Zum Inhalt
HNO

Formale Anforderungen an Prüfungen – worauf kommt es an?

  • 05.12.2025
  • HNO
  • Leitthema
Erschienen in:

Zusammenfassung

Hintergrund

Prüfungen in der ärztlichen Aus‑, Fort- und Weiterbildung sind entscheidend, um die Kompetenzen von Lernenden zu bewerten. Prüfungen haben sowohl eine Kontrollfunktion (summativ) als auch eine Feedbackfunktion (formativ). Diese Unterscheidung ist wichtig, da sich die beiden Aspekte nicht ohne Weiteres miteinander verbinden lassen und daher überlegt werden muss, welche Funktion jeweils im Vordergrund stehen soll.

Ziel der Arbeit

In der vorliegenden Arbeit wurden die formalen Anforderungen und Qualitätskriterien, die Prüfungen erfüllen müssen, insbesondere im Hinblick auf Objektivität, Reliabilität und Validität untersucht.

Methoden

Bezugnehmend auf die klassische Testtheorie werden die 3 Hauptkriterien diskutiert, die für die Qualität von Prüfungen entscheidend sind. Darüber hinaus werden potenzielle Beurteilungsfehler und deren Vermeidung erörtert sowie die Möglichkeit, mithilfe typischer Itemkennwerte Prüfungsaufgaben zu verbessern.

Ergebnisse

Prüfungen sollten unabhängig von den Beurteilenden sein. Schriftliche Prüfungen, insbesondere Multiple-Choice-Tests, bieten dabei größere Objektivität als mündliche Prüfungen. Objective Structured Clinical Examinations (OSCE) erhöhen die Objektivität von praktischen Prüfungen. Eine reliable Prüfung spiegelt die tatsächliche Leistungsfähigkeit der Prüfenden wider und ist möglichst frei von zufälligen Effekten. Die Überprüfung der Validität einer Prüfung ist ein andauernder Prozess, in den viele Variablen einfließen. Einfache Validitätsformen lassen sich leichter bestimmen, sind aber weniger aussagekräftig.

Schlussfolgerung

Die Qualität von Prüfungen hängt stark davon ab, ob die genannten Qualitätskriterien erfüllt werden. Durch systematische Analysen von Prüfungsaufgaben können diese gezielt verbessert werden.
Titel
Formale Anforderungen an Prüfungen – worauf kommt es an?
Verfasst von
Dr. med. Götz Fabry, MHPE
Publikationsdatum
05.12.2025
Verlag
Springer Medizin
Schlagwort
HNO
Erschienen in
HNO / Ausgabe 1/2026
Print ISSN: 0017-6192
Elektronische ISSN: 1433-0458
DOI
https://doi.org/10.1007/s00106-025-01692-3
Dieser Inhalt ist nur sichtbar, wenn du eingeloggt bist und die entsprechende Berechtigung hast.

Neu im Fachgebiet HNO

Warum suizidgefährdete Ärztinnen und Ärzte keine Hilfe suchen

Gedanken an eine Selbsttötung gehen Ärztinnen und Ärzten vergleichsweise häufig durch den Kopf. Hilfe wäre möglich, wird aber selten gesucht. Warum eigentlich?

Elektronische Heilberufsausweise: Kartenaustausch jetzt beauftragen

Ärzte und Psychotherapeuten mit einem neuen Heilberufsausweis der Generation 2.1 müssen diesen jetzt mitunter nochmals tauschen. Die KBV appelliert an die Betroffenen, der Aufforderung ihres Anbieters nachzukommen und umgehend eine Austauschkarte zu beantragen.

Podcast

Orale Tumortherapie steuern – eine komplexe Mission

Krebstherapien können immer häufiger oral eingenommen werden. Doch das ist für onkologische Teams keine einfache Aufgabe. Auch schwerwiegende Nebenwirkungen und Wechselwirkungen können auftreten und die Medikamente müssen teilweise über Jahre eingenommen werden. Professorin Rachel Würstlein, München, hat bereits viel Erfahrung gesammelt, wie die Adhärenz unterstützt werden kann, und teilt ihre Best-Practices in dieser Folge.

Der Hörsturz mag’s feuchtwarm

Ein plötzlicher Hörverlust tritt bevorzugt in den Sommermonaten und bei schwülwarmen Bedingungen auf. Dafür sprechen Modellrechnungen aus Südkorea.

Update HNO

Bestellen Sie unseren Fach-Newsletter und bleiben Sie gut informiert – ganz bequem per eMail.

Bildnachweise
Junge Frau in Krankenhaus-Kleidung/© gpointstudio / Getty Images / iStock (Symbolbild mit Fotomodell), Springer Medizin Podcast - Orale Tumortherapie/© (M) Przemek Klos / Stock.adobe.com (Symbolbild mit Fotomodell) Logo: Springer Medizin Verlag GmbH