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17.01.2017 | Hormonsubstitution | Arzneimitteltherapie | Ausgabe 1/2017

Gynäkologische Endokrinologie 1/2017

Transdermales Östradiol und Progesteron

Die einzig bioidentische HRT, diskutiert auf dem NAMS-Kongress 2016

Zeitschrift:
Gynäkologische Endokrinologie > Ausgabe 1/2017
Autor:
Prof. Dr. med. Dr. rer. nat. Alfred O. Mueck
Wichtige Hinweise

Redaktion

M. Birkhäuser, Basel
A.O. Mueck, Tübingen
O. Ortmann, Regensburg

Zusammenfassung

Die sogenannte bioidentische Hormontherapie soll Risiken verringern, die unter der klassischen Hormonersatztherapie (HRT) etwa in der Women’s Health Initiative beobachtet wurden. Wie aber ist die bioidentische HRT zu definieren? Die Hormontherapie wird mit Östrogenen und Gestagenen durchgeführt. Bioidentisch sind nur Substanzen, die vom menschlichen Körper gebildet werden. Setzt man zudem eine relevante systemische Wirkung und eine entsprechende Zulassung voraus, beschränkt sich die Auswahl auf Östradiol (E2) und Progesteron. Aus zwei Gründen kann besonders die transdermale Applikation von E2 als bioidentisch bezeichnet werden: Erstens werden so E2-Mengen systemisch zugeführt, wie sie in der reproduktiven Zeit ovariell sezerniert werden. Zweitens gelangt das Hormon dann wie bei der ovariellen Sekretion direkt ins venöse System. Equine Östrogene sind nicht genau definierte Gemische in stark variablen Konzentrationen. Sie enthalten auch Steroide, die sich nur im Pferdeurin finden, darunter Androgene, Gestagene und Kortikoide. Damit sind equine Östrogene nicht bioidentisch. Die Effekte sind nicht vorauszusagen, entsprechend gibt es auch keine klaren Dosis-Wirkungs-Beziehungen. Jede HRT, ob oral oder transdermal, ist bei adäquater Dosierung effektiv – Unterschiede bestehen im Risikoprofil. Die bioidentische HRT kann kardiovaskuläre Risiken reduzieren, vor allem das Risiko von Venenthrombosen. Auch bei anderen Erkrankungen hat sie Vorteile. Die bioidentische HRT, d.h. transdermales Östradiol kombiniert mit Progesteron, ist mit dem geringsten Brustkrebsrisiko assoziiert und endometrial sicher, soweit Progesteron in korrekter Dosierung und Dauer verwendet und das Endometrium überwacht wird.

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