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Die Schädelbasischirurgie ist eine hochspezialisierte Querschnittsdisziplin, deren Bedeutung in den letzten Jahrzehnten immer mehr in den Vordergrund gerückt ist. Sie setzt ein hohes Maß an apparativer Ausstattung, spezialisiertem Personal und interdisziplinärer Zusammenarbeit voraus, und kann aufgrund ihrer Aufwendigkeit oft nur in Universitätskliniken oder Zentren der Maximalversorgung adäquat erbracht werden. Die Fähigkeit, Schädelbasisoperationen durchzuführen, setzt eine langjährige komplexe chirurgische Ausbildung voraus. National und international entwickeln sich zertifizierte interdisziplinäre Schädelbasiszentren, die eine Patientenversorgung auf höchstem Niveau ermöglichen. Ziel dieses Referats ist es, anhand der häufigsten Krankheitsbilder einen aktuellen Stand abzubilden, um die gemeinsamen typischen „unmet clinical needs“ und daraus resultierende zukünftige Perspektiven der Schädelbasischirurgie zu erörtern.
Der Verlag bleibt in Hinblick auf geografische Zuordnungen und Gebietsbezeichnungen in veröffentlichten Karten und Institutsadressen neutral.
Einleitung
Die Schädelbasischirurgie ist ein medizinisches Spezialgebiet, das sich mit der Behandlung von Erkrankungen beschäftigt, die sich in unmittelbarer Nähe zwischen Gehirn, Nasennebenhöhlen und Ohren befinden. Sie vereint Elemente aus der Neurochirurgie und der Hals-Nasen-Ohren(HNO)-Heilkunde sowie aus Mund-Kiefer-Gesichts(MKG)-Chirurgie, Augenheilkunde, Neuroradiologie und Strahlentherapie zu interdisziplinären Therapiekonzepten, die in den letzten Jahrzehnten eine rasante technische und inhaltliche Entwicklung erfahren haben. Pathologien der Schädelbasis sind allesamt selten und benötigen ein hohes Maß an Expertise für Diagnostik und Therapie.
Die chirurgische Versorgung von Erkrankungen und Verletzungen der Schädelbasis gilt als besonders herausfordernd, da diese anatomische Region durch eine hohe Komplexität und die Nähe zu funktionell relevanten Strukturen wie Hirnnerven, Hirngefäßen und Sinnesorganen gekennzeichnet ist. Pathologische Prozesse in diesem Bereich, wie Tumoren, Traumata, Infektionen oder Fehlbildungen, erfordern ein gut abgestimmtes diagnostisches und therapeutisches Vorgehen.
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Schädelbasischirurgie – quo vadis? Die Schädelbasis bildet einerseits eine Grenze, andererseits jedoch eher die Schnittstelle zwischen intra- und extrakraniellen Strukturen. Aus chirurgischer Sicht ist sie von besonderer Relevanz, da sie eine Vielzahl neurovaskulärer Strukturen tief im Inneren des Schädels beherbergt und deshalb komplexe Zugangswege erforderlich macht. Ihre historische Untergliederung in vordere, zentrale (mittlere) und laterale Schädelbasis hat sich anatomisch und chirurgisch bewährt und bildet auch die Grundlage für die Auswahl individueller Zugangswege [23, 175].
In den Anfängen der Schädelbasischirurgie waren die Zugangswege durch die Möglichkeiten offener Verfahren eingeschränkt. Mit der Einführung mikrochirurgischer Techniken in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts [172] eröffneten sich erstmals präzise, funktionserhaltende chirurgische Behandlungen auch bei komplexen Läsionen. In den 1990er-Jahren leitete der Einzug der Endoskopie in der Nasennebenhöhlenchirurgie eine neue Ära der minimalinvasiven Schädelbasischirurgie ein. Dies hat nicht nur zu einer deutlichen Reduktion der Mortalität geführt, sondern auch neue Indikationen und interdisziplinäre Behandlungsformen ermöglicht. So finden sich bei Läsionen der vorderen Schädelbasis inzwischen meist endonasale, endoskopische Zugänge, während bei lateralen Pathologien weiterhin die Mikrochirurgie dominiert. Zusätzlich kommen auch kombinierte transkranielle oder extranasale Routen zur Anwendung.
Die Präsenz der Schädelbasischirurgie spiegelt sich allein dadurch wider, dass in den letzten 15 Jahren 12 Referate für die Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie direkt zum Thema „Schädelbasis“ verfasst wurden. Hierin wurden viele relevante Aspekte zur Diagnostik und Therapie der typischen und seltenen Erkrankungen der Schädelbasis ausführlich erläutert. Dieses Referat soll darauf aufbauen und sich in erster Linie speziell mit den chirurgischen Aspekten und den (technischen) Weiterentwicklungen, die einen direkten Einfluss auf die chirurgische Versorgung haben, beschäftigen.
Das Referat orientiert sich dabei zunächst an der klassischen anatomischen Einteilung der Schädelbasis, da vielen Zentren traditionell getrennte Zuständigkeiten für die laterale und vordere Schädelbasis vorhalten bzw. auch nur in einem der beiden Teilbereiche hochspezialisiert sind. Im weiteren Verlauf werden übergreifende Entwicklungen erörtert, um darzustellen, welche strukturellen und technologischen Innovationen die zukünftige Gestaltung dieses Teilgebiets prägen könnten.
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Chirurgie der vorderen und zentralen Schädelbasis
Anatomie
Die vordere Schädelbasis umfasst den Bereich der Stirnhöhlenhinterwand über die Crista galli und die Lamina cribrosa des Siebbeins bis zur hinteren Begrenzung am Dach des Keilbeins. Sie grenzt an die Orbita, die Nasenhaupthöhle sowie die vordere Schädelgrube. Relevante anatomische Strukturen sind die Rima olfactoria und das Planum sphenoidale bis zum Canalis opticus [80, 154].
Die zentrale Schädelbasis umfasst die Region zwischen der vorderen und lateralen Schädelbasis, also im Wesentlichen den Bereich der mittleren Schädelgrube, und reicht vom hinteren Rand der Alae minores bis zur Oberkante der Pars petrosa des Os temporale. Zu den entscheidenden Strukturen zählen die Sella turcica mit dem Recessus hypophysialis, der Sinus cavernosus und die A. carotis interna [136, 137].
Historische Entwicklung
Die Chirurgie der vorderen Schädelbasis hat ihre Wurzeln in der Versorgung frontaler Schädelfrakturen im 19. Jahrhundert. Erste dokumentierte Eingriffe mit kraniotomischen Zugängen stammen von Chirurgen wie Horsley und Cushing, die grundlegende Techniken in der Neurochirurgie erarbeiteten [77]. Lange Zeit war die Behandlung komplexer pathologischer Prozesse der vorderen Schädelbasis, wie Tumoren der Nasenhaupt- und der Nasennebenhöhlen (NNH), aufgrund der eingeschränkten Visualisierungsmöglichkeiten und der Gefahr schwerer Komplikationen mit hoher Morbidität behaftet. Ein technischer Fortschritt setzte in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts durch die Entwicklung mikrochirurgischer Techniken ein. Die Einführung des Operationsmikroskops ermöglichte erstmals eine präzisere Dissektion frontobasaler Strukturen mit funktionserhaltendem Anspruch [172].
In den 1980er-Jahren wurde das Konzept der funktionellen endoskopischen NNH-Chirurgie bei chronisch entzündlichen Nasenschleimhauterkrankungen etabliert, insbesondere durch die Arbeiten von Messerklinger und Stammberger [154], die die physiologische Funktion der NNH und die Bedeutung der mukoziliären Clearance ins Zentrum stellten. Diese Techniken fanden den Einzug in die anteriore Schädelbasischirurgie, als in den 1990er-Jahren erste endoskopisch-endonasale Resektionen frontobasaler Tumoren beschrieben wurden [64].
Durch die weitere Übertragung und Etablierung der endoskopischen Techniken von der vorderen auf die zentrale Schädelbasis, beginnend in den 1990er- und 2000er-Jahren mit der transsphenoidalen Hypophysenchirurgie, wurde auch hier ein entscheidender Fortschritt erreicht [129]. Während das klassische transnasale mikroskopische Vorgehen bereits seit Hardy und Hirsch bekannt war [76], führte die Endoskopie zu einer besseren Ausleuchtung und einer deutlichen Erweiterung des Operationsfelds nach lateral und damit zu sichereren Resektionen bei reduziertem Zugangstrauma [19, 70]. Inzwischen stellt der endonasal-endoskopische Zugang die Standardmethode zur operativen Behandlung von Hypophysenadenomen sowie bei Kraniopharyngeomen, Meningeomen und Chordomen dar [115, 163]. Bei signifikanter anteriorer oder lateraler Ausdehnung oder Infiltration in den dritten Ventrikel muss ggf. simultan oder sequenziell über einen externen Zugang (subtemporal, pterional oder supraorbital) erweitert werden [46]. Insbesondere der minimalinvasive transorbitale Zugang hat sich in den letzten Jahren zu einem etablierten Weg entwickelt, über den die Schädelbasis sicher erreicht und versorgt werden kann [47].
Typische Krankheitsbilder
Hypophysenadenome
Hypophysenadenome sind die häufigsten Neoplasien der zentralen Schädelbasis. Etwa 10–15 % aller intrakraniellen Tumoren entfallen auf sie. Klinisch relevant sind sie durch endokrine Dysfunktionen, Optikuskompression oder expansives lokales Wachstum. Die endoskopisch-endonasale transsphenoidale Resektion ist das weltweit anerkannte Standardverfahren, welches die mikroskopische transsphenoidale Technik weitgehend verdrängt hat [17].
Tumoren
Eine chirurgische Therapie von Malignomen, die die vordere Schädelbasis infiltrieren oder nach intrakraniell einwachsen (z. B. Plattenpithelkarzinome, Adenokarzinome), ist dann indiziert, wenn eine sichere R0-Resektion plausibel ist. Das Gleiche gilt für eine Orbitainfiltration. In diesen Fällen kann eine interdisziplinäre Resektion (endoskopisch; ggf. offen oder kombiniert) durchgeführt werden, an die sich eine adjuvante Radio(chemo)therapie anschließt [135]. Aktuelle Therapiekonzepte beinhalten bei einigen Entitäten eine Induktionschemotherapie. Bei ausgedehnteren Resektionen muss insbesondere auch die sichere Rekonstruktion des Schädelbasisdefekts bedacht werden, damit diese auch einer adjuvanten Strahlentherapie standhält.
Duradefekte
Spontane oder traumatische Defekte (Meningozelen, Traumata) können entlang der gesamten vorderen Schädelbasis auftreten. Eine spontane Rhinoliquorrhö ist meist eng mit idiopathischer intrakranieller Hypertension, die auch eine Zelenbildung begünstigen kann, assoziiert. Die häufigste traumatische Ursache sind in Europa Verkehrsunfälle, insbesondere Zweiradstürze unbehelmter Fahrer. Bei geeigneter Lage ist meist eine alleinige endonasale Resektion und Rekonstruktion möglich. Eine mehrschichtige Rekonstruktion ist hierbei Standard. Ausgedehntere Defekte, insbesondere Schädelbasistrümmerfrakturen, müssen oft kombiniert von endonasal und intrakraniell versorgt werden. Dies ermöglicht auch die zusätzliche Verwendung von großen (Galea‑)Periostlappen in der Rekonstruktion [49]. Eine bedarfsgerechte fächerübergreifende Versorgung (HNO-Heilkunde, Neurochirurgie, MKG-Chirurgie, Augenheilkunde) ist hier Standard.
Spezielle Entwicklungen und Perspektiven
Rekonstruktion
Durch die permanente Erweiterung der Indikationen für endonasale Rhinobasiseingriffe ergab sich auch die zunehmende Notwendigkeit für ausgedehntere rekonstruktive Schritte an der Frontobasis. Die von Draf in den 1980er-Jahren propagierte mehrschichtige Durarekonstruktion („Underlaytechnik“; Abb. 1) ermöglichte einen sicheren Verschluss von Liquorfisteln und Operationsdefekten [36]. Zusätzlich ist eine Rekonstruktion mit freier Schleimhaut oder einem gestielten Schleimhautlappen notwendig, was ebenfalls bereits in den 1950er-Jahren beschrieben wurde [60], aber letztlich erst 2006 mit der standardisierten Beschreibung des endoskopischen Vorgehens zur Verwendung eines nasoseptalen Lappens durch Hadad [55] zu einer weiten Verbreitung führte. Für ausgedehntere Defekte oder bei Revisionen besteht zusätzlich die Möglichkeit einer sicheren Rekonstruktion mit freien mikrovaskulär anastomosierten Transplantaten [61, 71].
Abb. 1
a Duradefekt an der Frontobasis nach zunächst undetektierter Pfählungsverletzung bei einem 4‑jährigen Kind; b Einbringen von lyophilisierter Fascia lata (Tutoplast, Fa. Tutogen, Neunkirchen, Deutschland) als Underlay; c Abkleben mit TachoSil (Fa. Corza Medical, Westwood/MA, USA)
Technische Innovationen in der Visualisierung an der vorderen Schädelbasis umfassen die Fortentwicklung der endoskopischen Kameratechniken durch Full-HD- und 4‑K-Auflösung in Standardsystemen. Parallel wurden immer dünnere Endoskope entwickelt, die die Integration von Chip-on-the-Tip-Systemen und digitalen 3‑D-Endoskopen routinemäßig möglich machen [22].
Zur besseren Darstellung können intraoperativ bildverstärkende Verfahren eingesetzt werden. Beim Narrow Band Imaging (NBI, Fa. Olympus, Hamburg, Deutschland) werden durch optisch-physikalische Filter spezifische Lichtwellenlängen appliziert, bei SPIES (Storz Professional Image Enhancement System, Fa. Karl Storz, Tuttlingen, Deutschland; neuer Begriff „S-Technologie“) und PIET (Professional Image Enhancement Technology, Fa. Xion, Berlin, Deutschland) handelt es sich um softwaregestützte digitale Verfahren, die ebenso dazu dienen, epitheliale und subepitheliale Gefäßveränderungen sichtbar zu machen. In kleineren Serien konnte gezeigt werden, dass sich hierdurch Tumorgrenzen (z. B. bei Hypophysenadenomen [5] oder invertierten Papillomen [12, 88]) besser von gesunder Schleimhaut unterscheiden lassen [15, 39]. Ein genereller Nachteil liegt in der geringen Eindringtiefe (< 0,5 mm) und der Störanfälligkeit durch Flüssigkeiten (Blut, Schleim). Ein routinemäßiger Einsatz hat sich bisher nicht durchgesetzt. Ein technisch ähnliches Prinzip wie das NBI ist die multispektrale Bildanalyse (MSI), bei der letztlich noch mehr verschiedene definierte Wellenlängen angewendet werden. Hierdurch soll eine bessere Eindringtiefe erreicht werden, um Gewebearten voneinander zu unterscheiden. Eine erste klinische Anwendung bei Patienten mit Hypophysenadenomen zeigt die Möglichkeit der Differenzierung zwischen Tumor und gesundem Gewebe auf [168].
Farbstoffe
Der Einsatz von Fluoreszenzfarbstoffen in der anterioren Schädelbasischirurgie ist noch nicht standardisiert, aber in gewissen Situationen durchaus relevant [157]. Neben dem seit vielen Jahrzehnten als Goldstandard bei schwierigen Liquorlecks verwendeten Fluoreszein (Abb. 2), welches intrathekal („off label“, aber etabliert) über eine Lumbaldrainage appliziert wird [36, 134], kommt in der endonasalen Schädelbasischirurgie Indozyaningrün (ICG) zur Anwendung. Dieses wird i.v. appliziert und ermöglicht endonasal die Darstellung von Blutgefäßen. ICG kann insbesondere zur Darstellung der A. carotis interna bei Revisionsoperationen, zur Beurteilung der arteriellen Durchblutung von Transplantaten sowie in der Meningeomchirurgie sinnvoll sein.
Abb. 2
a Photon-Counting-Computertomographie (CT) der Nasennebenhöhlen. Kleine Meningozele (gelber Pfeil) mit Defekt an der Lamina cribrosa (blauer Pfeil); roter Pfeil A. ethmoidalis anterior. b Intraoperativ nach intrathekaler Applikation von Fluoreszein. c Mit Verwendung des Blaufilters
Bei der konfokalen Laser-Endomikroskopie (CLE) handelt es sich um ein neues Verfahren zur In-vivo-Gewebecharakterisierung mit zellulärer Auflösung. Diese Technik erlaubt direkt nach i.v.-Applikation von Fluoreszein eine Echtzeitbeurteilung von Resektionsrändern und eine Unterscheidung zwischen Tumor- und Normalgewebe während der Operation. Erste erfolgreiche Anwendung kommen aus der Gastroenterologie, und auch Daten zu Plattenepithelkarzinomen des Kopf-Hals-Bereichs wurden publiziert [147]. Die Anwendung bei Nasennebenhöhlentumoren (Abb. 3) zur Dignitätsbestimmung und Beurteilung von Resektionsgrenzen an der vorderen Schädelbasis zeigt vielversprechende Ergebnisse [45, 112, 169]. Limitationen liegen in der geringeren Eindringtiefe, der für endonasale Anwendungen etwas unhandlichen Sonde, dem kleinen Messfeld der Sonde und der Störanfälligkeit durch Blut oder Schleim. Der entscheidende Schritt in der Weiterentwicklung dieser Technik wird in der Übertragung und (Mit‑)Beurteilung durch Telemedizin oder künstliche Intelligenz (KI) [148] liegen, sodass eine automatisierte Echtzeitauswertung während der Operation vorgenommen werden kann.
Abb. 3
Endonasale konfokale Laser-Endomikroskopie (CLE). a Homogene, honigwabenartig angeordnete, gleichförmige Zellen bei gesunder Nasenschleimhaut. b Nur noch wenig abgrenzbare einzelne vergrößerte Zellen in insgesamt inhomogenem Gewebe bei einem Plattenepithelkarzinom der Nasenhaupthöhle
Bis in die 1980er-Jahre war die Orientierung in der endonasalen Nebenhöhlenchirurgie ausschließlich anhand von chirurgischen Landmarken und präoperativer Bildgebung möglich. Der Transfer von ersten chirurgischen Navigationssystemen auf die endonasale Chirurgie begann erst Mitte der 1990er-Jahre [7, 21]. Hier sind bis heute optische und elektromagnetische Verfahren mit hoher Zuverlässigkeit auf dem Markt. Die Verbesserung der zu importierenden Dünnschicht-Computertomographie(CT)-Daten sowie die Integration von zusätzlichen Magnetresonanztomographie(MRT)-Datensätzen hat zu einer deutlichen Präzisionssteigerung geführt.
Technische Weiterentwicklungen in der intraoperativen Navigation finden sich aktuell v. a. in der Verbesserung der automatisierten Registrierung [68, 161]. Nach wie vor müssen hier aber im OP oberflächliche Punkte mit den existierenden Datensätzen abgeglichen werden. Innovative Ansätze sind markerloses Tracking und „simultaneous localization and mapping“ (SLAM), bei dem Navigationssysteme ohne starre Referenzpunkte und ohne aufwendige benutzerabhängige Registrierungen die Position des Patienten und des Instruments visuell überwachen [52]. Die Erweiterung von solchen markerlosen Systemen um „augmented reality“ konnte in Kadaver‑, Phantom- und ersten klinischen Studien bereits endonasal gezeigt werden [10, 40, 79]. Ein für den Chirurgen wünschenswertes Ziel ist die intraoperative Anpassung von Navigationsdaten an den aktuellen Fortschritt der Operation, das „image refresh“. Durch Wiederholung der Bildgebung mittels CT oder des O‑Arm-Systems (Fa. Medtronic GmbH, Meerbusch, Deutschland )intraoperativ ist dies bereits machbar, jedoch insgesamt sehr aufwendig und trotzdem immer nur zeitverzögert möglich [109, 177]. Durch „augmented reality“ mit entsprechender Real-Time-Analyse des endoskopischen Bildes durch KI wird in Zukunft auch ein „image refresh“ während des Operierens möglich werden [40]. Der entscheidende limitierende Faktor bleibt jedoch die Beeinträchtigung der Sicht und somit der Analyse durch Blut.
Robotik
Die klinische Anwendung von Robotern in der vorderen Schädelbasischirurgie befindet sich insgesamt noch in einem Anfangsstadium. Klinische Erprobungen betreffen v. a. robotisch unterstützte Endoskop-Halterungssysteme [59, 176], die sich aufgrund der Enge und des Bewegungswinkels jedoch eher für die hinteren Anteile der Frontobasis und die Keilbeinhöhle eignen. Die erreichbaren Erfolge bleiben jedoch vergleichbar mit den Vorteilen der vierhändigen endonasalen Chirurgie, wie sie von Snyderman oder Cappabianca propagiert wurde [20, 117]. Master-Slave-System, wie der daVinci-Roboter (Fa. Intuitive, Sunnyvale, USA), wurden bisher nur in kombinierten transoralen/transnasalen Einsätzen erprobt. Auch die Weiterentwicklung dieses Systems mit der Single-Port-Anwendung konnte durch den 25 mm dicken Durchmesser des Arbeitskanals bisher nicht zu einem klinischen Fortschritt endonasal führen. Für eine weitere Entwicklung zum robotischen endonasalen Operieren fehlen in der vorderen Schädelbasischirurgie in erster Linie das haptische Feedback und auch die begrenzte Möglichkeit des Bohrens [6, 144]. Die von einer Londoner Arbeitsgruppe entwickelten handgeführten Roboter befinden sich zwar in präklinischen Phasen, es handelt sich hierbei aber letztendlich um Instrumente mit einer sehr beweglichen flexiblen Spitze, die durch einen kleinen Joystick am Ende des Instruments bewegt werden können [155] und nicht um eigenständige Roboter.
Chirurgie der lateralen Schädelbasis
Anatomie
Die laterale Schädelbasis umfasst neben dem Mastoid die gesamte Felsenbeinpyramide, den Kleinhirnbrückenwinkel, das Foramen jugulare, das Foramen stylomastoideum sowie den angrenzenden Übergang nach zervikal. Relevante Strukturen sind der innere Gehörgang mit N. facialis und N. vestibulocochlearis, der Sinus sigmoideus mit dem Bulbus jugulare sowie Cochlea und Labyrinth [81, 82, 138].
Historische Entwicklung
Die systematische chirurgische Exploration der lateralen Schädelbasis lässt sich in den ersten Mastoidektomien wiederfinden, die in der präantibiotischen Zeit bereits im 16. Jahrhundert erwähnt und erstmals 1873 von Schwartze systematisch beschrieben wurden [124]. Sie legten die Grundlage zur Erweiterung zur Labyrinthektomie, zur Erreichbarkeit der Schädelbasis, des Fazialiskanals sowie des inneren Gehörgangs [14]. Parallel dazu gab es bereits Beschreibungen zur Chirurgie von Akustikusneurinomen über retrosigmoidale Trepanationen [30, 132] und über den translabyrinthären Zugang [118]. Die standardisierte Einführung des Mikroskops in die Ohr- und Schädelbasischirurgie in den 1950er-/1960er-Jahren durch Otologen wie Körner, Wullstein oder House erzielte eine Präzisierung der Indikationen, Steigerung der Qualität und wesentliche Reduktion der Komplikationsraten [172]. Einen echten Paradigmenwechsel leitete jedoch House dann Anfang der 1960er-Jahre mit der Einführung des transtemporalen und Weiterentwicklung des translabyrinthären Zugangs ein [65, 66]. Sein Konzept machte eine weiträumige Exposition des inneren Gehörgangs bei gutem Überblick über den N. facialis möglich. Es folgte die Ausweitung des translabyrinthären Zugangs durch Wegnahme der Cochlea zum transotischen Zugang, um zusätzlich auch weiter kaudal und anterior gelegene Anteile, insbesondere das Foramen jugulare und die Felsenbeinspitze, chirurgisch zugänglich zu machen [44]. Einen Erhalt der Cochlea, insbesondere bei der Versorgung von tympanojugulären Paragangliomen ermöglichte der infratemporale Zugang Typ A nach Fisch [43].
Typische Krankheitsbilder
Vestibularisschwannome
In der Therapie von Vestibularisschwannomen hat in den letzten Jahrzehnten eine Entwicklung von progressiver Chirurgie hin zu konservativerem Vorgehen stattgefunden. Insbesondere bei kleinen und mittleren Tumoren hat sich initial ein beobachtendes Vorgehen („wait & test & scan“) bewährt, eine Bestrahlung oder Operation sollte eigentlich nur dann durchgeführt werden, wenn Tumorwachstum oder Symptomprogress nachweisbar sind. Der häufigste chirurgische Zugangsweg für mittlere und große Tumoren findet nach wie vor über die hintere Schädelgrube durch den retrosigmoidalen (subokzipitalen) Korridor statt. Bei richtiger Indikation besteht auch die Möglichkeit, kleine Tumoren über den transtemporalen (z. B. junge Patienten, Hörerhalt; Abb. 4) oder translabyrinthären Zugang (Surditas, ggf. Cochleaimplantat-Versorgung) zu operieren [164, 175].
Abb. 4
Transtemporaler Zugang, nach kompletter Exstirpation eines intrameatalen Akustikusneurinoms links. Gelb oberer Bogengang mit freigeschliffener „blue line“; rot N. facialis; blau N. cochlearis
Unter dem Begriff Glomustumoren oder Kopf-Hals-Paragangliome werden eine heterogene Gruppe von gutartigen Tumoren zusammengefasst, die von parasympathischen Paraganglien des Kopf-Hals-Bereichs ausgehen und v. a. im Bereich der Karotisgabel (Glomus caroticum), der Jugularvene (Glomus jugulare), des Mittelohrs (Glomus tympanicum) sowie entlang des N. vagus (Glomus vagale) auftreten. Für den Schädelbasischirurgen relevant sind in erster Linie tympanojuguläre Paragangliome, da diese durch ihr aggressives Wachstum das Felsenbein zerstören und bis weit in den Kleinhirnbrückenwinkel wachsen können. Aufgrund ihrer engen Lagebeziehung zu Gefäßen und Nerven ist eine histologische Sicherung höchst riskant und somit nicht zielführend. Die Diagnose wird anhand typischer klinischer Symptome und Untersuchungsbefunde sowie der hochauflösenden Bildgebung gestellt. Zum Ausschluss weiterer Manifestationen ist eine DOTA-PET(Positronenemissionstomographie)-Untersuchung erforderlich sowie eine endokrinologische Untersuchung, um die Hormonaktivität abzuschätzen. Im Idealfall erfolgt heutzutage auch eine genetische Testung und Beratung der Patienten und Familien [156, 180]. Tympanojuguläre Paragangliome werden anhand von Ausdehnung und Entstehungsort nach der Fisch-Klassifikation eingeteilt. Alleiniges chirurgisches Management ist meist für frühe Stadien (A und B) indiziert, da hier hohe Tumorkontrollraten und geringe Hirnnervendefizite zu erwarten sind. Für größere Tumoren (Stadien C und D) wird eine (sub)totale Resektion mit Bestrahlung oder auch eine alleinige Bestrahlung empfohlen. Lediglich die kleinen, rein intratympanalen Tumoren können hörerhaltend über eine (erweiterte) Tympanoplastik Typ III therapiert werden, für größere Tumoren wird der infratemporale Zugang Typ A nach Fisch verwendet [119, 173, 180]. In der Therapie ausgedehnter tympanojugulärer Paragangliome kommen zunehmend auch konservativere chirurgische Optionen in Betracht, sodass bei Typ-D-Tumoren beispielsweise der intrakranielle Anteil zunächst belassen wird und dieser nur bei Progress in einer zweiten Sitzung reseziert oder bestrahlt werden kann [101]. Es gibt auch Einzelfallbeschreibungen, in denen Tumoren ausschließlich durch Embolisation kontrolliert wurden, was insbesondere bei reinen Glomus-vagale-Tumoren einen interessanten Therapieansatz darstellen kann [103].
Malignome
Das Plattenepithelkarzinom ist das häufigste Malignom des Felsenbeins. Es handelt sich um eine sehr seltene und v. a. aggressive Erkrankung mit einem hohen Risiko für eine Infiltration von Mittelohr und Mastoid bis hin nach intrakraniell. Die Behandlung ist komplex und multidisziplinär und umfasst i. d. R. eine chirurgische Resektion, gefolgt von einer adjuvanten Radio(chemo)therapie. Durch die aggressive Infiltration ist das chirurgische Ausmaß individuell anzupassen und meist auch nur durch eine Kombination klassischer und großer Zugangswege zu erreichen. In vielen Fällen ist eine subtotale Petrosektomie erforderlich. Meist muss die Resektion um eine Parotidektomie und Neck-Dissection ergänzt werden [91, 97, 150]. Zur Verbesserung der Dosisapplikation bei der Strahlentherapie müssen die oft ausgedehnten Operationskavitäten mit freien oder mikrovaskularisierten Muskel- oder Fetttransplantaten obliteriert werden.
Spezielle Entwicklungen und Perspektiven
Bildgebung
Durch technische Weiterentwicklung und Integration von Hochleistungscomputern sowie KI-Modellen haben sich die bildgebenden Verfahren qualitativ deutlich verbessert und sind auch breit verfügbar. Die CT hat sich von der konventionellen 4‑Zeilen-Multi-Detektor-CT der frühen 2000er-Jahre über die 3‑D-Verfahren, digitale Volumentomographie (DVT) bis hin zur aus der Angiographie stammenden Flat-Panel-Volume-CT entwickelt. Hierdurch wurde eine stetige Verbesserung der Auflösung der feinsten knöchernen Strukturen möglich. Der neueste Entwicklungssprung ist die Photon-Counting-CT (Abb. 5), womit sich sowohl knöcherne als auch Weichteilstrukturen der Schädelbasis mit höchster Präzision und gleichzeitig reduzierter Strahlendosis abbilden lassen [13, 133]. Auch die MRT-Bildgebung hat sich deutlich weiterentwickelt. Die Feldstärken wurden in der Routine auf 3 T und vereinzelt 7 T gesteigert, und es existieren inzwischen sehr gute, hochauflösende Schädelbasissequenzen (z. B. „constructive interference in steady state“, CISS; „fast imaging employing steady-state acquisition“, FIESTA) [78, 111]. Durch die Integration von Radiomics, also die computergestützte Extraktion, Analyse und Interpretation von quantitativen Bildmerkmalen, lassen sich Tumoren bereits deutlich besser differenzieren [51, 106, 123]. Die Fortschritte bildgebender Verfahren erlauben einerseits eine sehr detaillierte Begutachtung der Schädelbasis mit der Möglichkeit einer frühzeitigen Detektion von Veränderungen, andererseits werden auch zunehmend inzidentelle Befunde erhoben, die entsprechend bewertet werden müssen. Durch diese Verbesserungen wird eine deutlich präzisere Planung chirurgischer Therapien im Vorfeld ermöglicht, es müssen jedoch auch immer häufiger neu entdeckte Läsionen durch eine Verlaufsbildgebung beobachtet werden.
Abb. 5
Photon-Counting-Computertomographie (CT) des Felsenbeins. a Rekonstruierte Darstellung des Stapes (gelb). b Axiale Darstellung des Ganglion geniculi (blau) und des inneren Gehörgangs (rot)
Im Gegensatz zur anterioren Schädelbasis hat die Einführung von optischen und elektromagnetischen Navigationsgeräten an der lateralen Schädelbasis nur schleppend stattgefunden und bis heute keinen Stellenwert in der Routine eingenommen [143]. Die hohen Anforderungen an eine Navigation an der lateralen Schädelbasis wurden bisher trotz verbesserter Registrierung und gesteigerter Präzision nicht ausreichend erfüllt, um sicher an Strukturen im Submillimeterbereich zu arbeiten. Viele klinisch verfügbare Systeme erreichen lediglich Registrierungsgenauigkeiten von 1–3 mm. Die intraoperative Registrierung sowohl anhand von Oberflächenmarkern als auch mit invasiven Markern gestaltet sich an der lateralen Schädelbasis deutlich schwieriger als an der Frontobasis. Die Übertragbarkeit von markerlosen SLAM-Registrierungen an der Laterobasis konnte bisher nur in Kadaverstudien durchgeführt werden [174, 181]. Interessant ist hier der Ansatz, Patient und Instrumente komplett videobasiert zu tracken und deren Bewegung in Relation zueinander darzustellen. Diese Technik befindet sich noch in einem frühen experimentellen Stadium, in dem sowohl an einem virtuellen Modell wie auch an einem Phantom die Benutzung eines Bohrers im Felsenbein verfolgt wurde [90]. In einer Felsenbeinstudie konnte gezeigt werden, dass durch Hinzunahme von während der Präparation gesetzten Markerschrauben und anschließender erneuter hochauflösender CT-Bildgebung eine deutliche Präzisionssteigerung in der elektromagnetischen Navigation möglich war [159]. Auch an der Laterobasis gibt es erste Versuche, durch intraoperative Wiederholung der präoperativen Bildgebung (z. B. mit einem O‑Arm) ein „image refresh“ durchzuführen, um die Navigation an die aktuellen anatomischen Rahmenbedingungen anzupassen [140]. Hierbei handelt es sich jedoch immer nur um einzelne Schritte, ein permanentes „image refresh“ als direktes Feedback während der Operation ist hierdurch nicht möglich. Mit der Entwicklung von sog. digitalen Zwillingen ließ sich unter Laborbedingungen zeigen, wie während des Bohrens an der Laterobasis der erreichte Operationsfortschritt auf das virtuelle Modell übertragen werden konnte [146]. Eine erste klinische Anwendung eines kameraüberwachten stereotaktischen Pointers zeigte eine Übertragbarkeit der experimentellen Präzision vom Phantom im 0,5-mm-Bereich auf wenige Routineeingriffe an der Laterobasis [142]. „Augmented reality“ ermöglicht es beispielsweise, ein Bild des Tumorumrisses und der relevanten Strukturen (Sinus sigmoideus, Hirnstamm usw.) in das mikroskopische Bild einzublenden. Machine-Learning-Algorithmen, die präoperative CT-Datensätze mit intraoperativen Oberflächen-Tracking-Daten korrelieren, ermöglichen eine Einblendung von kritischen Strukturen (Fazialis, Labyrinth, Tumor) in Echtzeit und die Darstellung von „safe drilling maps“ [110]. Erste klinische Integrationen zeigten, dass dies Vorteile für die intraoperative Orientierung bei der Resektion von großen Akustikusneurinomen oder Meningeomen bringen kann [125, 126].
Monitoring
Seit den 1990er-Jahren ermöglichte das konsequente intraoperative Neuromonitoring eine deutliche Verbesserung der funktionellen Ergebnisse in der lateralen Schädelbasischirurgie. Für die Überwachung des N. facialis werden das freilaufende Elektromyogramm (EMG) und die direkte elektrische Stimulation verwendet. Speziell in der Akustikusneurinom-Chirurgie können auch motorisch evozierte Potenziale durchgeführt werden [127]. Die Überwachung des N. cochlearis erfolgt standardisiert mit der Fernfeld-Hirnstammaudiometrie. Diese kann durch Messungen mit Kugelelektroden ergänzt werden, die direkt am Nerv platziert werden und im Nahfeld cochleäre Nervenaktionspotenziale aufzeichnen [100, 122]. Diese Elektroden lassen sich beim retrosigmoidalen Zugang stabiler platzieren als beim transtemporalen Zugang, wo aufgrund der eingeschränkte Platzverhältnisse teilweise nur intermittierende Messungen stattfinden können [38].
Robotische Assistenzsysteme
Aufbauend auf den Fortschritten in der Navigation können durch Entwicklung von „image guidance“ bereits erste robotergestützte Bohr- und Insertionssysteme in der Cochleaimplantation an der Otobasis eingesetzt werden. Autonome Bohrroboter erlauben die planbasierte, risikooptimierte Eröffnung des transmastoidalen Tunnels. Um die entscheidende Präzision zu erreichen, müssen hierzu jedoch zuvor invasive mikrostereotaktische Rahmen fixiert werden [48, 160]. Durch die Implementierung von Monitoring-Elektroden in den Bohrer konnte das Risiko für Fazialisaffektionen schon minimiert werden, aber die besondere anatomische Enge bleibt auch hier in der Durchführung ein limitierender Faktor [1, 3]. Nach dieser robotischen minimalinvasiven Bohrung oder nach einer klassischen Mastoidektomie kann dann ein zweiter Roboter mit niedrigen Einführungskräften und präziser Modiolus-Annäherung dafür sorgen, dass die Insertion einer CI-Elektrode langsam und kontinuierlich ausgeführt wird (Abb. 6), um traumatische Druckerhöhungen in der Cochlea zu vermeiden [26, 67]. Insgesamt führt dies aktuell noch zu einem wesentlichen zeitlichen und logistischen Aufwand sowie einer (geringen) zusätzlichen Strahlenexposition, wobei der klinische Langzeitnutzen noch in weiteren Studien belegt werden muss [4].
Abb. 6
Pinzettengriff des OTOARM-Systems (Fa. MED-EL, Innsbruck, Österreich) bei der Insertion eines Cochleaimplantats (CI) links
In den letzten Jahrzehnten hat das starre Endoskop auch vermehrt einen Einsatz an der lateralen Schädelbasis gefunden, wobei es nach wie vor nicht den Stellenwert wie beim endonasalen Operieren erreicht hat. Neben dem ergänzenden endoskopischen Kontrollieren eines konventionell operierten Situs lässt sich das Endoskop auch als primäres Visualisierungsinstrument einsetzen [69, 182], insbesondere dort, wo das Operationsfeld durch die mikroskopische Sicht eingeschränkt ist. Seit Ende der 1990er-Jahren wird neben der klassischen mikroskopischen Ohrchirurgie auch die rein endoskopische Mittelohrchirurgie („transcanal endoscopic ear surgery“) als Alternative propagiert und weiterentwickelt [95]. Die Erweiterung zum transkanalen transpromontorialen Zugang ermöglicht es, ausgewählte intrameatale Akustikusneurinome oder Cholesteatome im inneren Gehörgang zu resezieren, ohne eine klassische Mastoidektomie durchzuführen [94, 128]. Durch das destruktive transpromontoriale Vorgehen eignet sich dieser Zugangsweg jedoch nur für bereits ertaubte Patienten. Die Protagonisten dieser Technik favorisieren hier auch die Verwendung von piezoelektrischen Instrumenten. Die Piezochirurgie nutzt ultraschallgesteuerte Vibrationen für knöcherne Schnitte bei gleichzeitiger Schonung von Weichteilen wie Dura oder N. facialis. Die klinische Anwendung in der Ohrchirurgie und an der lateralen Schädelbasis ist gut möglich, Nachteile ergeben sich durch langsamere Knochenabtragung und etwas erhöhte Kosten beim Verbrauchsmaterial [92].
Embolisation
In der chirurgischen Therapie von gut vaskularisierten Tumoren der lateralen Schädelbasis ist es oft notwendig, präoperativ eine direkte Darstellung der tumorversorgenden Gefäße durchzuführen. Diese kann mittels MR-Angiographie oder invasiver Angiographie erfolgen. Insbesondere bei Paragangliomen der Schädelbasis ist die präoperative Embolisation hilfreich. Der routinierte neuroradiologische Einsatz von Partikeln und Flüssigembolisaten ist hier entscheidend, um einerseits dem Chirurgen die notwendige Blutungsreduktion zu gewährleisten und um andererseits das Risiko blutungsbedingter Komplikationen zu verringern. Hierdurch lassen sich letztlich bessere funktionelle Ergebnisse erzielen. In der Chirurgie von tympanojugulären Glomustumoren hat sich die präoperative endovaskuläre Embolisation als sicherer Standard etabliert [31, 57], wohingegen sie bei Glomus-caroticum-Tumoren sowohl in Bezug auf intraoperativen Blutverlust als auch auf funktionelle Ergebnisse deutlich zurückhaltender bewertet wird [11, 114, 178]. Dort kommen auch neuere perkutane Embolisationsverfahren mit flüssigen Kopolymeren wie Onyx (Fa. Medtronic, Irvine, CA, USA) [11, 114], oder PHIL („precipitating hydrophobic injectable liquid“, Fa. Microvention, Aliso Viejo/CA, USA) [131, 145] infrage.
Farbstoffe
Der Einsatz von Fluoreszein und 5‑Aminolävulinsäure (5-ALA) ist auch in der lateralen Schädelbasischirurgie keine Routineprozedur. Insbesondere bei Meningeomen und Gliomen lassen sich Tumorgrenzen in bestimmten Fällen besser darstellen [2, 116]. In der Vestibularisschwannom-Chirurgie scheint ebenfalls durch den Einsatz von i.v.-Fluoreszein und einem 560-nm-Gelbfilter für das Mikroskop eine bessere Differenzierung von Tumorgewebe und Nervenfaszikeln möglich zu sein [24]. Unklarheiten und Forschungsbedarf bestehen hier insbesondere noch in der genauen Dosierung und dem richtigen Timing der Bolusgabe.
Technologische Innovationen
Neben den bereits genannten Entwicklungen haben weitere Technologien die laterale Schädelbasischirurgie ergänzt. Ultraschall-Aspiratoren ermöglichen selektive Tumorablation bei gleichzeitigem Erhalt von Gefäßen und Nerven, z. B. bei der Aushöhlung großer Akustikusneurinome oder Meningeome [58, 99]. Die Einsatzmöglichkeiten an engen Stellen wie dem inneren Gehörgang sind jedoch limitiert. Fasergestützte CO2- oder Thulium-Laser können zur präzisen Gewebsabtragung in schwer zugänglichen Arealen (z. B. mittlere Schädelgrube, Foramen jugulare) verwendet werden. Ihre minimalthermische Wirkung erlaubt eine kontrollierte Resektion ohne Kollateralschäden. Kleine klinische Kohorten berichten über Vorteile in der Chirurgie von Akustikusneurinomen, Meningeomen oder Glomustumoren [54, 99, 139]. Limitierend sind jedoch auch hier hohe Kosten für die Einwegfasern.
Übergreifende Entwicklungen
Die gezeigten Entwicklungen demonstrieren, dass sich die Schädelbasischirurgie in den letzten Jahrzehnten von einem rein technisch-chirurgischen Spezialgebiet noch weiter zu einem hoch spezialisierten interdisziplinären Behandlungsfeld entwickelt hat. Neben den angesprochenen chirurgischen Innovationen stellen uns heute v. a. strukturelle, diagnostische und ausbildungsbezogene Entwicklungen vor neue Herausforderungen.
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Interdisziplinäre Schädelbasiszentren und Zertifizierung
Die Komplexität der Erkrankungen und der chirurgischen Zugangswege machen einen interdisziplinären Versorgungsansatz erforderlich, der deutlich über klassische chirurgische Kooperationsformen hinausgeht. Bereits in den 1980er-Jahren wurde erkannt, dass die operative Behandlung komplexer Schädelbasistumoren ein Team aus unterschiedlichen Fachrichtungen erfordert. In Deutschland wurde dieser Gedanke zunächst informell in „Arbeitsgruppen Schädelbasis“ an einzelnen Universitätskliniken vertieft und führte im Jahr 1993 zur Gründung der Deutschen Gesellschaft für Schädelbasischirurgie (DGSB), die einige Jahre später zur deutschsprachigen Gesellschaft für Schädelbasischirurgie (GSB) erweitert wurde. Ende der 1990er-Jahre entwickelte sich in größeren Kliniken ein klar definierter Organisationsansatz, häufig verbunden mit gemeinsamen Röntgenkonferenzen, Tumorboards, spezialisierten Konsilen und interdisziplinären Operationsteams [98, 149, 152]. Die Integration in den Klinikalltag erfordert dabei nicht nur medizinisch-fachliche Koordination, sondern auch organisatorische Infrastruktur: gemeinsame Fallplanung, abgestimmte Dokumentationssysteme und zentrale Ansprechpersonen für interne und externe Einweiser. Die Implementierung von multidisziplinären Schädelbasisteams und Tumorboards führt oft zu Modifikationen oder Spezifikationen im ursprünglich geplanten Therapieablauf. Patienten, die in interdisziplinären Zentren behandelt werden, haben im Vergleich zu monodisziplinären Strukturen zum einen seltener postoperative Komplikationen und zum anderen bessere Ergebnisse [74, 162], was von multidisziplinären Ansätzen in der Onkologie schon länger bekannt und gut untersucht ist [83].
Im internationalen Vergleich existieren deutliche Unterschiede in der Struktur und rechtlichen Verankerung von interdisziplinären Schädelbasiszentren. In den USA erfolgt die Organisation meist fakultätsbezogen und ist stark subspezialisiert – mit eigenen Fellowships und Forschungsclustern. In Frankreich oder Italien sind interdisziplinäre Schädelbasis-Teams oft eng an neurochirurgische Strukturen angebunden, während in Skandinavien häufig die HNO-Klinik die führende Rolle einnimmt. In Deutschland erfolgt die Organisation aktuell noch heterogen: Während einige große Kliniken zertifizierte Schädelbasiszentren mit klaren Ablaufprotokollen und strukturierter Ergebnisdokumentation betreiben, gibt es oft auch nur informelle Kooperationen.
Die GSB hat hier inzwischen ein formalisiertes Zertifizierungsverfahren etabliert. Kriterien sind u. a. definierte interdisziplinäre Strukturen, standardisierte Prozesse (Boards, Standard Operating Procedures [SOP], Register), Fortbildungen sowie Ergebnisberichte. Eine erfolgreiche Zertifizierung kann Transparenz gegenüber Patienten und Zuweisern schaffen, fördert eine kontinuierliche Qualitätssicherung und ist letztlich auch für die Außendarstellung relevant [141]. Standardisierte Zertifizierungsregelungen existieren international bisher nur in wenigen Ländern. Internationale Fachgesellschaften wie die europäische Schädelbasisgesellschaft ESBS (European Skull Base Society) oder die nordamerikanische NASBS (North American Skull Base Society) unterstützen diese Entwicklung; standardisierte Zertifizierungsvorschläge sind regelmäßig Gegenstand nationaler und internationaler Kongresse. In diesem Zusammenhang wird oft über das Thema Mindestmengen diskutiert, wobei dies trotz nachgewiesener Qualitätsverbesserung bei höheren Fallzahlen (z. B. bei Vestibularisschwannom-Operationen [34]) aufgrund der doch sehr komplexen und patientenzentrierten Therapieansätze bei vielen Schädelbasispathologien schlecht umzusetzen ist [141].
Subspezialisierung
Obwohl die Schädelbasischirurgie nur ein kleines Teilgebiet der Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde und Neurochirurgie darstellt, haben sich in den letzten 2 Jahrzehnten weitere klar umrissene Subspezialitäten ausdifferenziert.
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Pädiatrische Schädelbasischirurgie
International hat sich insbesondere die pädiatrische Schädelbasischirurgie als querschnittliche Domäne mit eigenen Indikations‑, Technik- und Outcome-Profilen abgegrenzt [8, 84]. Diese Abgrenzung lässt sich jedoch nur schwer direkt auf das deutsche System übertragen, da diese sich speziell in Ländern etabliert hat, in denen das Gesundheitswesen zentralisierter organisiert ist. Dort bietet sich der Vorteil, dass sehr seltene Krankheitsbilder durch Konzentration und Anhäufung in wenigen Zentren entsprechend gebündelt therapiert werden können. In vielen neurochirurgischen Zentren in Deutschland gibt es bereits eigene Fachabteilungen für pädiatrische Neurochirurgie, in der HNO-Heilkunde ist die Etablierung einer reinen pädiatrischen HNO-Heilkunde in der Diskussion. Trotzdem findet sich die pädiatrische Schädelbasischirurgie aktuell qualitativ hochwertig innerhalb der großen Schädelbasiszentren abgebildet.
Trennung in lokalisationsbezogene Schädelbasischirurgie
Die Schädelbasischirurgie ist in vielen Ländern streng unterteilt in Spezialisierungen für die Frontobasis und die Laterobasis, wobei dies die HNO-Heilkunde mehr als die Neurochirurgie betrifft. Die anatomischen neurovaskulären und funktionellen Strukturen sind natürlich prinzipiell verschieden, weshalb sich hier historisch klar eine Spezialisierung entwickelt hat (z. B. Laterobasis-Chirurgie durch Otologen, Frontobasis-Chirurgie durch Rhinologen). Eine Trennung erlaubt präzisere Eingriffe und generiert einen schnelleren und größeren Erfahrungszuwachs. Auch lässt sich aus der in einzelnen Zentren existierenden otologischen oder rhinologischen Expertise schneller eine Spezialisierung erreichen, die dann auch zentrumsindividuell lediglich einen lokalisationsspezifischen Aspekt der Schädelbasischirurgie abdeckt. Die Gemeinsamkeiten zwischen beiden Sublokalisationen liegen jedoch im Umgang mit der Pathologie und der Grenzfläche. Hier können Frontobasis- und Laterobasis-Spezialisten noch weiter voneinander lernen, was sich auch darin widerspiegelt, dass manche technischen Fortschritte (intraoperative Navigation, KI-basierte Gewebe‑/Dignitätsbeurteilung, Robotik usw.) in einem der Teilbereiche bereits deutlich weiter entwickelt sind als im anderen, obwohl es sich um ähnliche Applikationen handelt. Ähnlich verhält es sich auch bei der Rekonstruktion der Dura und der Schädelbasis, wo sich letztlich unterschiedliche Standards entwickelt haben.
Das deutsche Ausbildungssystem bietet im Vergleich zum amerikanischen Training in Fellowships [32] den Vorteil, dass die HNO-Facharztausbildung zunächst wesentlich breiter stattfindet, sodass die entscheidenden Elemente aus der Otologie, Rhinologie und Kopf-Hals-Onkologie als Voraussetzung für eine Schädelbasischirurgie-Karriere vorhanden sind. Gerade in großen Schädelbasiszentren lässt sich somit eine Zentrumsexpertise generieren, die auf mehreren Schultern getragen wird und die gesamte Schädelbasis abdecken kann [151]. Die Integration der Expertise aus existierenden zertifizierten Zentren (Kopf-Hals-Tumorzentrum, Neuroonkologisches Zentrum, CI-versorgende Einrichtung, Referenzzentrum für Seltene Erkrankungen usw.) in das eigene Schädelbasiszentrum ist hier besonders hervorzuheben.
Ausbildung, Simulation und chirurgische Kompetenzentwicklung
Die Schädelbasischirurgie erfordert das sichere Beherrschen komplexer Zugänge, anspruchsvoller Rekonstruktionen sowie das Management seltener, aber kritischer Komplikationen. Für den Kompetenzerwerb ist daher eine stufenweise Ausbildung in spezialisierten, interdisziplinären Zentren essenziell (meist universitäre oder überregionale Zentren). Dies wird ergänzt durch standardisierte Präparationskurse und fortlaufende Leistungsbeurteilungen.
Es haben sich inzwischen 3 Arten von Präparationsmodellen etabliert: humane Kadaver, Phantome/3D-Druck und Virtual-Reality(VR)-/Augmented-Reality(AR)-Simulationen. Klassische Nasennebenhöhlen- und Felsenbeinpräparationen am Kadaver bleiben der Goldstandard, wenn es darum geht, anatomisches Verständnis, Instrumentenführung und dreidimensionales Navigieren zu erlernen [41]. Je nach Art der Fixierung (gefroren, Formalin, Alkohol, Thiel-Fixierlösung) lassen sich hier höchst realistische Op.-Bedingungen simulieren. Durch Perfusionserweiterungen besteht die Möglichkeit, an Kadavermodellen auch schwere Blutungskomplikationen [35] oder den Verschluss von Liquorlecks [27] zu erlernen, was zu einer deutlichen Verbesserung der chirurgischen Fähigkeit führt. Limitationen sind neben ethischen, kulturellen oder religiösen Bedenken v. a. auch die hohen Kosten, die begrenzte Verfügbarkeit und die fehlende Wiederholbarkeit spezifischer Prozeduren. Gewöhnlich sind hier Kooperationen mit anatomischen Instituten etabliert, in denen Präparationsübungen an Körperspendern durchgeführt werden können. Synthetische Modelle werden inzwischen meistens im 3D-Druckverfahren hergestellt. Diese eignen sich an der vorderen und der seitlichen Schädelbasis hervorragend zur individuellen präoperativen Planung und zum chirurgischen Training [25, 85, 89]. Diese Modelle bestechen trotz höherer Realitätsferne durch Reproduzierbarkeit sowie Kosteneffizienz und eignen sich für standardisierte Übungen inklusive Objektivierung und Evaluation. Die Entwicklung von computerbasierten Virtual- oder Augmented-Reality-Modellen gewinnt zunehmend an Bedeutung [96, 105]. Diese finden entweder mit virtuellen Instrumenten [28] statt, wodurch jedoch das taktile Feedback fehlt oder mit universellen haptischen Handstücken [16], die eine Rückkopplung ermöglichen. Die zusätzliche Implementierung von automatisierten Fortschrittsskalen als Gamification zeigt auch hier einen Ansporn beim eigenständigen Training [108]. In einer randomisierten kontrollierten Studie konnte gezeigt werden, dass der Einsatz von haptischen Felsenbein‑/Otobasis-Simulatoren den Erwerb anatomischer Orientierung und Bohrtechnik beschleunigt, wodurch deutliche Vorteile beim Transfer auf den Kadaver gezeigt werden konnten [179]. Trotz nachgewiesener Leistungsgewinne im Simulator‑, Phantom- oder Kadaver-Setting bleibt es deutlich schwieriger zu evaluieren, ob sich patientenrelevante Outcome-Verbesserungen erreichen lassen.
In Deutschland gibt es bisher keine curriculare Ausbildung zum Schädelbasischirurgen. Die spezielle chirurgische Ausbildung schließt sich üblicherweise an eine vorhandene Facharztqualifikation (meist HNO-Heilkunde oder Neurochirurgie, seltener MKG-Chirurgie, Augenheilkunde oder plastische Chirurgie) an. Daten aus der Akustikusneurinom-Chirurgie [34] und Hypophysenchirurgie [53] deuten auf einen Volumen-Outcome-Zusammenhang hin: Patienten profitieren von der Behandlung in Einrichtungen mit hohen Fallzahlen, was Ausbildungsschwerpunkte an großen Zentren legitimiert. Hier wäre es erstrebenswert, im Rahmen der deutschen und internationalen Fachgesellschaften ein gemeinsames Weiterbildungscurriculum für Schädelbasischirurgie zu etablieren. Die Einführung von Expertenzertifikaten für „Rhino-/anteriore Schädelbasis-Chirurgie“ und für „Oto-/laterale Schädelbasis-Chirurgie“ in der Deutschen Gesellschaft für HNO-Heilkunde, ähnlich dem Expertenzertifikat „Kopf-Hals-Onkochirurgie“ [62] ist in der Planung und wird möglicherweise bis zur Erscheinung des Referats bereits umgesetzt sein.
Zusammenfassend lassen sich nur dann gute Ausbildungsergebnisse erzielen, wenn ein Stufenmodell etabliert wird, welches aufeinander aufbauend die Möglichkeiten bietet, chirurgische Fähigkeiten zu erlernen. Diese müssen dann Schritt für Schritt unter qualifizierter Supervision im Operationsalltag umgesetzt werden. Zusätzlich sollte im multidisziplinären Team auch das Komplikationsmanagement geübt werden. Die Gruppe um Carl Snyderman hat hier beispielsweise „consensus guidelines“ für die Verletzung der A. carotis interna mit massiver Blutung zusammengestellt [72] und berichtet regelmäßig bei internationalen Tagungen über ihr gemeinsames Training im OP, um dieser katastrophalen Komplikation gewachsen zu sein.
Vergütung und Finanzierung
Schädelbasischirurgie ist teuer. Neben aufwendiger technischer OP-Ausstattung (z. B. Mikroskop, Endoskopieturm, Navigationssystem) und teurem Verbrauchsmaterial (z. B. TachoSil, Fibrinkleber, Einmalbohrer, Monitoring-Elektroden) ist auch der personelle Aufwand erhöht. Für intraoperatives Monitoring ist qualifiziertes Personal notwendig, und viele Eingriffe werden oft von 2 oder mehr erfahrenen Schädelbasischirurgen mehrerer Fachdisziplinen simultan erbracht. Dieser finanzielle Mehraufwand ist trotz einer Neuzuordnung von Prozeduren 2023 im Operationen- und Prozedurenschlüssel (OPS) nur schlecht abgebildet [153]. Hier muss in Zukunft eng mit den Kostenträgern und dem Institut für das Entgeltsystem im Krankenhaus (InEK) kommuniziert werden, um die Schädelbasischirurgie nicht zu einem defizitären Geschäft werden zu lassen.
Publikationen und Sichtbarkeit
Wissenschaftliche Sichtbarkeit ist Grundvoraussetzung für die Weiterentwicklung und Legitimation eines Fachgebiets. Die Behandlung vieler unterschiedlicher seltener Pathologien macht prospektive randomisierte Studien aufgrund geringer Fallzahlen oft nicht möglich. Umso wichtiger ist die strukturiert dokumentierte, standardisierte und veröffentlichte klinische Erfahrung, die es erlaubt, Ergebnisse über Zentren hinweg zu vergleichen und Evidenz zu akkumulieren. Langzeitnachsorge und systematische Outcome-Erhebung sind wesentliche Elemente qualitätsgesicherter Schädelbasischirurgie. Neben onkologischen Parametern (z. B. Überlebens- oder Rezidivraten) sind funktionelle und patientenberichtete Endpunkte („patient-reported outcomes“, PROMS) entscheidend, wie etwa Hörfunktion, Fazialisstatus, Riech- und Sehvermögen oder die strukturiert erfasste Lebensqualität (z. B. Short Form-36 [SF-36], Penn Acoustic Neuroma Quality-of-Life [PANQOL] Scale, Sino-Nasal Outcome Test [SNOT]). Die Implementierung prospektiver Schädelbasisregister, wie sie in anderen Ländern bereits existieren (z. B. UK Vestibular Schwannoma Registry [42] oder das Mayo-Clinic-konzerninterne Neurosurgery Register [18]) oder vorangetrieben werden (z. B. das britische Skull Base Registry [120]), können als Vorbild für nationale Strukturen in Deutschland gesehen werden. Durch die teils sehr strenge Auslegung der europäischen DSGVO (Datenschutz-Grundverordnung) im Rahmen des Bundesdatenschutzgesetzes, insbesondere in Bezug auf Auskunftsrechte und die Verarbeitung patientenbezogener Datenkategorien, bestehen oft Einschränkungen, die eine Registerarbeit in Deutschland schwieriger machen als in anderen Ländern. Wenn Register jedoch gut gepflegt werden, erlauben sie eine echte Langzeitevaluation von chirurgischer Qualität, Revisionsraten und funktionellen Ergebnissen über Institutionsgrenzen hinweg.
Neue chirurgische Techniken und Assistenzsysteme können ihren Benefit nur darlegen, wenn sie wissenschaftlich nachvollziehbar veröffentlicht werden. Die Durchführung von methodisch sauberen Vergleichsstudien (z. B. endoskopisch vs. offen, chirurgisch vs. radiochirurgisch) gewinnt für die Weiterentwicklung der Indikationsstellung eine zunehmende Bedeutung, auch wenn es bei randomisierten chirurgischen Studien immer Schwierigkeiten in der Rekrutierung geben wird. Die Bereitschaft zur Durchführung von multizentrischen Studien und Registerauswertungen ist notwendig, um evidenzbasierte Standards zu definieren. Ein sinnvoller erster Schritt wäre zumindest eine nationale Vereinheitlichung der prätherapeutischen Diagnosestandards, der Interpretation radiologischer und funktioneller Daten und der posttherapeutischen Datenerhebung. Die ehrliche Darstellung auch unerwünschter Ergebnisse und Komplikationen ist essenziell für wissenschaftliche Glaubwürdigkeit. Nur die vollständige Ergebnisdarstellung inklusive Revisions- und Komplikationsraten ermöglicht es, chirurgische Qualität realistisch zu beurteilen.
Zukunftsperspektiven durch Integration von Künstlicher Intelligenz
Wie die gesamte Medizin bewegt sich die Schädelbasischirurgie auf eine Zukunft zu, die durch gigantische Datenmengen und Informationen bestimmt wird: Operationsplanung, Entscheidungsfindung, intraoperative Navigation und Assistenz sowie postoperative Analyse und Dokumentation lassen sich zunehmend durch KI und maschinelles Lernen unterstützen. Hierbei spielt der Gedanke der „surgical data science“ eine wichtige Rolle: klinische, bildgebende, sensorische und Videodaten werden während des gesamten Behandlungspfads erfasst, strukturiert und für Vorhersagen, Automatisierung und Feedback genutzt [93].
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Präoperative Planung mit Segmentierung und 3D-Visualisierung
Für die komplexe Anatomie an der Schädelbasis wird die automatisierte und reproduzierbare Segmentierung ein entscheidender Wegbereiter in der präoperativen Phase. Tiefe neuronale Netze können heute schon die Nasennebenhöhlen, die ostiomeatale Einheit und relevante Strukturen der Schädelbasis in der Bildgebung segmentieren und schaffen so die Grundlage für patientenspezifische 3D-Modelle und virtuelle OP-Planung [9, 79, 107, 170]. An der Schädelbasis können Deep-Learning-Modelle knöcherne Grenzflächen und „No-go-“ oder „No-drill-Zonen“ bereits automatisch kennzeichnen, was eine standardisierte, reproduzierbare präoperative Planung ermöglicht [107, 170]. Durch weiterentwickelte präoperative Visualisierung lassen sich virtuelle patientenspezifische 3D-Rekonstruktionen generieren, um dann instrumentierte Simulationen durchzuführen oder den interdisziplinären Team-Abgleich und die räumliche Orientierung an der Schädelbasis vor dem Eingriff abzustimmen. Radiomics und maschinelles Lernen können dies bereits in umschriebenem Maße prognostisch ergänzen, wie bei der Unterscheidung zwischen verschiedenen Entitäten bei sinunasalen Malignomen oder bei der Vorhersage maligner Entartung invertierter Papillome gezeigt werden konnte [33, 167].
Präoperative Entscheidungshilfen zur Indikationsstellung und Risikostratifizierung
In der Akustikusneurinom-Chirurgie gibt es bereits KI-Modelle, die versuchen, den Tumor aus den MRT-Bildern automatisch zu segmentieren, um das weitere Tumorwachstum vorherzusagen [29, 87, 123, 166]. Die Qualität der Segmentation ist aber insbesondere bei kleinen Tumoren noch nicht ausreichend. Weitere Modelle konnten dazu trainiert werden, das Risiko einer postoperativen Fazialisparese vorherzusagen. Klassische Prädiktoren wie Tumorgröße, Volumen oder Hörstatus werden hierbei durch die Identifikation nichtlinearer Zusammenhänge (z. B. Tumormorphologie in den Bildern) ergänzt [56, 130]. Auch zur Prognose von postoperativem Schwindel gibt es bereits erste Ansätze [158]. Ähnliche Studien existieren zur Vorhersagbarkeit von Remission oder Rezidiv nach Hypophysenchirurgie [104]. Diese Arbeiten könnten in der Zukunft vermehrt auf die Therapiewahl (Beobachten, Operation, Radiochirurgie) oder auf Outcome-Prognosen abzielen und könnten somit dabei helfen, interdisziplinäre Boards zu strukturieren. Solche KI-Modelle sind jedoch immer nur als Ergänzung zur klinischen Expertise zu verstehen und können nur dann erfolgreich implementiert werden, wenn sie korrekt kalibriert wurden und die Entscheidungsfindung für den Kliniker transparent bleibt.
Intraoperative Assistenz durch Navigation, Augmented Reality und Diagnostik
Gerade im Bereich der intraoperativen Anwendung, wo letztendlich von chirurgischer Seite der höchste Bedarf besteht, ist die klinische Übertragbarkeit von KI-Unterstützung noch am wenigsten fortgeschritten. In der endonasalen Schädelbasischirurgie ist die Überlagerung präoperativer CT-Daten auf das Endoskopbild bereits in mehreren Zentren klinisch erprobt. In prospektiven Studien ließen sich intraoperativ Strukturen mittels Augmented Reality fusionieren, wodurch in der Trainingsphase die Lernkurve verkürzt und intraoperativ die Orientierung verbessert wurde [40, 79]. An der Laterobasis gibt es bisher nur wenige klinisch erfolgreiche Anwendungen [126]. Noch nicht sehr weit in der klinischen Implementierung sind Modelle, die während der Operation Instrumente, anatomische Landmarken und OP-Phasen erkennen, um den Chirurgen zu unterstützen.
Eine weitere zukunftsträchtige Entwicklung wird die durch KI-gestützte intraoperative Real-Time-Diagnostik werden. Stimulierte Raman-Histologie oder konfokale Laser-Endomikroskopie (CLE) zeigen bereits ein steigendes Evidenzniveau [63, 165]. KI-Modelle können in bestimmten Settings Hirntumorgewebe differenzieren und diagnostisch verwertbare „frames“ automatisiert selektieren, was neben der rein intrakraniellen Chirurgie auch für die Schädelbasis an Bedeutung gewinnen wird. Dies könnte in Zukunft die klassische Schnellschnittdiagnostik ergänzen oder eventuell ersetzen [165].
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Postoperative Analyse, Qualität und Follow-up
Für Schädelbasistumoren werden Modelle entwickelt, um Komplikationen, Revisionsinterventionen oder Nervenfunktionsverläufe vorherzusagen. Durch die Analyse zusätzlicher intra- und postoperativer Daten könnten solche Tools dann Follow-up-Intervalle und patientenindividuelle Rehabilitationsstrategien vorgeben. In der Therapie von sinunasalen Plattenepithelkarzinomen der vorderen Schädelbasis konnten präoperative Radiomics-Signaturen mit klinischen Faktoren kombiniert werden, um das Risiko für frühe Rezidive vorherzusagen [121].
Das „natural-language processing“ extrahiert beispielsweise postoperative Komplikationen aus Freitexten (z. B. OP-Berichten, Pflegedokumentation) sensitiver als klassische, kodebasierte Ansätze und ermöglicht somit automatisierte Qualitätsberichte und Registerdatenpflege [102, 171]. Auch bei der Dokumentation können Large-Language-Modelle behilflich sein und bereits die Erstellung von neurochirurgischen Entlassbriefen und OP-Berichten anhand von diktierten Informationen beschleunigen [37]. Gerade bei der Erstellung des OP-Berichts waren jedoch noch deutliche Fehler nachzuweisen, deren Detektion und Korrektur letztlich den Zeitgewinn infrage stellt und die ein relevantes Sicherheitsrisiko bergen. Die rechtlichen Ansprüche an einen OP-Bericht werden als sehr hoch eingestuft, sodass Fehler hier nicht tolerabel sind. Eine bessere Unterstützung für den Chirurgen ist eher zu erwarten, in dem die KI die OPS-Kodierung anhand des konventionell diktierten OP-Berichts übernimmt [86].
Durch die Verwendung von Endoskop und Mikroskop ist bereits heute eine sehr gute digitale Videodokumentation von Schädelbasiseingriffen in höchster Qualität möglich. Es resultieren hierdurch jedoch Rohdaten von mehreren Stunden Dauer, die mit sehr viel Aufwand gekürzt und kommentiert werden müssen. Automatisierte Tools können bei endoskopischen Schädelbasiseingriffen durch Instrument- und Objektdetektion bestimmte OP-Schritte in Videos erkennen und kommentieren bzw. irrelevante Abschnitte (z. B. Endoskopreinigung, Pausen) herausschneiden und kürzen [75]. Durch Videoanalysen bei Laparoskopien ist es ebenso möglich, standardisierte OP-Berichte erstellen zu lassen [50], wobei auch hier wieder hohe Hürden an die Korrektheit des Berichts zu stellen sind. Als weitere Entwicklung wird daran geforscht, eine Real-Time-Analyse schon während der endonasalen OP durchzuführen, um kritische Situationen zu erkennen und den Chirurgen zu warnen [73, 113].
Ausblick
Die Schädelbasischirurgie hat sich in den vergangenen Jahrzehnten von einer technisch hochspezialisierten Nische zu einem interdisziplinären Fachgebiet entwickelt, das heute modernste Visualisierung, Navigation, robotische Assistenz und zunehmend KI-gestützte Analysen integriert. Der Weg vom Mikroskop zum Endoskop, von offenen zu minimalinvasiven und hybriden Zugängen sowie die zunehmende Integration innerhalb von zertifizierten interdisziplinären Schädelbasiszentren haben die Versorgung entscheidend verbessert. Komplexe Erkrankungen und Verletzungen, die noch vor wenigen Jahrzehnten mit hoher Mortalität und Morbidität verbunden waren, sind heute häufig mit funktionserhaltenden Konzepten behandelbar.
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Die weitere Zukunft der Schädelbasischirurgie wird stark durch technologische Innovationen geprägt sein:
KI und maschinelles Lernen können helfen, die präoperative Planung zu automatisieren, intraoperative Strukturen in Echtzeit zu identifizieren und postoperative Qualitäts- sowie Outcome-Analysen zu unterstützen.
Digitale Zwillinge oder automatisierte Videoannotation können Training, Dokumentation und Qualitätssicherung auf einem hohen Niveau erleichtern.
Robotische Assistenzsysteme werden technische Möglichkeiten erweitern, auch wenn ihre klinische Relevanz derzeit noch begrenzt ist.
Trotz dieser Fortschritte darf nicht übersehen werden, dass die chirurgische Handlungskompetenz weiterhin der entscheidende Qualitätsfaktor bleibt. KI und Robotik können die Schädelbasischirurgie unterstützen, aber nicht ersetzen: Subtile Präparation feinster Strukturen, intraoperative Entscheidungen in unvorhersehbaren Situationen oder das Management von lebensbedrohlichen Komplikationen erfordern ein hohes Maß an Erfahrung, Intuition und Teamarbeit, was maschinell nicht ersetzt werden kann. Schädelbasischirurgie wird auf absehbare Zeit ein Handwerk bleiben.
Für die Zukunft bedeutet dies:
Die Ausbildung ist ein zentraler Aspekt der Schädelbasischirurgie. Der chirurgische Kompetenzerwerb muss in spezialisierten Zentren erfolgen, wo ausreichende Fallzahlen, interdisziplinäre Expertise und strukturierte Ausbildungsprogramme vorhanden sind. Präparationskurse mit Kadavermodellen, Phantompräparationen und VR/AR-Simulationen ergänzen diese Ausbildung, ersetzen sie aber nicht. Der reale OP bleibt der Ort, an dem chirurgische Fähigkeiten erworben und verfeinert werden.
Curriculare Standards und Zertifizierung sind relevant. Internationale Fachgesellschaften haben hier bereits begonnen, strukturierte Ausbildungspläne zu entwickeln. Für die HNO-Heilkunde sollte die Diskussion um zertifizierte Weiterbildungen mit der Spezialisierung Schädelbasischirurgie angestoßen werden, auch um die nächste Generation von Chirurginnen und Chirurgen systematisch aufzubauen. Eine neue Zusatzbezeichnung durch die Landesärztekammern wäre denkbar, wird von diesen jedoch sehr restriktiv gesehen, sodass die Erteilung von Qualifikationszertifikaten durch die Fachgesellschaften hier eine zusätzliche Auszeichnung darstellt.
Ehrlicher Austausch muss stattfinden. Qualitätssicherung in der Schädelbasischirurgie kann nur gelingen, wenn Ergebnisse, auch Komplikationen und Misserfolge, transparent dokumentiert und publiziert werden. Der offene, interdisziplinäre Dialog über Erfahrungen und Grenzen ist Voraussetzung, um voneinander zu lernen und Standards weiterzuentwickeln.
Ohne Nachhaltigkeit und Langzeitperspektiven wird es keine Zukunft für die Schädelbasischirurgie geben. Neben technischer Innovation ist es die Aufgabe der jetzigen Generation von Chef- und OberärztInnen, Strukturen zu schaffen, die den chirurgischen Nachwuchs fördern, die Patientensicherheit gewährleisten und die Ergebnisse über Jahrzehnte hinweg nachvollziehbar machen.
Fazit für die Praxis
Die Schädelbasischirurgie hat sich in wenigen Jahrzehnten rasant entwickelt und steht vor weiteren Umbrüchen.
Technologien wie künstliche Intelligenz (KI), Robotik und digitale Simulation werden den chirurgischen Arbeitsalltag verändern, die operative Präzision verbessern und die Planung individualisieren.
Das Fundament für die Zukunft der Schädelbasischirurgie wird weiterhin die chirurgische Ausbildung bleiben.
Nur durch kontinuierliches Training in spezialisierten Zentren, durch strukturiertes Weitergeben von Erfahrung und durch ehrliche Kommunikation über Erfolge und Misserfolge kann dieses hochspezialisierte Fachgebiet auch in den kommenden Jahrzehnten eine exzellente Patientenversorgung gewährleisten.
Danksagung
Ich danke Prof. Dr. Stephan Hackenberg für Anregungen und die kritische Durchsicht des Manuskripts. Weiter gilt mein Dank Prof. Dr. Mirko Pham, Institut für Diagnostische und Interventionelle Neuroradiologie, Uniklinikum Würzburg, für die zur Verfügung gestellten CT- und MRT-Aufnahmen. Für die Bereitstellung der Abb. 3 bedanke ich mich bei PD Dr. Miguel Goncalves und Dr. Flurin Müller-Diesing, für die Abb. 5a (Rekonstruktion) und Abb. 6 bedanke ich mich bei Prof. Dr. Kristen Rak und Dr. Björn Spahn. Zur Unterstützung bei der Recherche und Verfassung des Manuskripts wurden KI-Tools (ChatGPT 5.0 und DeepL Pro) verwendet.
Einhaltung ethischer Richtlinien
Interessenkonflikt
M. Scheich gibt an, dass kein Interessenkonflikt besteht.
Für diesen Beitrag wurden von den Autor/-innen keine Studien an Menschen oder Tieren durchgeführt. Für die aufgeführten Studien gelten die jeweils dort angegebenen ethischen Richtlinien.
Open Access Dieser Artikel wird unter der Creative Commons Namensnennung 4.0 International Lizenz veröffentlicht, welche die Nutzung, Vervielfältigung, Bearbeitung, Verbreitung und Wiedergabe in jeglichem Medium und Format erlaubt, sofern Sie den/die ursprünglichen Autor(en) und die Quelle ordnungsgemäß nennen, einen Link zur Creative Commons Lizenz beifügen und angeben, ob Änderungen vorgenommen wurden. Die in diesem Artikel enthaltenen Bilder und sonstiges Drittmaterial unterliegen ebenfalls der genannten Creative Commons Lizenz, sofern sich aus der Abbildungslegende nichts anderes ergibt. Sofern das betreffende Material nicht unter der genannten Creative Commons Lizenz steht und die betreffende Handlung nicht nach gesetzlichen Vorschriften erlaubt ist, ist für die oben aufgeführten Weiterverwendungen des Materials die Einwilligung des jeweiligen Rechteinhabers einzuholen. Weitere Details zur Lizenz entnehmen Sie bitte der Lizenzinformation auf http://creativecommons.org/licenses/by/4.0/deed.de.
Hinweis des Verlags
Der Verlag bleibt in Hinblick auf geografische Zuordnungen und Gebietsbezeichnungen in veröffentlichten Karten und Institutsadressen neutral.
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Starke Schmerzen im rechten Hoden führen einen 37-jährigen Mann in die urologische Praxis. An ein Trauma kann sich der Fitnesstrainer nicht erinnern. Es gibt auch keine Hinweise auf eine Harnwegsinfektion, Harnsteine oder eine sexuell übertragbare Erkrankung. Was ist Ihre Verdachtsdiagnose?
In einer chinesischen Phase-II-Studie ließ sich durch eine Salbe mit dem Kohlenstoffmaterial Fulleren einer Radiodermatitis wirksamer vorbeugen als mit einem Trolamin-haltigen Produkt. Im Detail bleiben aber noch viele Fragen offen.
Bei zuvor unbehandeltem, fortgeschrittenem TNBC ohne Option für eine Immuntherapie zeigte Datopotamab deruxtecan (Dato-DXd) in einer internationalen Phase-III-Studie deutliche Vorteile gegenüber Chemotherapie – sowohl im progressionsfreien als auch im Gesamtüberleben.