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Die Urologie

Kindliche Hodentumoren

Erschienen in:

Zusammenfassung

Hintergrund

Hodentumoren im Kindesalter sind selten, unterscheiden sich jedoch in ihrer Ätiologie, Histologie und Prognose wesentlich von adulten Formen. Eine frühzeitige Diagnostik und adäquate Therapie sind entscheidend für die Prognose und Lebensqualität der betroffenen Kinder.

Ziel der Arbeit

Ziel des Artikels ist es, einen Überblick über Ätiologie, Klassifikation, klinische Präsentation, Diagnostik und Therapie kindlicher Hodentumoren zu geben.

Material und Methoden

Die Arbeit basiert auf einer Analyse aktueller Literatur.

Ergebnisse

Kindliche Hodentumoren sind in 60–75 % der Fälle benigne, meist Teratome oder Leydig-Zell-Tumoren. Maligne Tumoren wie Dottersacktumoren sind selten, haben jedoch ein geringes Metastasierungspotenzial. Diagnostisch kommen Sonographie, Tumormarker (Alpha-Fetoprotein [AFP], humanes Choriongonadotropin [hCG], Laktatdehydrogenase [LDH]) und Bildgebung (MRT, CT) zum Einsatz. Die Therapie umfasst organerhaltende Eingriffe bei benignem Verdacht und Orchiektomie bei malignem Befund. Eine Chemotherapie erfolgt nur bei metastasierten Tumoren. Surveillance ist bei lokalisierten Tumoren im Stadium I häufig ausreichend.

Schlussfolgerung

Kindliche Keimzelltumoren unterscheiden sich von adulten Tumoren des Hodens hinsichtlich Inzidenz, Malignität und Histologie. Es sollte stets eine interdisziplinäre Therapieentscheidung erfolgen.
Titel
Kindliche Hodentumoren
Verfasst von
Univ.-Prof. Dr. med. Pia Paffenholz
Publikationsdatum
09.05.2025
Verlag
Springer Medizin
Erschienen in
Die Urologie / Ausgabe 7/2025
Print ISSN: 2731-7064
Elektronische ISSN: 2731-7072
DOI
https://doi.org/10.1007/s00120-025-02601-w
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Bildnachweise
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