Zum Inhalt
HNO

Strukturierte Befunderhebung in der Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde

  • Open Access
  • 26.03.2025
  • HNO
  • Referate
Erschienen in:

Zusammenfassung

Die strukturierte Befunderhebung (SR) hat als wertvolle Methode zur Optimierung von Diagnose und Therapie einen zentralen Stellenwert in verschiedenen Fachdisziplinen. Während herkömmliche Freitextbefunde oft uneinheitlich und schwer vergleichbar sind, ermöglicht die strukturierte Dokumentation eine höhere Qualität und Vollständigkeit der Befunde. Die trägt dazu bei, die steigende Komplexität besser zu bewältigen und den therapeutischen Standard zu erhöhen. Studien zeigen, dass SR in verschiedenen Teilgebieten der Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde (HNO) zu einer signifikanten Verbesserung der Befundqualität führt. Zudem steigert SR die zeitliche Effizienz sowie die Interrater-Reliabilität und trägt zum Lerneffekt bei. Ferner erhöht SR die Anwender- und Zuweiserzufriedenheit, insbesondere bei interdisziplinärer Anwendung. Zukünftige multizentrische Studien sind notwendig, um weitere Erkenntnisse zur praktischen Anwendung, zur wissenschaftlichen Auswertbarkeit und zur Kombination mit künstlicher Intelligenz liefern.
Dieses Manuskript basiert auf der Habilitationsschrift des Autors mit dem Titel „Untersuchungen zur strukturierten Befunderhebung in der Prozess- und Qualitätsoptimierung in der Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde“ an der Medizinischen Fakultät der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn.
QR-Code scannen & Beitrag online lesen

Hinweis des Verlags

Der Verlag bleibt in Hinblick auf geografische Zuordnungen und Gebietsbezeichnungen in veröffentlichten Karten und Institutsadressen neutral.

Befunderhebung und Dokumentation in der Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde

In den vergangenen Jahrzehnten wurden die Ergebnisse von Untersuchungen in der Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde (HNO) typischerweise als handschriftliche Freitextbefunde (FTR) festgehalten [30, 101, 102]. Optional werden diese durch Piktogramme bzw. Skizzen ergänzt, in denen Form und Lage etwaiger pathologischer Veränderungen manuell eingezeichnet werden können. Obwohl diese Praxis langfristig in der Routine etabliert ist, ergeben sich hieraus eine Vielzahl von Problemen im klinischen Alltag, da diese Aufzeichnungen als Basis für Kontrolluntersuchungen, Arztbriefe, Abrechnung und die weitere Therapieplanung dienen. Zudem stellt diese klassische Art der Befunddokumentation Mindestanforderungen an die Sorgfalt des befundenden Arztes, sowohl bezüglich seiner Handschrift, seiner Skizzierungen als auch ihrer Vollständigkeit. Insbesondere in der letzten Dekade hat neben einer immensen Arbeitsverdichtung aufgrund des hohen wirtschaftlichen Drucks innerhalb des medizinischen Sektors eine zunehmende Komplexität durch neue, sowohl prognostisch als auch therapeutisch zu berücksichtigende Parameter und Einteilungssysteme Einzug in die HNO gehalten (Abb. 1; [12, 55, 87]). Dies stellt eine große Herausforderung für die studentische und assistenzärztliche Aus- und Weiterbildung dar, da hier oftmals sowohl die zu evaluierenden als auch zu dokumentierenden Strukturen und in der Folge auch die notwendige Terminologie unklar sind [30, 33]. Folge ist eine notwendige und extrem personalintensive Überprüfung der Prozesse durch die verantwortlichen Vorgesetzten und das fortbestehende Risiko, pathologische Veränderungen zu übersehen oder diese unzureichend zu dokumentieren.
Abb. 1
Herausforderungen in der modernen Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde
Bild vergrößern
Von besonderer Bedeutung sind die beschriebenen Probleme der konventionellen FTR bei der klinischen Verlaufskontrolle verschiedenster pathologischer Veränderungen, beispielsweise von zervikalen Lymphadenopathien, Speicheldrüsenerkrankungen oder Kopf-Hals-Karzinomen, da hier oftmals sowohl die Lokalisation als auch das Ausmaß oder die Form des pathologischen Befundes nur unzureichend beschrieben sein können [1, 6, 56, 97]. Eine gute Lokalisationsdiagnostik stellt jedoch die Grundlage der weiteren – ggf. chirurgischen – Therapieplanung dar und ist damit essenziell wichtig. Gleiches gilt für die Abrechenbarkeit klinischer Leistungen, da nur korrekt dokumentierte klinische Untersuchungen möglichen Überprüfungen der Kostenträger standhalten können [16]. Zusammenfassend eignen sich FTR nur eingeschränkt zur Verwertung für klinische Forschung, da sie teilweise kaum vergleichbar sind und die korrekte Identifikation spezifischer Krankheitsbilder äußerst zeitaufwendig und fehleranfällig ist [81]. Zudem stellen sie keine nutzbare Grundlage für die Etablierung künstlicher Intelligenz (KI) im Rahmen von Large-Language-Modellen (LLM) oder zur Auswertung mittels Big-Data-Analysen dar [52, 81, 113].

Strukturierte Befunderhebung

Allgemeine Aspekte

In den vergangenen Jahren ist es zu einem verstärkten Einsatz von diagnostischen und therapeutischen Parametern sowie Staging-Klassifikationen in der HNO gekommen [50, 78, 84, 104]. Dies ermöglicht auf der einen Seite eine deutlich bessere Vergleichbarkeit, hat aber auf der anderen Seite auch zu einer deutlichen Zunahme der Komplexität innerhalb des Fachgebiets geführt. Darüber hinaus ist aufgrund von steigenden Patientenzahlen ohne gleichsinnige Entwicklung der Personalstellenpläne eine vermehrte Arbeitsverdichtung zu verzeichnen. Um dieser steigenden Komplexität gerecht zu werden und um einen höchstmöglichen medizinischen Standard zu gewährleisten, sind möglichst genaue, detaillierte und vergleichbare Befunde von zentraler Bedeutung. Mit dem Ziel, eine qualitativ höherwertige Befundung zu erreichen, plädieren diverse fachspezifische und fachfremde Fachgesellschaften für die Implementierung von digitalen strukturierten Befunderhebungen (SR) [23, 31, 59, 70]. Gemäß den generell akzeptierten Definitionen besteht dabei ein strukturierter Befund u. a. aus standardisierten Überschriften sowie Unterkategorien, die der Spezifizierung von Ergebnissen dienen, und einer standardisierten Terminologie [8, 115]. Weiss und Bolos beschrieben bereits 2009 dabei 3 Level der SR [10, 75]:
1.
Strukturiertes Format: Definition von Abschnitten und Unterabschnitten
 
2.
Konsequenter Aufbau des Befundes: Festlegung und Reihenfolge der zu befundenden Strukturen
 
3.
Konsequente Anwendung der vorgesehenen Terminologie (standardisierter sprachlicher Aufbau)
 
Diese 3 Ebenen der SR nach Weiss und Bolos wurden 2020 von Nobel et al. durch 2 weitere Level ergänzt [75]:
4.
Strukturiertes Layout: Darstellung des Befundes in einer strikten, vordefinierten Reihenfolge, um eine Gleichförmigkeit der Befunde zur erreichen bzw. aufrechtzuerhalten
 
5.
Strukturierter Inhalt: festgelegte Art und Weise, in der der medizinische Inhalt des Befundes IT-gestützt angeordnet und im Bericht angezeigt wird
 
Im Kontext von Big-Data-Analysen würde die Datenspeicherung in strukturierten Speicherelementen gemäß Froelich et al. den abschließenden Schritt der Befundstrukturierung darstellen (Abb. 2; [34]). Dies ermöglicht neben der verbesserten Auswertbarkeit auch die Anwendung von datenschutzrechtlich unkomplizierten lokalen LLM-Lösungen zur Augmentation von klinischen Arbeitsabläufen durch KI [13, 111].
Abb. 2
Strukturierte Befunderhebung eines solitären pathologischen Lymphknotens. (Mit freundl. Genehmigung durch Smart Reporting GmbH)
Bild vergrößern
Während konventionelle FTR eine tendenziell niedrige Intra- und Interrater-Reliabilität in Bezug auf Befundqualität, Detailliertheit und Vergleichbarkeit aufweisen, stellen strukturierte Befunde einen vielversprechenden neuen Ansatz in der Befunderstellung dar [30, 76].
So wurde in verschiedenen Studien eine Tendenz zur höherer Befundqualität, Genauigkeit und Detailliertheit im Vergleich zu Freitextbefunden sowie eine deutliche Präferenz der Anwender für SR nachgewiesen [37, 76, 79, 95, 97]. Ferner minimieren strukturierte Befundvorlagen mit standardisierten Kapiteln, Format und Terminologie das Risiko, wichtige Strukturen bei der Untersuchung zu übersehen oder diese adäquat zu beschreiben [51, 79, 84, 110]. Daher erhöht SR insbesondere bei jüngeren Weiterbildungsassistenten die Befundqualität und leistet einen wichtigen Beitrag im Lernprozess [88, 97].
Diese Erkenntnisse könnten in der Konsequenz zu einem besseren Verständnis von pathologischen Veränderungen und deren therapeutischen Implikationen führen [14, 58]. Auf der anderen Seite wird von vielen erfahrenen Diagnostikern häufig kritisiert, dass SR-Vorlagen oftmals zu rigide in ihrer Anwendung und somit möglicherweise unpräzise und zeitaufwendig seien [8, 51]. Folglich eignet sich diese Form der Befunderhebung besonders für Arbeitsabläufe in der HNO mit einem hochgradig standardisierten Arbeitsablauf, wie beispielsweise Ultraschalluntersuchungen der Halsweichteile (Abb. 2), die neurootologische Abklärung von Schwindelbeschwerden oder die Begutachtung von Computertomographien (CT) der Nasennebenhöhlen (NNH). Eine ausführliche Übersicht zur Datenlage zur SR in der HNO sowie zu den entsprechenden Studienendpunkten ist Tab. 1 zu entnehmen.
Tab. 1
Vorliegende Evidenz und signifikante Endpunkte für die strukturierte Befunderhebung in der Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde
Autor
Titel
Thematik
Signifikante Endpunkte für strukturierte Befunderhebung
Ernst et al. [25]
Structured reporting of head and neck ultrasound examinations
Ultraschall
Befundqualität, Befundvollständigkeit, Benutzerzufriedenheit
Ernst et al. [26]
Impact of structured reporting on developing head and neck ultrasound skills
Ultraschall
Befundqualität, Befundvollständigkeit, Benutzerzufriedenheit, zeitliche Effizienz
Ernst et al. [28]
The use of structured reporting of head and neck ultrasound ensures time-efficiency and report quality during residency
Ultraschall
Befundqualität, Befundvollständigkeit, Benutzerzufriedenheit, zeitliche Effizienz, longitudinaler Lerneffekt
Ernst et al. [29]
Evaluation of optimal education level to implement structured reporting into ultrasound training
Ultraschall
Befundqualität, Befundvollständigkeit, Benutzerzufriedenheit, Zeitpunkt Implementierung
Ernst et al. [27]
The role of structured reporting and structured operation planning in functional endoscopic sinus surgery
Nasennebenhöhlenchirurgie
Vollständigkeit Befund und Operationsplanung, zeitliche Effizienz, Benutzerzufriedenheit
Becker et al. [5]
ENT residents benefit from a structured operation planning approach in the training of functional endoscopic sinus surgery
Nasennebenhöhlenchirurgie
Vollständigkeit der Operationsplanung, zeitliche Effizienz, Benutzerzufriedenheit
Ernst et al. [24]
Structured reporting of head and neck sonography achieves substantial interrater reliability
Ultraschall
Interrater-Reliabilität, Befundvollständigkeit
Lasrich et al. [60]
Erhöhte Befundvollständigkeit und gesteigerte Zuweiserzufriedenheit bei strukturierter neurootologischer Befunderhebung in der interdisziplinären Schwindelabklärung
Neurootologie
Befundvollständigkeit, Benutzerzufriedenheit

Anwendungsgebiete

So wurde bereits eine signifikante Überlegenheit von strukturierten Befunden im Rahmen der Videofluoroskopie bei Schluckstörungen, der Magnetresonanztomographie (MRT) der Schulter zur Operationsplanung von Schulterstabilisierungen, der MRT des Beckens zum lokoregionären Staging beim Rektumkarzinom vor Therapie sowie der CT des Thorax bei V. a. Lungenarterienembolie nachgewiesen [37, 76, 9597]. Neben einer signifikant erhöhten Befundqualität zeigte sich in diesen Studien mittels Fragebögen eine deutliche Präferenz sowohl der Untersucher als auch der Zuweiser bzw. in der Konsequenz der behandelnden Chirurgen. Diese Präferenz für strukturierte Befunde ist insbesondere in der standardisierten SR und Befundstruktur sowie den zugrunde liegenden Leitlinien und klinischen Standards begründet. Darüber hinaus scheint SR Assistenzärzte in der frühen Weiterbildungsphase bei der Erlernung diagnostischer Modalitäten und deren Befundung zu unterstützen [97]. Ferner wird die Lernkurve von unerfahrenen Weiterbildungsassistenten durch Darlegung eines Untersuchungs- bzw. Befundungsalgorithmus und durch Fokussierung auf essenzielle Strukturen innerhalb des Untersuchungsfelds beschleunigt [26, 107, 117]. In der Konsequenz wurde gezeigt, dass mittels SR die Rate an übersehenen pathologischen Veränderungen signifikant reduziert werden und somit die diagnostische Qualität deutlich gesteigert werden kann [51, 63].
Darüber hinaus ergeben sich aus der standardisierten Befundstruktur in der Zukunft Möglichkeiten zur automatisierten Einschätzung des Therapieansprechen oder auch zur Generierung von Daten für wissenschaftliche Analysen [81].

Mögliche Problemfelder und Vorteile im klinischen Alltag

Ein kontroverses Thema bei der Erstellung medizinischer Befunde ist, wie bereits erwähnt, ob strukturierte Befunde zu rigide sind und in der Folge die Qualität der Befunde einschränken [8, 51]. Diesen Kritikpunkten kann jedoch durch Zuhilfenahme moderner Softwaresysteme, die mittels intelligenter Entscheidungsbäume mit der Möglichkeit zur Verlinkung ein hohes Maß an linguistischer Qualität garantieren, begegnet werden [75, 94]. Ferner wird durch Verwendung von Freitextfeldern mit der Möglichkeit zur Ergänzung von spezifischen Befundelementen ein Höchstmaß an Flexibilität und Vollständigkeit erreicht [74, 95]. Darüber hinaus ermöglicht eine einmal erstellte Maske zur SR eine nahezu fehlerfreie Befunderstellung in Bezug auf Rechtschreibung und Grammatik. Moderne SR-Softwarelösungen implementieren zudem die Möglichkeit zur Befunderstellung in Fremdsprachen, wodurch auch bei Nichtmuttersprachlern eine maximal hohe Befundqualität erreicht werden kann [103]. Das Problem von Befunden, die durch nichtmuttersprachliches ärztliches Personal erstellt werden, wird durch die zunehmende Bedeutung der Telemedizin unterstrichen [65]. Insbesondere die teleradiologische Befundung ist für ländliche Gebiete mit Fachkräftemangel eine Notwendigkeit geworden, etwa am Beispiel der teleneuroradiologischen Betreuung dezentraler Stroke Units. Dieses Problem kann durch Breitbandverbindungen gelöst werden. Sie ermöglichen die Übertragung großer Datenmengen, die in anderen Regionen, ob im Inland oder im Ausland, beurteilt werden können. Im Fall von telemedizinischen Befundungen im Ausland kann die damit einhergehende Sprachbarriere eine essenzielle Hürde bei der Erstellung qualitativ hochwertiger Befundungen darstellen. Diese sind wiederum mit einer erhöhten Rate an Nachfragen assoziiert, was zur Arbeitsverdichtung und im schlimmsten Fall zu Ablehnung telemedizinischer Lösungen führt. Infolgedessen können SR ein Schlüsselfaktor bei der Überwindung einer schlechten Berichtsqualität aufgrund begrenzter Sprachkenntnisse sein, da hier standardisierte Simultanübersetzungen in mehrere Sprachen möglich ist [86, 91].
Neben der Befundqualität ist die Befunderstellungszeit im heutigen klinischen Alltag von zentraler Bedeutung. So wurde in diversen Publikationen nachgewiesen, dass die Befunderstellungszeit von strukturierten Befunden signifikant kürzer ist als die von Freitextbefunden [8, 9, 51, 74]. Dabei spielt jedoch die Komplexität des pathologischen Befundes eine große Rolle [42]. Während unauffällige Befunde überdurchschnittlich schnell mittels SR beschrieben werden können, scheinen komplexe pathologische Veränderungen tendenziell mehr Zeit in Anspruch zu nehmen. Ein möglicher Erklärungsansatz ist der hier notwendige Einsatz aufwendiger Freitextelemente [36, 83, 95]. Jedoch muss ein zeitlicher Mehraufwand hier immer vor dem Hintergrund der deutlich gesteigerten Befundqualität bewertet werden.
Von großer Bedeutung beim klinischen Einsatz wird die Integration von SR-Masken in die vorhandenen klinischen Informationssysteme sein, wie es bereits bei der standardisierten Befundung von pathologischen Veränderungen der Prostata und Mamma geschehen ist [67, 92].

Kopf-Hals-Sonographie

Die Kopf-Hals-Sonographie stellt den klinischen Goldstandard in der bildgebenden Abklärung vieler Krankheitsbilder in der HNO dar [4, 6, 18, 33, 56, 71]. Dabei hat der Ultraschall nachgewiesenermaßen einen zentralen Stellenwert in der Primärdiagnostik, Verlaufskontrolle und Operationsplanung in der Kopf-Hals-Onkologie [1, 6, 56, 71]. Neben einer gründlichen Durchführung der Ultraschalluntersuchung selbst spielt die Befunderstellung eine zentrale Rolle und sorgt für einen hohen diagnostischen Qualitätsstandard, der die Basis für eine angemessene Therapieplanung und -durchführung darstellt. Während die konventionelle FTR mit einer niedrigen Intra- und Interrater-Reliabilität hinsichtlich Befundqualität und v. a. Vergleichbarkeit assoziiert ist, stellt die SR diesbezüglich einen vielversprechenden Ansatz dar [30, 76].

Auswirkungen auf die Aus- und Weiterbildung sowie die Qualitätssicherung

Während die praktische Durchführung von Ultraschalluntersuchungen einen gewissen Stellenwert in der Lehre und den Curricula der meisten medizinischen Hochschulen hat, werden Medizinstudierende mit der entsprechenden Befunddokumentation in aller Regel erst im Praktischen Jahr oder auch erst nach Approbation mit Beginn der Weiterbildung konfrontiert [114]. Der damit einhergehende Mangel an Ausbildung in der Befunderstellung resultiert vielfach in einem geringen Verständnis für die Befundstruktur, deren Inhalt, die korrekte Terminologie und in einer mangelnden Kenntnis der zu befundenden Strukturen. Dies steht in einem deutlichen Widerspruch zur Bedeutung des Befundes einer jeden diagnostischen Untersuchung und dessen Implikationen für medizinische Entscheidungsfindung und Therapieplanung. Der Befund stellt dabei die Essenz einer jeden Untersuchung dar, da er deren Inhalt, Beurteilung und Ableitungen daraus vermittelt. Zusätzlich ist er u. U. die Ausgangsbasis für Kontrolluntersuchungen, wie sie beispielsweise in der Kopf-Hals-Onkologie im Rahmen der Nachsorge nach festem Schema erfolgen [56, 57, 100].
Eine genaue Befundung ist dabei äußerst anspruchsvoll, da die Kopf-Hals-Region eine Vielzahl wichtiger Strukturen auf vergleichsweise geringem Raum aufweist. Auch die Interpretation der dreidimensionalen Topographie kann dabei herausfordernd sein [7]. Diese Schwierigkeiten werden durch einen Mangel an Standardisierung der Terminologie und Relevanz der anatomischen Strukturen verstärkt, die unerfahrenen Studierenden und Weiterbildungsassistenten möglicherweise unverständlich erscheinen. Darüber hinaus stellen Unklarheiten bei der Struktur eines Befundes, dessen Inhalt und Aufbau typische Hindernisse bei der Befunderhebung dar.
Daher kann SR als ein zentraler Baustein in der Verbesserung der Lehre im Studium und der ärztlichen Weiterbildung angesehen werden, da sie den Lernprozess begleitet und unterstützt, indem insbesondere noch unerfahrene Untersucher durch die Untersuchung und Befundung geführt werden, auf den relevanten Inhalt hingewiesen werden und ihnen die korrekte Terminologie an die Hand gegeben wird [53]. Dies wird durch diverse Studienergebnisse untermauert, die zeigen, dass die Anwendung einer SR zu weniger übersehenen pathologischen Veränderungen führt und die SR mit einer höheren diagnostischen Genauigkeit assoziiert ist [51, 63, 110].

Vergleichbarkeit

Trotz der vielen evidenten Vorteile der Sonographie bleibt die Interrater-Reliabilität ein zentrales Manko des Diagnostikums. Diese schnitt in Studien traditionell für die CT- und MRT-Diagnostik überlegen ab [40]. Jedoch existieren insgesamt nur wenig Daten zur Interrater-Reliabilität in der Kopf-Hals-Region und variieren in anderen Körperregionen stark nach Region und pathologischer Veränderung [108]. Dies kann zu großen Problemen bei der Abklärung von pathologischen Veränderungen im Weichgewebe der Kopf-Hals-Region und in der Folge zur Fehldiagnosen und intraoperativen Komplikationen führen [17]. Durch den Einsatz von SR wurde in der Folge im Rahmen von Studien eine hohe reproduzierbare Interrater-Reliabilität für die Kopf-Hals-Sonographie nachgewiesen, die sich mit bekannten Daten zu CT und MRT messen kann [24]. Dies ermöglicht, insbesondere unter Berücksichtigung der positiven Effekte auf Befundqualität und zeitliche Effizienz, eine genauere und insbesondere reproduzierbarere Ultraschalldiagnostik.
Neben all diesen Punkten existieren große nationale Unterschiede, welche Fachdisziplin den Kopf-Hals-Ultraschall durchführt. Während in vielen Ländern die Radiologie hier die dominierende Fachdisziplin ist, liegt dies im deutschsprachigen und skandinavischen Raum regelhaft in der Hand der HNO-Ärzte [109]. Dabei stellt insbesondere der sog. „physician-performed focused ultrasound“ einen zentralen Pfeiler bei der Operationsplanung minimal-invasiver Zugänge sowie auch für die etwaige intraoperative Sonographie dar [62]. Ohne eine entsprechende Expertise durch tägliche Routine ist in diesem Kontext keine sichere Anwendung möglich [85].
Es existieren multiple Publikationen zum Einfluss der SR auf die Befundqualität in verschiedenen Ausbildungsständen [25, 26, 28, 29]. Demnach verbessert die Anwendung von SR sowohl bei Medizinstudierenden, jungen und fortgeschrittenen Ärzten in Facharztweiterbildung sowie bei Fachärzten nachhaltig die Befundvollständigkeit, die verwendete Terminologie und auch die Befundung der pathologischen Veränderung. Zudem waren die Befunde signifikant besser lesbar als FTR. Die Befundqualität wurde von den Autoren als Summe aus Befundvollständigkeit, Terminologie, Lokalisation, Ausmaß und Form des pathologischen Befundes und Lesbarkeit definiert. Daraus ergab sich in allen Ausbildungsständen eine signifikant überlegene Befundqualität für die SR (n = 125; 93,1 vs. 45,6 %; p < 0,001) [29]. Im Rahmen weiterführender Analysen konnte für die wirtschaftlich zentrale Frage der für die Befunderstellung aufgewendeten Arbeitszeit gezeigt werden, dass die Zeitersparnis für SR im Vergleich zu FTR umso größer war, je früher SR in die Weiterbildung integriert wurde (R = 0,67; R2 = 0,449; p < 0,001) [29]. Die Zeitersparnis pro Befund lag dabei in frühen Phasen der Ausbildung bei bis zu 2,1 min pro Befund, was bei hoher Untersuchungsfrequenz zu einer relevanten Zeitersparnis pro Jahr führt. Diese Ergebnisse werden durch weitere Publikationen gestützt, die im longitudinalen Verlauf für die SR eine gleichbleibend sehr hohe Befundqualität zeigten, während die Befundqualität mittels FTR sich tendenziell verschlechterte. Zudem nahm die zeitliche Effizienz nur mittels SR im longitudinalen Verlauf stetig zu [28].
Darüber hinaus wurde gezeigt, dass die Anwenderzufriedenheit durch die Anwendung von SR signifikant steigt (visuelle Analogskale, VAS: 8,6 vs. 3,9; p < 0,001) [29]. Mögliche Gründe für die signifikant überlegene Benutzerzufriedenheit könnte der standardisierte SR-Algorithmus unter Einschluss einer vorgegebenen Terminologie sein, der die gängigen klinischen Standards und Leitlinien abbildet [79]. Dabei fördert die Redundanz der SR den Lernprozess, indem die Unterpunkte der Untersuchung in vorgegebener Reihenfolge abgefragt werden. Folglich zeigt sich, dass die Implementierung einer SR die Adhärenz in der Anwendung von Leitlinien und somit evidenzbasierter Medizin fördert [27]. Diese Ergebnisse befinden sich dabei im Einklang mit vorherigen Publikationen anderer Arbeitsgruppen, die eine Korrelation von SR mit qualitativ hochwertigen Befunden für verschiedene bildgebende Modalitäten zeigten [25, 26, 37, 48, 76, 9498, 107, 117], ergänzen diese jedoch auch signifikant im Kontext der HNO sowie um Fragestellungen zur medizinischen Ausbildung.

Integration diagnostischer Parameter bei steigender klinischer Komplexität

In den letzten Jahren hat die Komplexität v. a. innerhalb der Kopf-Hals-Onkologie aufgrund der steigenden Anzahl von diagnostischen Parametern und Staging-Klassifikationen – wie der zuletzt eingeführten Differenzierung zwischen HPV-positiven und -negativen Oropharynxkarzinom in der 8. Auflage der TNM-Klassifikation [12] – deutlich zugenommen [50, 78, 84, 104]. Bei dieser spielt die genaue Anzahl von pathologischen Lymphknoten eine noch größere Rolle als bisher. Zudem besteht ein großes Interesse an bildgebenden Parametern zur Beurteilung des Ansprechens auf Radiochemotherapien [66, 90]. Um dieser steigenden Komplexität gerecht zu werden und um einen höchstmöglichen therapeutischen Standard zu gewährleisten, sind möglichst genaue, detaillierte und vergleichbare Befunde bei der Kopf-Hals-Sonographie von immenser Bedeutung. Während konventionelle Freitextbefunde, u. a. durch eine mangelnde Standardisierung der Terminologie und Befundstruktur, eine tendenziell niedrige Intra- und Interrater-Reliabilität in Bezug auf Befundqualität, Detailliertheit und Vergleichbarkeit aufweisen, stellen strukturierte Befunde einen vielversprechenden neuen Ansatz in der Befunderstellung dar [30, 76].

Funktionelle endoskopische Nasennebenhöhlenchirurgie

Neben der Anwendung als Dokumentationswerkzeug in der Kopf-Hals-Sonographie existieren für die SR in der HNO publizierte Daten zur operativen Therapieplanung in der funktionellen endoskopischen Nasennebenhöhlenchirurgie („functional endoscopic sinus surgery“, FESS). Die FESS stellt den Goldstandard in der chirurgischen Therapie der chronischen Rhinosinusitis (CRS) dar [32, 46]. Die Evolution der FESS seit ihrer klinischen Etablierung in den 1980er-Jahren ist in großen Teilen dem technischen Fortschritt im zur Verfügung stehenden Equipment zu verdanken [19, 35, 54, 105]. Für die Planung von sicheren und erfolgreichen Operationen und insbesondere zur Vermeidung von potenziell katastrophalen Komplikationen wie Verletzungen der Orbita einschließlich des N. opticus, der vorderen Schädelbasis oder der A. carotis interna, ist eine hochauflösende, triplanare CT der NNH vor jedem Eingriff zwingend notwendig [26, 27]. Ferner dient die CT der NNH zur Festlegung der chirurgischen Resektionsplanung und zur Identifizierung des Zustands nach Voroperationen bzw. etwaiger anatomischer Normvarianten, die mit einem erhöhten intraoperativen Risiko einhergehen [41, 61, 64, 82, 118].
Das dreidimensionale Verständnis des Operationssitus stellt hierbei die Grundlage für das erfolgreiche Erlernen der Operationstechnik dar. Insbesondere seit Einführung der „powered instruments“, wie z. B. endonasale Shaver- oder Bohrersysteme, muss einer exakten Kenntnis der Anatomie Rechnung getragen werden, da diese „powered instruments“ bei Nichtbeachtung leicht zu schwerwiegenden Komplikationen, wie Verletzungen des Auges oder der vorderen Schädelbasis, führen können [15]. Darüber hinaus ist eine genaue Kenntnis des HNO-Arztes über die CT-morphologische Anatomie die Grundlage für die Anwendung von Navigationssystemen und für die interdisziplinäre erweiterte vordere Schädelbasischirurgie und könnte folglich durch vollständigere Resektionen zur Vermeidung von Revisionsoperationen beitragen [2, 106].

Auswirkungen auf die interdisziplinäre präoperative Diagnostik

Ein zentrales Problem in der präoperativen CT-basierten Planung vor FESS stellt die unterschiedliche Perspektive von HNO-Ärzten und Radiologen auf die zugrunde liegenden CT-Bilder dar [68, 89]. Während Radiologen sich i. Allg. mehr auf das Ausmaß und die sekundären Auswirkungen einer pathologischen Veränderung fokussieren, interessieren sich HNO-Ärzte insbesondere für anatomische Normvarianten und die knöchernen Begrenzungen, die als Landmarken für den chirurgischen Zugangsweg von Bedeutung sind [21]. Zudem fällt es sowohl radiologischen als auch HNO-ärztlichen Weiterbildungsassistenten häufig schwer zu entscheiden, welche anatomischen Strukturen einer dezidierten Beachtung bedürfen und wie diese adäquat zu beschreiben bzw. zu befunden sind [11, 112]. In der Folge existieren in vielen Ausbildungskliniken Checklisten in Papierform, anhand derer wichtige anatomische Strukturen der Reihenfolge nach identifiziert und befundet werden können. Da solche Checklisten meist nur in analoger Form existieren und folglich dem Weiterbildungsassistenten kein Feedback liefern können, werden sie häufig nach Implementierung nur unregelmäßig verwendet, sodass keine Integration in den klinischen Arbeitsablauf stattfindet [47]. Jedoch existieren wenige Erkenntnisse zum Einfluss einer strukturierten Operationsplanung in der präoperativen Phase. Dies steht im Gegensatz zur zentralen Bedeutung einer präzisen Befundung der präoperativen Bildgebung sowie einer subtilen Planung des operative Zugangs und Ausmaßes [77]. Zudem kann eine detaillierte präoperative Planung das Selbstvertrauen und die Lernkurve von Weiterbildungsassistenten positiv beeinflussen und somit zu einer reduzierten Inzidenz von Komplikationen und einer gesteigerten Wirtschaftlichkeit beitragen [45, 69].
Zur Anwendung von SR im Rahmen der radiologischen CT-Diagnostik und der FESS-Planung existieren im Wesentlichen 2 Studien. In diesen wurde die Anwendung im klinischen Alltag sowie im Rahmen eines FESS-Operationskurses untersucht [5, 27].
Im Rahmen der klinischen Routine wurden bei 30 konsekutiven Patienten, die zur FESS anstanden, die vorliegenden CT-Untersuchungen erneut mittels einer dezidierten SR-Maske zur CT der NNH erneut befundet und mit den Befunden aus der klinischen Routine bezüglich chirurgisch und radiologisch relevanter Parameter verglichen [27]. Ferner erfolgte die Erstellung einer schriftlichen Operationsplanung durch den eingeteilten Weiterbildungsassistenten, sowohl konventionell mittels FTR als auch mittels SR. Es zeigte sich, dass die CT-Befunde mittels SR deutlich vollständiger mit Hinblick auf alle evaluierten Parameter waren (84,4 vs. 22,0 %; p < 0,001).

Auswirkungen auf die Operationsplanung

Zudem konnten die Weiterbildungsassistenten mittels SR signifikant häufiger relevante pathologische Veränderungen als auch anatomische Besonderheiten identifizieren (97,0 % vs. 39,4 %; p < 0,001). Insbesondere führt die Implementierung einer strukturierten Operationsplanung zu einer signifikanten Steigerung der Berücksichtigung von potenziell gefährdeten anatomischen Strukturen, wie der Lamina papyracea, der vorderen Schädelbasis und deren Asymmetrien entsprechend der Keros-Klassifikation. Zudem waren der Zeitbedarf zur Erstellung der entsprechenden Operationsplanungen sowie die Benutzerzufriedenheit mittels SR deutlich besser.
In einer weiteren Studie wurden 15 Teilnehmer eines FESS-Kurses um Erstellung einer CT-basierten FESS-Operationsplanung sowohl mittels FTR als auch SR gebeten. Bei der Auswertung zeigte sich bei deutlich höherem Zeitbedarf ebenfalls eine sicherere Identifikation relevanter pathologischer Veränderungen und anatomischer Varianten sowie eine höhere Benutzerzufriedenheit für die strukturierte Herangehensweise.
In der Folge reduziert eine verbesserte Dokumentation bzw. Operationsplanung am Beispiel der SR, gerade in Abteilungen mit hohen Fallzahlen und bei Weiterbildungsassistenten im Lernprozess, das Risiko, dass atypische kritische anatomische Strukturen nicht identifiziert werden und sich somit die Gefahr für intraoperative Komplikationen erhöht. Ferner erhöht eine konsequente und ausführliche präoperative Dokumentation die medikolegale Sicherheit des behandelnden Arztes. Zudem könnte eine gründliche Operationsplanung dazu beitragen, Revisionseingriffe zu vermeiden.

Neurootologie

Ein weiterer evaluierter Arbeitsbereich der SR ist die interdisziplinäre Abklärung von Schwindelbeschwerden [60]. Solcherlei Beschwerden stellen mit bis zu 4 % aller Patienten in Notaufnahmen einen häufigen Konsultationsgrund dar [38, 43, 73, 80]. Von zentraler Bedeutung in der Abklärung ist die Differenzierung zwischen den größtenteils harmlosen, jedoch in 5–12 % der Fälle lebensbedrohlichen Ursachen [20, 44, 93]. Letztere gilt es ohne Verzögerung und somit Kompromittierung des diagnostischen Zeitfensters zu selektionieren und sie der korrekten Diagnostik und Therapie zuzuführen.
Im Gegensatz zu den gut definierten neurootologischen Krankheitsbildern stehen Schwindelbeschwerden mit komplexer, multifaktorieller Genese, die große Ansprüche an die interdisziplinäre Versorgung stellen. Dabei stellt die strukturierte und standardisierte Anamnese die Basis für eine problemorientierte und kosteneffiziente Diagnostik dar. Diagnostisch spielt in der HNO-ärztlichen Abklärung die neurootologische Funktionsdiagnostik eine tragende Rolle, deren Sensitivität der radiologischen Schnittbildgebung häufig überlegen ist [99]. Aufgrund der regelhaft interdisziplinären Abklärung ist eine adäquate intersektorale sowie interdisziplinäre Kommunikation unabdingbar. Grundlage hierfür ist insbesondere eine hohe Befundqualität. Diese reduziert nachweislich potenzielle Informationsverluste, aber auch wiederholte Untersuchungen und Therapieverzögerungen [72]. Ferner erhöht die problemlose und ausführliche Kommunikation nachhaltig die Zuweiserzufriedenheit und verbessert die intersektorale und auch die fachübergreifende Zusammenarbeit [5, 25, 27, 49, 116].
Die Anwendung von SR als Dokumentations- und Kommunikationsmedium in der interdisziplinären Schwindelabklärung wurde durch Lasrich et al. untersucht [60]. Dabei wurden bei 100 konsekutiven Patienten anhand der vorliegenden Anamnese sowie der Rohdaten der neurootologischen Funktionsdiagnostik SR erstellt und mit den Arztberichten aus der klinischen Routine verglichen sowie die Zuweiserzufriedenheit erhoben. Dabei zeigte sich eine signifikant erhöhte Vollständigkeit hinsichtlich Anamnese, neurootologischer und audiologischer Funktionsdiagnostik. Zudem erhöhte sich mittels SR nachhaltig die Zufriedenheit der zuweisenden Ärzte.
Diese gesteigerte Qualität der Dokumentation und Kommunikation kann dabei zur Ökonomisierung der diagnostischen Ressourcen beitragen. Diese sog. Testökonomie durch an die Beschwerden exakt angepasste Diagnostik unterstützt nachweislich die Diagnosefindung, reduziert Enttäuschung sowohl aufseiten der Patienten als auch der behandelnden Ärzte und verbessert die Compliance [22]. Die könnte insbesondere bei Weiterbildungsassistenten die Begeisterung für das komplexe Gebiet der Neurootologie steigern und der zuletzt sinkenden Anzahl von Spezialisierungen in diesem Teilgebiet entgegenwirken [39].

Ausblick

Als Ausblick für die SR werden derzeit Lösungen für alle Teilaspekte der HNO sowie der Kopf- und Halschirurgie entwickelt. Von zentraler Bedeutung sind dabei insbesondere Anamnese, Diagnosen, Therapien und die Erfassung von Outcomes als zentrales Element der Qualitätssicherung. Konkrete Projekte umfassen zum einen um Dokumentationen von allgemeinen HNO-ärztlichen Untersuchungen einschließlich der Möglichkeit zur digitalen Befunddokumentation anhand von Skizzen. Ferner soll die Anwendung im Rahmen von strukturierten Operationsberichten überprüft werden. Ein weiteres Anwendungsgebiet stellt die Befundberichterstellung von Schlaflabordiagnostiken nach den Vorgaben der Deutschen Gesellschaft für Schlafforschung und Schlafmedizin e. V. dar, die im Rahmen von klinischen Studien evaluiert wird [3]. Darüber hinaus existieren drittmittelgeförderte Projekte zur integrierten, fachübergreifenden Versorgung von Patienten mit Polyposis nasi, anhand derer viele Erkenntnisse zur interdisziplinären Anwendung sowie wissenschaftlichen Auswertbarkeit zu erwarten sind.
Schlussendlich wären multizentrische Projekte zur Evaluation der Kombination aus KI und SR sowie zur wissenschaftlichen Auswertbarkeit von strukturierten Befunden von großem Interesse.

Fazit für die Praxis

Die Anwendung strukturierter Befunderhebung (SR) hat in den Teilgebieten der HNO
  • Kopf-Hals-Sonographie,
  • interdisziplinäre Planung von Nasennebenhöhlenoperationen,
  • interdisziplinäre neurootologische Abklärung von Schwindelbeschwerden
einen positiven Einfluss auf
  • die Befundqualität und -vollständigkeit,
  • den longitudinalen Lerneffekt,
  • die zeitliche Effizienz,
  • die Interrater-Reliabilität,
  • die Benutzer- und Zuweiserzufriedenheit sowie die interdisziplinäre Kommunikation.

Einhaltung ethischer Richtlinien

Interessenkonflikt

B.P. Ernst gibt an, dass kein Interessenkonflikt besteht.
Für diesen Beitrag wurden von den Autor/-innen keine Studien an Menschen oder Tieren durchgeführt. Für die aufgeführten Studien gelten die jeweils dort angegebenen ethischen Richtlinien.
Open Access Dieser Artikel wird unter der Creative Commons Namensnennung 4.0 International Lizenz veröffentlicht, welche die Nutzung, Vervielfältigung, Bearbeitung, Verbreitung und Wiedergabe in jeglichem Medium und Format erlaubt, sofern Sie den/die ursprünglichen Autor(en) und die Quelle ordnungsgemäß nennen, einen Link zur Creative Commons Lizenz beifügen und angeben, ob Änderungen vorgenommen wurden. Die in diesem Artikel enthaltenen Bilder und sonstiges Drittmaterial unterliegen ebenfalls der genannten Creative Commons Lizenz, sofern sich aus der Abbildungslegende nichts anderes ergibt. Sofern das betreffende Material nicht unter der genannten Creative Commons Lizenz steht und die betreffende Handlung nicht nach gesetzlichen Vorschriften erlaubt ist, ist für die oben aufgeführten Weiterverwendungen des Materials die Einwilligung des jeweiligen Rechteinhabers einzuholen. Weitere Details zur Lizenz entnehmen Sie bitte der Lizenzinformation auf http://creativecommons.org/licenses/by/4.0/deed.de.

Hinweis des Verlags

Der Verlag bleibt in Hinblick auf geografische Zuordnungen und Gebietsbezeichnungen in veröffentlichten Karten und Institutsadressen neutral.
Download
Titel
Strukturierte Befunderhebung in der Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde
Verfasst von
PD Dr. med. Benjamin Philipp Ernst
Publikationsdatum
26.03.2025
Verlag
Springer Medizin
Schlagwort
HNO
Erschienen in
HNO / Ausgabe 10/2025
Print ISSN: 0017-6192
Elektronische ISSN: 1433-0458
DOI
https://doi.org/10.1007/s00106-025-01605-4
1.
Zurück zum Zitat Adibelli ZH, Unal G, Gul E et al (1998) Differentiation of benign and malignant cervical lymph nodes: value of B‑mode and color Doppler sonography. Eur J Radiol 28:230–234PubMed
2.
Zurück zum Zitat Baban MIA, Mirza B, Castelnuovo P (2020) Radiological and endoscopic findings in patients undergoing revision endoscopic sinus surgery. Surg Radiol Anat 42:1003–1012PubMed
3.
Zurück zum Zitat Bahr K, Gouveris H, Strieth S et al (2020) Die Rolle der strukturierten Befunderhebung in der Diagnostik und Therapieplanung schlafbezogener Atmungsstörungen. Laryngorhinootologie 99:
4.
Zurück zum Zitat Beach KW, Bergelin RO, Leotta DF et al (2010) Standardized ultrasound evaluation of carotid stenosis for clinical trials: University of Washington Ultrasound Reading Center. Cardiovasc Ultrasound 8:39PubMedPubMedCentral
5.
Zurück zum Zitat Becker S, Gonser P, Haas M et al (2021) ENT residents benefit from a structured operation planning approach in the training of functional endoscopic sinus surgery. Medicina 57:
6.
Zurück zum Zitat Bialek EJ, Jakubowski W, Zajkowski P et al (2006) US of the major salivary glands: anatomy and spatial relationships, pathologic conditions, and pitfalls. RadioGraphics 26:745–763PubMed
7.
Zurück zum Zitat Bock A, Modabber A, Holzle F et al (2019) Improvement of anatomical knowledge and surgical skills in head and neck region—An interdisciplinary hands-on course for clinical students. Ann Anat. https://doi.org/10.1016/j.aanat.2019.03.011CrossRefPubMed
8.
Zurück zum Zitat Bosmans JM, Peremans L, Menni M et al (2012) Structured reporting: if, why, when, how- and at what expense? Results of a focus group meeting of radiology professionals from eight countries. Insights Imaging 3:295–302PubMedPubMedCentral
9.
Zurück zum Zitat Bosmans JM, Weyler JJ, de Schepper AM et al (2011) The radiology report as seen by radiologists and referring clinicians: results of the COVER and ROVER surveys. Radiology 259:184–195PubMed
10.
Zurück zum Zitat Branstetter BF (2010) Practical Imaging Informatics. Foundations and Applications for PACS Professionals. Springer, New York
11.
Zurück zum Zitat Braun T, Betz CS, Ledderose GJ et al (2012) Endoscopic sinus surgery training courses: benefit and problems—a multicentre evaluation to systematically improve surgical training. Rhinology 50:246–254PubMed
12.
Zurück zum Zitat Brierley JD, Gospodarowicz MK, Wittekind C (2016) TNM classification of malignant tumours, 8. Aufl. Wiley-Blackwell, Hoboken
13.
Zurück zum Zitat Bumgardner VKC, Mullen A, Armstrong SE et al (2024) Local large language models for complex structured tasks. AMIA Jt Summits Transl Sci Proc 2024:105–114PubMedPubMedCentral
14.
Zurück zum Zitat Cancer KSGFR (2017) Essential items for structured reporting of rectal cancer MRI: 2016 consensus recommendation from the Korean society of abdominal radiology. Korean J Radiol 18:132–151
15.
Zurück zum Zitat Chang JR, Grant MP, Merbs SL (2015) Enucleation as endoscopic sinus surgery complication. JAMA Ophthalmol 133:850–852PubMed
16.
Zurück zum Zitat Chung CY, Makeeva V, Yan J et al (2020) Improving billing accuracy through enterprise-wide standardized structured reporting with cross-divisional shared templates. J Am Coll Radiol 17:157–164PubMed
17.
Zurück zum Zitat Cohen O, Blank A, Meiersdorf S et al (2021) Impact of high-quality ultrasound following community ultrasound on surgical planning and active surveillance in patients with thyroid cancer. Clin Endocrinol 94:990–997
18.
Zurück zum Zitat Coltrera MD (2014) Clinician-performed thyroid ultrasound. Otolaryngol Clin North Am 47:491–507PubMed
19.
Zurück zum Zitat Dalziel K, Stein K, Round A et al (2006) Endoscopic sinus surgery for the excision of nasal polyps: a systematic review of safety and effectiveness. Am J Rhinol 20:506–519PubMed
20.
Zurück zum Zitat Deutsche Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- Und Hals-Chirurgie E.V., Deutsche Gesellschaft für Neurologie E.V. (2021) S2k-Leitlinie Vestibuläre Funktionsstörungen, Version 1.0 (AWMF online)
21.
Zurück zum Zitat Deutschmann MW, Yeung J, Bosch M et al (2013) Radiologic reporting for paranasal sinus computed tomography: a multi-institutional review of content and consistency. Laryngoscope 123:1100–1105PubMed
22.
Zurück zum Zitat Dlugaiczyk J (2024) The “difficult” patient-pearls and pitfalls of vestibular diagnostic tests: Part 2 : Difficult aspects of vestibular laboratory testing. HNO 72:129–140PubMedPubMedCentral
23.
Zurück zum Zitat Dunnick NR, Langlotz CP (2008) The radiology report of the future: a summary of the 2007 Intersociety Conference. J Am Coll Radiol 5:626–629PubMed
24.
Zurück zum Zitat Ernst BP, Dorsching C, Bozzato A et al (2023) Structured reporting of head and neck sonography achieves substantial interrater reliability. Ultrasound Int Open 9:E26–E32PubMedPubMedCentral
25.
Zurück zum Zitat Ernst BP, Hodeib M, Strieth S et al (2019) Structured reporting of head and neck ultrasound examinations. BMC Med Imaging 19:25PubMedPubMedCentral
26.
Zurück zum Zitat Ernst BP, Katzer F, Künzel J et al (2019) Impact of structured reporting on developing head and neck ultrasound skills. BMC Med Educ 19:102PubMedPubMedCentral
27.
Zurück zum Zitat Ernst BP, Reissig MR, Strieth S et al (2020) The role of structured reporting and structured operation planning in functional endoscopic sinus surgery. PLoS ONE 15:e242804PubMedPubMedCentral
28.
Zurück zum Zitat Ernst BP, Strieth S, Katzer F et al (2020) The use of structured reporting of head and neck ultrasound ensures time-efficiency and report quality during residency. Eur Arch Otorhinolaryngol 277:269–276PubMed
29.
Zurück zum Zitat Ernst BP, Strieth S, Künzel J et al (2020) Evaluation of optimal education level to implement structured reporting into ultrasound training. Med Ultrason. https://doi.org/10.11152/mu-2530CrossRefPubMed
30.
Zurück zum Zitat European Society Of R (2018) ESR paper on structured reporting in radiology. Insights Imaging 9:1–7
31.
Zurück zum Zitat European Society Of R (2011) Good practice for radiological reporting. Guidelines from the European Society of Radiology (ESR). Insights Imaging 2:93–96
32.
Zurück zum Zitat Fokkens WJ, Lund VJ, Hopkins C et al (2020) European position paper on rhinosinusitis and nasal polyps 2020. Rhinology 58:1–464PubMed
33.
Zurück zum Zitat Forghani R, Yu E, Levental M et al (2015) Imaging evaluation of lymphadenopathy and patterns of lymph node spread in head and neck cancer. Expert Rev Anticancer Ther 15:207–224PubMed
34.
Zurück zum Zitat Froelich MF, Dresel S, Todica A et al (2017) Structured reporting in nuclear medicine. Nuklearmediziner 40:285–290
35.
Zurück zum Zitat Gan EC, Habib AR, Hathorn I et al (2013) The efficacy and safety of an office-based polypectomy with a vacuum-powered microdebrider. Int Forum Allergy Rhinol 3:890–895PubMed
36.
Zurück zum Zitat Ganeshan D, Duong PT, Probyn L et al (2018) Structured reporting in radiology. Acad Radiol 25:66–73PubMed
37.
Zurück zum Zitat Gassenmaier S, Armbruster M, Haasters F et al (2017) Structured reporting of MRI of the shoulder—improvement of report quality? Eur Radiol 27:4110–4119PubMed
38.
Zurück zum Zitat Gerlier C, Hoarau M, Fels A et al (2021) Differentiating central from peripheral causes of acute vertigo in an emergency setting with the HINTS, STANDING, and ABCD2 tests: a diagnostic cohort study. Acad Emerg Med 28:1368–1378PubMed
39.
Zurück zum Zitat Golub JS, Ossoff RH, Johns MM 3rd (2011) Fellowship and career path preferences in residents of otolaryngology-head and neck surgery. Laryngoscope 121:882–887PubMed
40.
Zurück zum Zitat Goncalves M, Mantsopoulos K, Schapher ML et al (2019) Interrater reliability of ultrasound in the diagnosis of sialolithiasis. Ultraschall Med 40:481–487PubMed
41.
Zurück zum Zitat Grevers G (2001) Anterior skull base trauma during endoscopic sinus surgery for nasal polyposis preferred sites for iatrogenic injuries. Rhinology 39:1–4PubMed
42.
Zurück zum Zitat Gunderman RB, Mcneive LR (2014) Is structured reporting the answer? Radiology 273:7–9PubMed
43.
Zurück zum Zitat Hackenberg B, O’Brien K, Döge J et al (2023) Vertigo and its burden of disease—Results from a population-based cohort study. Laryngoscope Investig Otolaryngol. https://doi.org/10.1002/lio2.1169CrossRefPubMedPubMedCentral
44.
Zurück zum Zitat Hande V, Jain S, Ranjan A et al (2023) Vestibular, central, and non-vestibular etiologies of vertigo and disequilibrium: a rural hospital-based cross-sectional comparative analysis. Cureus 15:e36262PubMedPubMedCentral
45.
Zurück zum Zitat Hey SY, Ng KNKF, Mcgarry GW (2019) Endoscopic Sphenopalatine artery ligation: general applicability in a teaching unit. Ear Nose Throat J 98:85–88PubMed
46.
Zurück zum Zitat Higgins TS, Lane AP (2013) Chapter 12: Surgery for sinonasal disease. am j rhinol allergy 27(Suppl 1):S42–S44PubMed
47.
Zurück zum Zitat Hildenbrand T, Krahe A, Ketterer MC et al (2020) Objective and subjective assessment of a structured approach to computed tomography scans of the paranasal sinuses. HNO. https://doi.org/10.1007/s00106-020-00889-yCrossRefPubMedPubMedCentral
48.
Zurück zum Zitat Homorodean C, Olinic M, Olinic D (2012) Development of a methodology for structured reporting of information in echocardiography. Med Ultrason 14:29–33PubMed
49.
Zurück zum Zitat Hong SB, Lee NK, Kim S et al (2021) Structured reporting of CT or MRI for perihilar cholangiocarcinoma: usefulness for clinical planning and interdisciplinary communication. Jpn J Radiol 39:349–356PubMed
50.
Zurück zum Zitat Brierley JD, Gospodarowicz MK, Wittekind C (2016) TNM Classification of Malignant Tumours, 8. Aufl. Wiley-Blackwell
51.
Zurück zum Zitat Johnson AJ, Chen MY, Swan JS et al (2009) Cohort study of structured reporting compared with conventional dictation. Radiology 253:74–80PubMed
52.
Zurück zum Zitat Jorg T, Halfmann MC, Stoehr F et al (2024) A novel reporting workflow for automated integration of artificial intelligence results into structured radiology reports. Insights Imaging 15:80PubMedPubMedCentral
53.
Zurück zum Zitat Kahn CE Jr., Heilbrun ME, Applegate KE (2013) From guidelines to practice: how reporting templates promote the use of radiology practice guidelines. J Am Coll Radiol 10:268–273PubMedPubMedCentral
54.
Zurück zum Zitat Khanna A, Sama A (2018) New instrumentations in the operating room for sinus surgery. Curr Opin Otolaryngol Head Neck Surg 26:13–20PubMed
55.
Zurück zum Zitat Kobberling J (2017) Economic Pressure in Hospitals. Dtsch Ärztebl Int 114:795–796PubMedPubMedCentral
56.
Zurück zum Zitat Kunzel J, Bozzato A, Strieth S (2017) Sonographie in der Nachsorge bei Kopf- und Halskarzinomen (Follow-up ultrasound of head and neck cancer). HNO 65:939–952PubMed
57.
Zurück zum Zitat Künzel J, Strieth S, Wirth G et al (2018) Ultrasound in the re-staging of cervical metastases after chemoradiotherapy for head and neck cancer. Ultraschall Med 39:659–666PubMed
58.
Zurück zum Zitat Lacerda TC, Von Wangenheim CG, Von Wangenheim A et al (2014) Does the use of structured reporting improve usability? A comparative evaluation of the usability of two approaches for findings reporting in a large-scale telecardiology context. J Biomed Inform 52:222–230PubMed
59.
Zurück zum Zitat Langlotz CP (2006) RadLex: a new method for indexing online educational materials. Radiographics 26:1595–1597PubMed
60.
Zurück zum Zitat Lasrich M, Helling K, Strieth S et al (2024) Increased report completeness and satisfaction with structured neurotological reporting in the interdisciplinary assessment of vertigo. HNO 72:711–719PubMedPubMedCentral
61.
Zurück zum Zitat Ledderose GJ, Stelter K, Betz CS et al (2017) Cerebrospinal fluid leaks during endoscopic sinus surgery in thirty-two patients. Clin Otolaryngol 42:1105–1108PubMed
62.
Zurück zum Zitat Limchareon S, Jaidee W (2015) Physician-performed focused ultrasound: an update on its role and performance. J Med Ultrasound 23:67–70
63.
Zurück zum Zitat Lin E, Powell DK, Kagetsu NJ (2014) Efficacy of a checklist-style structured radiology reporting template in reducing resident misses on cervical spine computed tomography examinations. J Digit Imaging 27:588–593PubMedPubMedCentral
64.
Zurück zum Zitat Lum SG, Gendeh BS, Husain S et al (2019) Internal carotid artery injury during endonasal sinus surgery: our experience and review of the literature. Acta Otorhinolaryngol Ital 39:130–136PubMedPubMedCentral
65.
Zurück zum Zitat Matsumoto M, Koike S, Kashima S et al (2015) Geographic distribution of radiologists and utilization of teleradiology in Japan: a longitudinal analysis based on national census data. PLoS ONE 10:e139723PubMedPubMedCentral
66.
Zurück zum Zitat Mehanna H, Mcconkey CC, Rahman JK et al (2017) PET-NECK: a multicentre randomised Phase III non-inferiority trial comparing a positron emission tomography-computerised tomography-guided watch-and-wait policy with planned neck dissection in the management of locally advanced (N2/N3) nodal metastases in patients with squamous cell head and neck cancer. Health Technol Assess 21:1–122PubMedPubMedCentral
67.
Zurück zum Zitat Mercado CL (2014) BI-RADS update. Radiol Clin North Am 52:481–487PubMed
68.
Zurück zum Zitat Mistry SG, Strachan DR, Loney EL (2016) Improving paranasal sinus computed tomography reporting prior to functional endoscopic sinus surgery—an ENT-UK panel perspective. J Laryngol Otol 130:962–966PubMed
69.
Zurück zum Zitat Mladina R, Skitarelic N, Cingi C et al (2018) The validity of training endoscopic sinus and skull base surgery techniques on the experimental head model. J Craniofac Surg 29:498–501PubMed
70.
Zurück zum Zitat Morgan TA, Helibrun ME, Kahn CE Jr (2014) Reporting initiative of the Radiological Society of North America: progress and new directions. Radiology 273:642–645PubMed
71.
Zurück zum Zitat Moshtaghi O, Haidar YM, Mahmoodi A et al (2017) The role of in-office ultrasound in the diagnosis of neck masses. Otolaryngol Head Neck Surg 157:58–61PubMed
72.
Zurück zum Zitat Munst J, Pudszuhn A et al (2022) Unclear chronic vertigo syndromes-experiences with an interdisciplinary inpatient diagnostic concept. HNO 70:33–43PubMed
73.
Zurück zum Zitat Murdin L, Schilder AG (2015) Epidemiology of balance symptoms and disorders in the community: a systematic review. Otol Neurotol 36:387–392PubMed
74.
Zurück zum Zitat Naik SS, Hanbidge A, Wilson SR (2001) Radiology reports: examining radiologist and clinician preferences regarding style and content. AJR Am J Roentgenol 176:591–598PubMed
75.
Zurück zum Zitat Nobel JM, Kok EM, Robben SGF (2020) Redefining the structure of structured reporting in radiology. Insights Imaging 11:10PubMedPubMedCentral
76.
Zurück zum Zitat Nörenberg D, Sommer WH, Thasler W et al (2017) Structured reporting of rectal magnetic resonance imaging in suspected primary rectal cancer: potential benefits for surgical planning and interdisciplinary communication. Invest Radiol 52:232–239PubMed
77.
Zurück zum Zitat O’Brien WT Sr, Hamelin S, Weitzel EK (2016) The preoperative sinus CT: avoiding a “CLOSE” call with surgical complications. Radiology 281:10–21PubMed
78.
Zurück zum Zitat Orlandi E, Alfieri S, Simon C et al (2018) Treatment challenges in and outside a network setting: head and neck cancers. Eur J Surg Oncol. https://doi.org/10.1016/j.ejso.2018.02.007CrossRefPubMed
79.
Zurück zum Zitat Park SB, Kim MJ, Ko Y et al (2019) Structured Reporting versus Free-Text Reporting for Appendiceal Computed Tomography in Adolescents and Young Adults: Preference Survey of 594 Referring Physicians, Surgeons, and Radiologists from 20 Hospitals. Korean J Radiol 20:246–255PubMed
80.
Zurück zum Zitat Parker IG, Hartel G, Paratz J et al (2019) A systematic review of the reported proportions of diagnoses for dizziness and vertigo. Otol Neurotol 40:6–15PubMed
81.
Zurück zum Zitat Pinto Dos Santos D, Baessler B (2018) Big data, artificial intelligence, and structured reporting. Eur Radiol Exp 2:42PubMedPubMedCentral
82.
Zurück zum Zitat Povolotskiy R, Cerasiello SY, Siddiqui SH et al (2020) Anemia and blood transfusion requirements in endoscopic sinus surgery: a propensity-matched analysis. Laryngoscope 130:1377–1382PubMed
83.
Zurück zum Zitat Powell DK, Silberzweig JE (2015) State of structured reporting in radiology, a survey. Acad Radiol 22:226–233PubMed
84.
Zurück zum Zitat Prasad R, Chen B (2018) Imaging evaluation of the head and neck oncology patient. Cancer Treat Res 174:59–86PubMed
85.
Zurück zum Zitat Psychogios G, Rueger H, Jering M et al (2019) Ultrasound can help to indirectly predict contact of parotid tumors to the facial nerve, correct intraglandular localization, and appropriate surgical technique. Head Neck 41:3211–3218PubMed
86.
Zurück zum Zitat Ranschaert ER, Binkhuysen FH (2013) European Teleradiology now and in the future: results of an online survey. Insights Imaging 4:93–102PubMed
87.
Zurück zum Zitat Redmann AJ, Yuen SN, Vonallmen D et al (2019) Does surgical volume and complexity affect cost and mortality in otolaryngology-head and neck surgery? Otolaryngol Head Neck Surg 161:629–634PubMed
88.
Zurück zum Zitat Reiner BI (2009) The challenges, opportunities, and imperative of structured reporting in medical imaging. J Digit Imaging 22:562–568PubMedPubMedCentral
89.
Zurück zum Zitat Reiner BI, Knight N, Siegel EL (2007) Radiology reporting, past, present, and future: the radiologist’s perspective. J Am Coll Radiol 4:313–319PubMed
90.
Zurück zum Zitat Rink M, Jung EM, Kunzel J (2023) The use of contrast-enhanced sonography for therapy monitoring of metastatic lymph nodes: a systematic review. Curr Oncol 30:6734–6743PubMedPubMedCentral
91.
Zurück zum Zitat Ross P, Sepper R, Pohjonen H (2010) Cross-border teleradiology-experience from two international teleradiology projects. Eur J Radiol 73:20–25PubMed
92.
Zurück zum Zitat Rothke M, Blondin D, Schlemmer HP et al (2013) PI-RADS classification: structured reporting for MRI of the prostate. Rofo 185:253–261PubMed
93.
Zurück zum Zitat Royl G, Ploner CJ, Leithner C (2011) Dizziness in the emergency room: diagnoses and misdiagnoses. Eur Neurol 66:256–263PubMed
94.
Zurück zum Zitat Sabel BO, Plum JL, Czihal M et al (2018) Structured reporting of CT angiography runoff examinations of the lower extremities. Eur J Vasc Endovasc Surg 55:679–687PubMed
95.
Zurück zum Zitat Sabel BO, Plum JL, Kneidinger N et al (2017) Structured reporting of CT examinations in acute pulmonary embolism. J Cardiovasc Comput Tomogr 11:188–195PubMed
96.
Zurück zum Zitat Sahni VA, Silveira PC, Sainani NI et al (2015) Impact of a structured report template on the quality of MRI reports for rectal cancer staging. AJR Am J Roentgenol 205:584–588PubMed
97.
Zurück zum Zitat Schoeppe F, Sommer WH, Haack M et al (2018) Structured reports of videofluoroscopic swallowing studies have the potential to improve overall report quality compared to free text reports. Eur Radiol 28:308–315PubMed
98.
Zurück zum Zitat Schöppe F, Sommer WH, Schmidutz F et al (2018) Structured reporting of x‑rays for atraumatic shoulder pain: advantages over free text? BMC Med Imaging 18:20PubMedPubMedCentral
99.
Zurück zum Zitat Shah VP, Oliveira JESL, Farah W et al (2023) Diagnostic accuracy of the physical examination in emergency department patients with acute vertigo or dizziness: a systematic review and meta-analysis for GRACE‑3. Acad Emerg Med 30:552–578PubMed
100.
Zurück zum Zitat Simo R, Homer J, Clarke P et al (2016) Follow-up after treatment for head and neck cancer: United Kingdom National Multidisciplinary Guidelines. J Laryngol Otol 130:S208–S211PubMedPubMedCentral
101.
Zurück zum Zitat Sinitsyn VE, Komarova MA, Mershina EA (2014) Radiology report: past, present and future. Vestn Rentgenol Radiol: 35–40
102.
Zurück zum Zitat Sistrom CL, Honeyman-Buck J (2005) Free text versus structured format: information transfer efficiency of radiology reports. AJR Am J Roentgenol 185:804–812PubMed
103.
Zurück zum Zitat Sobez LM, Kim SH, Angstwurm M et al (2019) Creating high-quality radiology reports in foreign languages through multilingual structured reporting. Eur Radiol 29:6038–6048PubMed
104.
Zurück zum Zitat Sobin L, Brierley JD, Gospodarowicz M et al (2015) Principles of cancer staging. In: UICC manual of clinical oncology. Wiley, S 34–39
105.
Zurück zum Zitat Stammberger H, Posawetz W (1990) Functional endoscopic sinus surgery. Concept, indications and results of the Messerklinger technique. Eur Arch Otorhinolaryngol 247:63–76PubMed
106.
Zurück zum Zitat Stelter K, Theodoraki MN, Becker S et al (2015) Specific stressors in endonasal skull base surgery with and without navigation. Eur Arch Otorhinolaryngol 272:631–638PubMed
107.
Zurück zum Zitat Szilveszter B, Kolossvary M, Karady J et al (2017) Structured reporting platform improves CAD-RADS assessment. J Cardiovasc Comput Tomogr 11:449–454PubMed
108.
Zurück zum Zitat Takahashi Y, Fujino Y, Miura K et al (2021) Intra- and inter-rater reliability of rectus femoris muscle thickness measured using ultrasonography in healthy individuals. Ultrasound J 13:21PubMedPubMedCentral
109.
Zurück zum Zitat Todsen T, Ewertsen C, Jenssen C et al (2022) Head and neck ultrasound—EFSUMB training recommendations for the practice of medical ultrasound in Europe. Ultrasound Int Open 8:E29–E34PubMedPubMedCentral
110.
Zurück zum Zitat Tuncyurek O, Garces-Descovich A, Jaramillo-Cardoso A et al (2018) Structured versus narrative reporting of pelvic MRI in perianal fistulizing disease: impact on clarity, completeness, and surgical planning. Abdom Radiol. https://doi.org/10.1007/s00261-018-1858-8CrossRef
111.
Zurück zum Zitat Vaid A, Duong SQ, Lampert J et al (2024) Local large language models for privacy-preserving accelerated review of historic echocardiogram reports. J Am Med Inform Assoc 31:2097–2102PubMedPubMedCentral
112.
Zurück zum Zitat Vaid S, Vaid N, Rawat S et al (2011) An imaging checklist for pre-FESS CT: framing a surgically relevant report. Clin Radiol 66:459–470PubMed
113.
Zurück zum Zitat Visser JJ (2024) The unquestionable marriage between AI and structured reporting. Eur Radiol. https://doi.org/10.1007/s00330-024-11038-2CrossRefPubMedPubMedCentral
114.
Zurück zum Zitat Wallis A, Mccoubrie P (2011) The radiology report—are we getting the message across? Clin Radiol 66:1015–1022PubMed
115.
Zurück zum Zitat Weiss DL, Langlotz CP (2008) Structured reporting: patient care enhancement or productivity nightmare? Radiology 249:739–747PubMed
116.
Zurück zum Zitat Wetterauer C, Winkel DJ, Federer-Gsponer JR et al (2019) Structured reporting of prostate magnetic resonance imaging has the potential to improve interdisciplinary communication. PLoS ONE 14:e212444PubMedPubMedCentral
117.
Zurück zum Zitat Wildman-Tobriner B, Allen BC, Bashir MR et al (2017) Structured reporting of CT enterography for inflammatory bowel disease: effect on key feature reporting, accuracy across training levels, and subjective assessment of disease by referring physicians. Abdom Radiol 42:2243–2250
118.
Zurück zum Zitat Wu H, Shen T, Chen J et al (2016) Long-term therapeutic outcome of ophthalmic complications following endoscopic sinus surgery. Medicine 95:e4896PubMedPubMedCentral

Neu im Fachgebiet HNO

Riskante Formfehler in Arztpraxen: Diese 5 Nachlässigkeiten können teuer werden

Ein 500.000-Euro-Regress wegen fehlender Rezeptunterschrift sorgte jüngst für Aufregung. Es gibt aber noch mehr Fehler, die für eine Praxis richtig teuer werden können. Hier sind die gefährlichsten Nachlässigkeiten.

Covid verdoppelt Risiko für chronische Rhinosinusitis

Erwachsene mit Covid-19 erhielten in den Monaten nach einem PCR-Nachweis deutlich häufiger eine neue CRS-Diagnose als Personen mit negativem PCR-Test. Der Risikoanstieg zeigte sich unter allen Varianten, am stärksten in der Omikron-Periode.

Real-World Daten bestätigen Nivolumab bei Kopf-Hals-Tumoren

In der nicht-interventionellen Real-World-Studie HANNA wurde Nivolumab bei Menschen mit rezidiviertem oder metastasiertem Plattenepithelkarzinom der Kopf-Hals-Region in verschiedenen Therapielinien geprüft. Ein Kollege präsentierte auf dem diesjährigen Krebskongress in Berlin die finalen Daten.

Mehr molekulare Diagnostik bei Krebs ist nicht immer besser

Neue molekularpathologische Methoden erhöhen die diagnostische Sensitivität bei Tumorerkrankungen. Aber verfeinert ein stetiges Mehr an molekularer Diagnostik auch die therapeutische Präzision? Diese Frage wurde im Rahmen des Deutschen Krebskongresses (DKK) 2026 in Berlin diskutiert. 

Update HNO

Bestellen Sie unseren Fach-Newsletter und bleiben Sie gut informiert – ganz bequem per eMail.

Bildnachweise
Arzt stellt Rezept aus/© Bernhard Schmerl / stock.adobe.com (Symbolbild mit Fotomodell), Endoskopie in der Praxis/© peakSTOCK / Getty Images / iStock (Symbolbild mit Fotomodell), Plattenepithelkarzinom/© Springer Medizin Verlag GmbH, 3D Illustration einer DNA Sequenzierung/© undefined / Getty Images / iStock