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07.01.2020 | Husten | Schwerpunkt: Hausärztliche Medizin – Teil I | Ausgabe 1/2020

Der Internist 1/2020

Diagnostik bei akutem und chronischem Husten in der hausärztlichen Versorgung

Zeitschrift:
Der Internist > Ausgabe 1/2020
Autor:
Dr. Viktor Rüttermann
Wichtige Hinweise

Redaktion

D. Burchert, Mainz
H. Haller, Hannover
E. Märker-Hermann, Wiesbaden
C.C. Sieber, Nürnberg
T. Welte, Hannover

Zusammenfassung

Husten ist einer der häufigsten Beratungsanlässe in der hausärztlichen Versorgung. Diagnostische Besonderheiten in der Primärversorgung mit breitem Spektrum von Ursachen unscharf charakterisierbarer Symptome lassen sich am Beispiel des akuten und chronischen Hustens exemplarisch darstellen. Die Entstehung des Hustenreizes, die Auslösung durch entzündliche, mechanische und chemische Trigger sowie die Bedeutung der Reizschwelle des Hustenrezeptors zu verstehen, erleichtert das Verständnis der vielfältigen möglichen Ursachen des Hustens. Die erforderliche Diagnostik orientiert sich nach Ausschluss von Alarmsymptomen, die eine notfallmäßige stationäre Behandlung erfordern, an der Dauer der Symptome und dem davon abhängig zu erwartenden Ursachenspektrum. Unklarheiten verbleiben oft auch bei sorgfältiger Basisdiagnostik. Abwartendes Offenhalten, „watchful waiting“ oder „active surveillance“ kann zunächst das sinnvollste Vorgehen sein, ist jedoch nicht mit einer Einstellung der Sorglosigkeit gleichzusetzen. Es erfordert vor allem bei Patienten mit Vorliegen einer Risikokonstellation (Multimorbidität, Immunsuppression, Herzinsuffizienz) Verlaufskontrollen und eine erhöhte Aufmerksamkeit, um rechtzeitig auf die Entwicklung behandelbarer Aspekte oder gar gefährlicher Krankheitsverläufe reagieren zu können.

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