkt der ART bei HIV-Positiven relevant?
verfasst von
Moritz Borchers
Publikationsdatum
14.12.2021
Verlag
Springer Medizin
Schlagwörter
HIV
Humane Papillomviren
Erschienen in
InFo Hämatologie + Onkologie / Ausgabe 12/2021
Print ISSN: 2662-1754
Elektronische ISSN: 2662-1762
DOI
https://doi.org/10.1007/s15004-021-8894-1

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