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Transkutanes osseointegriertes Prothesensystem (TOPS) als Durchsteckprothese

Versorgung des Femurstumpfs mit simultanem Hüftgelenkersatz

Erschienen in:

Zusammenfassung

Operationsziel

Simultane Implantation eines TOPS (transkutanes osseointegriertes Prothesensystem) und einer HTEP (Hüftgelenktotalendoprothese) oder zweizeitiges Vorgehen.

Indikationen

Patienten mit einem TOPS, die eine Koxarthrose haben. Patienten, die bei einliegender HTEP oberschenkelamputiert werden mussten und ein TOPS benötigen. Patienten, die sich bei einliegendem TOPS eine mediale Schenkelhalsfraktur zuziehen und nicht mit einer Osteosynthese stabilisierbar sind.

Kontraindikationen

Atypische Anatomie, Osteomyelitis, Bestrahlung oder Chemotherapie der betroffenen Extremität in den letzten 18 Monaten, periphere arterielle Verschlusskrankheit (AVK) mit kritischer Ischämie, Diabetes mellitus (Compliance, HbA1c), lokale Hautinfektion bzw. systemische Infektion, Immunkompromittierung bzw. Immunsuppressiva, kognitive Erkrankung bzw. fehlende Compliance für das System, andere körperliche wesentliche Beeinträchtigungen.

Operationstechnik

Jeweils vorherige patientenindividuelle Planung nach CT(Computertomographie)-Daten. Bei liegendem TOPS Zugang wie bei der herkömmlichen HTEP. Implantation einer künstlichen Hüftpfanne mit passendem Inlay. Gleiches oder ähnliches Vorgehen bei medialer Schenkelhalsfraktur ohne Rekonstruktionsmöglichkeit. Bei bereits einliegender HTEP und bestehender Oberschenkelamputation zunächst Entfernung des bestehenden Schaftes sowie ggf. des Halsteiles bei modularer Prothese. Danach Implantation des TOPS-Stiels in herkömmlicher Weise.

Weiterbehandlung

Bei zusätzlicher HTEP folgt eine entsprechende Reha gemäß den Endoprothesenempfehlungen, angepasst an die TOPS-Situation. Werden TOPS und HTEP gleichzeitig eingebracht, so hängt die weitere Belastungsfähigkeit und Mobilisation von der Dauer des einliegenden Stiels ab.

Ergebnisse

Bisher wurden in der BGU-Murnau 4 Patienten versorgt, eine statistische Auswertung macht daher keinen Sinn. Drei der 4 Patienten waren initial nach kurzer Zeit bereits deutlich schmerzgelindert und wesentlich mobiler als vor dem Eingriff. Eine Patientin verblieb für den Zeitraum unserer Behandlung nach dem Eingriff ebenso immobil wie vor dem Eingriff, da bis heute keine schmerzarme Vollbelastung erreicht werden konnte.
Titel
Transkutanes osseointegriertes Prothesensystem (TOPS) als Durchsteckprothese
Versorgung des Femurstumpfs mit simultanem Hüftgelenkersatz
Verfasst von
Dr. Thomas von Stein
Dr. Julia Rehme-Röhrl
Publikationsdatum
13.11.2024
Verlag
Springer Medizin
Erschienen in
Operative Orthopädie und Traumatologie / Ausgabe 2/2025
Print ISSN: 0934-6694
Elektronische ISSN: 1439-0981
DOI
https://doi.org/10.1007/s00064-024-00874-6
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