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07.01.2020 | Husten | Schwerpunkt: Hausärztliche Medizin – Teil I | Ausgabe 1/2020

Der Internist 1/2020

Thoraxsonographie – eine wertvolle Ergänzung der Basisdiagnostik in der zeitnahen ambulanten Abklärung von Husten und Luftnot

Zeitschrift:
Der Internist > Ausgabe 1/2020
Autor:
Dr. Viktor Rüttermann
Wichtige Hinweise

Redaktion

D. Burchert, Mainz
H. Haller, Hannover
E. Märker-Hermann, Wiesbaden
C.C. Sieber, Nürnberg
T. Welte, Hannover

Video online

Die Online-Version dieses Beitrags (https://​doi.​org/​10.​1007/​s00108-019-00721-y) enthält Videos. Beitrag und Zusatzmaterial stehen Ihnen auf www.​springermedizin.​de zur Verfügung. Bitte geben Sie dort den Beitragstitel in die Suche ein, das Zusatzmaterial finden Sie beim Beitrag unter „Ergänzende Inhalte“.

Zusammenfassung

Husten und Dyspnoe gehören zu den häufigen Symptomen in der hausärztlichen Versorgung, bei denen zeitnah potenziell bedrohliche Erkrankungen ausgeschlossen werden müssen, vor allem eine akute Herzinsuffizienz und deren Ursachen sowie Pneumonie, Pleuraerguss, Lungenembolie und Pneumothorax. Anamnese, Inspektion, körperliche Untersuchung und technische Basisdiagnostik sind in der Regel für eine erste Risikostratifizierung ausreichend. Oft kann so bereits eine zuverlässige Verdachtsdiagnose gestellt werden. Häufig sind die Befunde jedoch nicht eindeutig. Thoraxröntgenuntersuchung und Labordiagnostik sind als Standard für diese Situationen etabliert. Eine wesentliche Limitation stellt jedoch die meist fehlende sofortige Verfügbarkeit in der Hausarztpraxis dar. Laborergebnisse liegen erst am nächsten oder übernächsten Tag vor. Darüber hinaus ist die genannte Diagnostik vor allem bei gering bis mäßig ausgeprägten Veränderungen und frühem Krankheitsstadium in ihrer Sensitivität und Spezifität eingeschränkt. Die Thoraxsonographie bietet sich in diesen Situationen als unmittelbare Erweiterung der körperlichen Untersuchung an. Ihr diagnostischer Wert sollte unbestritten sein. Die wichtigsten pathologischen Befunde, etwa Pleuraerguss und subpleurale Konsolidierungen, lassen sich mit ausreichender Sicherheit bereits jetzt mithilfe miniaturisierter Hand-held-Ultraschallgeräte darstellen. Das seit über 15 Jahren diskutierte Konzept des „ultrasound stethoscope“ ist auch als Point-of-care-Ultraschall (POCUS) umsetzbar. Der POCUS wird sich beispielsweise im Rahmen der ambulanten Notfalldiagnostik zukünftig als Routinediagnostik durchsetzen. Es ist an der Zeit, dass die Thoraxsonographie in das Repertoire hausärztlicher Diagnostik Eingang findet.

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Zusatzmaterial
Video 1: Pneumonie im Stadium der „Hepatisation“. © V. Rüttermann
Video 2: Kleine pneumonische Veränderung im rechten Recessus, Air-Bronchogramm. © V. Rüttermann
Video 3: In pneumonisch konsolidierten Arealen lassen sich Gefäße, flüssigkeitsgefüllte Bronchialäste (Fluid-Bronchogramm) und vor allem luftgefüllte Bronchiolen (Air-Bronchogramm) darstellen. © V. Rüttermann
Video 4: Hustenfraktur der achten Rippe bei einer jungen Patientin infolge eines ausgeprägten und anhaltenden Hustenreizes. © V. Rüttermann
Video 5: Kleine Pneumonie mit luftgefüllten Bronchiolen und Spiegelartefakt dieses Air-Bronchogramms unterhalb des Zwerchfells; minimaler Begleiterguss. © V. Rüttermann
Video 6: Die echoarme Pleuraverdickung und ein minimaler Pleuraerguss können die gleiche Echodichte aufweisen. In diesem Beispiel ist eine Differenzierung durch die atemabhängige Dynamik möglich. © V. Rüttermann
Video 7: Pleuraerguss und Verdickung. © V. Rüttermann
Video 8: Kompressionsatelektase bei Herzinsuffizienz. © V. Rüttermann
Literatur
Über diesen Artikel

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